Examensarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Die Genese des E-Portfoliokonzepts
3.1. Begriffsbestimmung Portfolio
3.2. Lerntheoretische Grundlagen des Portfoliokonzepts
3.3. Das elektronische Portfolio
3.4. Ziele der E-Portfolioarbeit im Fach Englisch im Bildungsgang GTA
4. Konzeptionelle Überlegungen zur Einführung von E-Portfolioarbeit im Fach Englisch im Bildungsgang GTA
4.1. Technische Voraussetzungen
4.2. Gestalt und Komponenten des E-Portfolios
4.3 Planungsschritte zur Entwicklung der E-Portfolios
4.4. Konsequenzen für den Unterricht
5. Das Potential von E-Portfolioarbeit zur Kompetenzförderung der Schüler im Bildungsgang GTA/FHR
5.1 Das Potential von E-Portfolioarbeit zur Gestaltung eines Unterrichts, der den individuellen motivationalen Profilen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird
5.1.1. Lerntheoretische Grundlagen der Motivationsforschung
5.1.2 Steven Reiss’ fundamentale Motive menschlichen Handelns
5.1.3. Das Verhältnis von Emotion und Kognition aus Sicht der Neurobiologe
5.2. Das Potential der E-Portfolioarbeit zur Förderung fachübergreifenden Arbeitens
5.3. Das Potential der E-Portfolioarbeit zur Förderung der kommunikativen Kompetenz
5.4. Das Potential der E-Portfolioarbeit zur Förderung des selbstständigen Lernens im Fremdsprachenunterricht
5.4.1. Warum Selbstständigkeit fördern?
5.4.2. Metakognition als Mittel zur Förderung des selbstständigen Lernens
5.4.2.1 Begriffsklärung
5.4.2.2. Hinführung zu metakognitiver Praxis
5.4.2.3. Das Lerntagebuch
6. Fazit
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der E-Portfolioarbeit im Englischunterricht eines doppelqualifizierenden Bildungsgangs (Gestaltungstechnische Assistenten/FHR). Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch den Einsatz von E-Portfolios die Lernerautonomie, die metakognitive Reflexionsfähigkeit sowie eine binnendifferenzierte, motivierende Gestaltung des Fremdsprachenunterrichts gefördert werden können.
3.2. Lerntheoretische Grundlagen des Portfoliokonzepts
Entwickelt wurde das Portfoliokonzept aus der Sicht einer konstruktivistisch orientierten Lerntheorie. Grundannahme eines konstruktivistischen Lernkonzepts ist es, dass die Lernenden sich ihr Wissen nicht durch eine mimetische Abbildungsleistung erwerben, sondern dass sie sich Wissen in einem aktiven Handlungsprozess selbst konstruieren. Wegweisend für die konstruktivistische Lerntheorie war Jean Piagets Verständnis von Lernprozessen. Für ihn besteht der Lernprozess aus einem Wechselspiel von Assimilation und Akkomodation. Im Gegensatz zu behavioristischen Lerntheorien, in denen der „eher passive Lerner durch Umweltreize und durch steuerbare Stimuli zur Verhaltensänderung angehalten wird“, entsteht nach Piaget die kognitive Strukturbildung in der aktiven Auseinandersetzung des Einzelnen mit seiner Umwelt.
„Auf dem Weg zur optimalen Anpassung an die Umwelt kommt es zu einer ständigen Neuorganisation der vorhandenen und neu herausgebildeten Strukturen.“ Können die Lernenden eine neue und unbekannte Erscheinung der äußeren Umwelt in ein bekanntes Erklärungsschema einbringen, so spricht Piaget von einem Assimilationsprozess. Müssen die Lernenden zur Erklärung einer neuen und unbekannten Erscheinung ein neues Erklärungsmuster entwerfen, so spricht Piaget vom Prozess der Akkomodation. Lernen ist demnach ein dynamischer und intra-personeller Konstruktionsprozess des selbsttätigen Individuums. Treibende Kraft hinter diesem Konstruktionsprozess ist das Bedürfnis der Lernenden, auftretende Widersprüche, auch kognitive Konflikte genannt, zu bewältigen. Dies geschieht durch den so genannten Äquilibrationsprozess, in dem die Lernenden versuchen, Wissen und Erkenntnis zunehmend widerspruchsfrei zu organisieren um somit zunehmend stabile und leistungsfähige kognitive Strukturen aufzubauen. Für Piaget stellt dieser Prozess den Motor der menschlichen Entwicklung dar.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von E-Portfolioarbeit für den Bildungsgang der gestaltungstechnischen Assistenten ein und skizziert die motivationale Ausgangslage der Schülerschaft.
