Examensarbeit, 2010
81 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Filmgeschichte
2.1 Entstehung des Mediums Film
2.1.1 Technische und ökonomische Entwicklung
2.1.2 Gesellschaftliche Bedingungen
3 Grundlagen der Montage
3.1 Die Montage
3.2 Die Parallelmontage
3.2.1 Cross Cutting
3.3 Parallel Editing
3.4 Geschichte und Beispiele
4 Didaktische Umsetzung im Deutschunterricht der Hauptschule
4.1 Begründung der Themenwahl
4.2 Grundlagen der Filmdidaktik
4.2.1 Verortung in den Bildungsstandards
4.2.2 Probleme bei der Arbeit mit Filmen im Unterricht
4.3 Vorschläge zur didaktischen Umsetzung
4.4 Entwurf von Unterrichtsphasen
4.4.1 Phase 1: Planung
4.4.2 Phase 2: Umsetzung in der Klasse
4.4.3 Phase 3: Präsentation und Reflexion
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Parallelmontage als filmästhetisches Mittel mit dem Ziel, konkrete didaktische Wege für deren produktive Umsetzung im Deutschunterricht der Hauptschule aufzuzeigen, um die Medienkompetenz der Schüler zu stärken.
3.2.1 Cross Cutting
Bei der Filmgestaltung und -bearbeitung kommen zahlreiche verschiedene Montagetechniken zum Einsatz, deren Ziel es ist, eine bestimmte Wirkung auf den Zuschauer auszuüben. Eine dieser Techniken ist die Parallelmontage, welche in zwei Formen unterteilt wird. Am populärsten und im modernen Film am häufigsten zu beobachten ist die Variante des cross cuttings. Die Besonderheit dieser Form der Parallelmontage besteht darin, dass sie den Eindruck erzeugt, „an mehreren Orten gleichzeitig zu sein und vieles komprimiert zu erleben.“44.
Es handelt sich um die Verbindung von Handlungslinien, die zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattfinden und sich in aller Regel im Verlauf der Geschichte kreuzen. Im Film stellt sich dies so dar, dass eine Handlungslinie in zumeist regelmäßigen Abständen durch eine andere unterbrochen wird.45 Diese unterschiedlichen Handlungen stehen zumeist in mehr oder weniger direkter Beziehung miteinander und spitzen sich solange zu, bis die direkte Verbindung visuell sichtbar wird.46 Dabei kann jeder Handlungsstrang eine unterschiedliche Hypothese bezüglich des Ausgangs der Geschichte vermitteln.47 Dies soll kurz an einem Beispiel verdeutlicht werden: Der Zuschauer sieht ein brennendes Haus, im Inneren befinden sich mehrere Personen, welche nicht in der Lage sind, sich selber zu befreien. Der parallele Handlungsstrang zeigt die herannahende Feuerwehr, die mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtzeitig am Unglücksort eintrifft. Die erste Handlungslinie suggeriert demnach die Gefahr des Scheiterns und die Ungewissheit ob des Gerettet werdens. Hingegen legt die zweite Handlungslinie nahe, dass den akut bedrohten Personen rechtzeitig Helfer zur Seite stehen werden und sie aus ihrer desaströsen Lage befreien. Abbildung 3.5 stellt das Prinzip bildlich dar.
1 Einleitung: Die Arbeit verbindet die produktive und rezeptive Ebene des Films im schulischen Kontext und fokussiert dabei auf die Parallelmontage als Mittel zur Spannungssteigerung.
2 Filmgeschichte: Es wird die allgemeine Entwicklung des Films unter Berücksichtigung technischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Bedingungen nachgezeichnet.
3 Grundlagen der Montage: Dieses Kapitel erläutert die technischen und theoretischen Prinzipien der Montage, insbesondere die 180-Grad-Regel, die Kontinuität sowie Formen der Parallelmontage.
4 Didaktische Umsetzung im Deutschunterricht der Hauptschule: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Filmbildung und die Technik der Parallelmontage produktiv und normkonform in den Schulalltag integriert werden können.
5 Fazit: Das Resümee bekräftigt den hohen Wert praktischer Filmarbeit trotz des hohen Planungsaufwandes und betont die positive Resonanz bei den Schülern.
Parallelmontage, Cross Cutting, Parallel Editing, Filmdidaktik, Montage, Continuity, Bildungsstandards, Projektunterricht, Filmgeschichte, Kameraeinstellung, Hauptschule, Medienkompetenz, Drehbuch, Storyboard, Filmproduktion.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmischen Technik der Parallelmontage und wie diese theoretisch fundiert im Deutschunterricht der Hauptschule praktisch vermittelt werden kann.
Zentrale Themen sind die allgemeine Filmgeschichte, die theoretischen Grundlagen der Montage (insbesondere Schnittregeln) und die didaktische Einbettung von Filmprojekten in den Schulkontext.
Ziel ist es, ein Modell für den Unterricht zu entwerfen, das es Schülern ermöglicht, durch die Produktion eines eigenen kurzen Films die Technik der Parallelmontage zu verstehen und kreativ anzuwenden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit filmwissenschaftlicher Literatur und filmdidaktischen Prinzipien, ergänzt durch die Entwicklung eines praktischen Unterrichtskonzepts.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung, eine fundierte Analyse der Montagetechniken (einschließlich Kameraarbeit) sowie einen konkreten Leitfaden für Unterrichtsphasen bei der Erstellung von Kurzfilmen.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Parallelmontage, Filmdidaktik, Medienkompetenz, Projektunterricht und Filmschnitt beschreiben.
Sie gilt als eines der wichtigsten filmästhetischen Mittel zur Spannungssteigerung und ist gleichzeitig ein hervorragendes Werkzeug, um Schülern die Konstruiertheit von Film sowie die Verknüpfung von Erzählsträngen näherzubringen.
Genannt werden insbesondere der hohe zeitliche und organisatorische Aufwand bei der Bereitstellung technischer Ressourcen sowie die Notwendigkeit, das Projekt an das Leistungsvermögen und die Vorerfahrungen der Schüler anzupassen.
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