2. Problemstellung: Das Kapitel kritisiert die fachsystematische Ausrichtung des klassischen Englischunterrichts und identifiziert die Notwendigkeit, Selbstständigkeit und prozessorientiertes Lernen stärker in den Vordergrund zu rücken.
3. Die Genese des E-Portfoliokonzepts: Hier werden die historischen Ursprünge und die lerntheoretische Einbettung des Portfoliokonzepts in einer konstruktivistischen Perspektive dargelegt.
4. Konzeptionelle Überlegungen zur Einführung von E-Portfolioarbeit im Fach Englisch im Bildungsgang GTA: Dieses Kapitel erläutert die technischen Notwendigkeiten sowie die methodische Planung und Integration des E-Portfolios in den schulischen Alltag.
5. Das Potential von E-Portfolioarbeit zur Kompetenzförderung der Schüler im Bildungsgang GTA/FHR: Das Hauptkapitel untersucht detailliert, wie E-Portfolios Motivation, fachübergreifendes Arbeiten, kommunikative Kompetenz und selbstständiges Lernen unterstützen können.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die zeitintensiven Anforderungen und würdigt das enorme Potential der E-Portfolioarbeit für eine lebendige, schülerzentrierte Unterrichtskultur.
E-Portfolio, Englischunterricht, Lernerautonomie, Konstruktivismus, Metakognition, Lerntagebuch, Weblogs, Selbstständigkeit, Kompetenzförderung, Motivation, Fachübergreifendes Arbeiten, Medienkompetenz, Reflexion, Sprachlernerfolg, Gestaltungstechnische Assistenten.
Die Arbeit thematisiert die Einführung und Erprobung von E-Portfolios im Englischunterricht für den Bildungsgang "Gestaltungstechnische Assistenten" am Adolf-Kolping-Berufskolleg.
Die Schwerpunkte liegen auf lerntheoretischen Grundlagen, technischer Konzeption, der Förderung von Selbstständigkeit durch Metakognition sowie der Verknüpfung von Fremdsprachenerwerb und Mediennutzung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Portfolioarbeit eine konstruktivistische Lernumgebung geschaffen werden kann, die den Lernprozess in den Mittelpunkt stellt und die Autonomie der Lernenden stärkt.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische fundierte Analyse (u.a. konstruktivistische Lerntheorie, Motivationsforschung nach Reiss) und reflektiert dabei eigene Hospitationserfahrungen sowie die praktische Erprobung in seiner Referendariatsklasse.
Der Hauptteil analysiert das Potential der E-Portfolioarbeit in den Bereichen Motivationspsychologie, fachübergreifendes Arbeiten, kommunikative Kompetenz und die gezielte Förderung metakognitiver Reflexionsstrategien.
E-Portfolio, Lernerautonomie, Metakognition, Konstruktivismus, Lerntagebuch und Fremdsprachenunterricht sind die zentralen Begriffe.
Der Autor diskutiert dies im Fazit und weist darauf hin, dass die Zeitinvestition durch den hohen Zuwachs an Selbstständigkeit und die tiefere Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand gerechtfertigt ist.
Metakognition dient als Werkzeug zur Bewusstmachung des eigenen Lernprozesses, was es den Schülern ermöglicht, eigene Lernhürden zu erkennen und ihren Lernweg autonom zu steuern.
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