Magisterarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Anglizismus: Begriff und Geschichte
2. 1. Begriffsklärungen
2.1.1. Anglizismus - Definitionen
2.1.2. Entlehnungstypen
2.1.3. Anglizismenarten nach Yang
2. 2. Geschichtliche Aspekte
3. Forschungsstand
3.1. Forschungsstand Anglizismen allgemein
3.1.1. Forschung in der BRD
3.1.2 Forschung in der DDR
3.2. Forschungsstand Werbeanglizismen
3.2.1. Untersuchung von Frequenz und Verteilung auf Sachgebiete
3.2.2. Studien zum Verständnis von Anglizismen
4. Anglizismen in der Werbung
4.1. Definition Slogan
4.2. Funktionen der Sprachwahl
4.3. Stilistische Funktionen von Anglizismen
4.4. Verständlichkeit versus Wirksamkeit
5. Eigene Untersuchung
5.1. Inhalte und Anliegen der Arbeit
5.1.1. Grundlegende Informationen zur Analyse
5.1.2. Aufgestellte Hypothesen
5.2. Auswertung
5.2.1. Auswertung der Slogans im Einzelnen
5.2.2. Hypothesentest
5.3. Zusammenfassung
6. Schadet zu viel Englisch der deutschen Sprache?
6.1. Sprachschutz in Deutschland
6.2. Neueste Entwicklungen
7. Schlussbetrachtung
8. Bibliographie der zitierten Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von englischen Werbeslogans in Deutschland. Ziel ist es, durch eine eigene empirische Studie zu klären, inwieweit die häufig eingesetzten englischen Elemente von der breiten Konsumentenmasse tatsächlich verstanden werden und wie sich dieses Verständnis im Kontext demografischer Variablen wie Alter und Herkunft verhält.
4.3. Stilistische Funktionen von Anglizismen
Nachdem die Funktionen der Sprachwahl im Allgemeinen erläutert wurden, werden jetzt die stilistischen Funktionen nach Galinsky näher betrachtet (Galinsky 1963: 98 ff). Der Linguist unterscheidet dabei zwischen den folgenden Funktionen von Anglizismen, von denen oftmals mehrere gleichzeitig erfüllt werden: Lokalkolorit, Sprachökonomie, Verschleierung, Lebendigkeit, Bildhaftigkeit, Ton und Ausdrucksvariation.
1. Lokalkolorit: Der Begriff Kolorit bezeichnet in diesem Zusammenhang die Färbung der Sprache, und zwar die der englischen im Speziellen. Durch den Gebrauch von Anglizismen sollen Eigenschaften der Marke bzw. des Produkts in die Sprache übertragen werden und dadurch eine Assoziation mit den USA hervorrufen (Bohmann 1996: 179 ff). Es soll somit eine „American atmosphere” ausgestrahlt werden, wie beispielsweise bei der Verwendung von Wörtern wie Coke oder College (Galinsky 1963: 101). Durch Anglizismen versucht man demnach, eine ganz bestimmte Atmosphäre zu vermittelt (Yang 1990: 118), denn besonders das Englische verleiht ein gewisses internationales Flair (Störiko 1995: 455).
2. Sprachökonomie: Dieser Aspekt beschreibt den Vorteil der Kürze und Präzision, welcher durch Anglizismen erreicht werden kann. Galinsky nennt ihn auch „Bezeichnungsgenauigkeitsaspekt“ (Galinsky 1963: 105). Ziel ist es, mit geringem sprachlichem Aufwand einen maximalen Effekt zu erzielen (Pfitzner 1978: 161 ff). Durch das Englische können z.B. Inhalte ausgedrückt werden, die es im Deutschen in dieser Form nicht gibt (Galinsky 1963: 105), denn manche Anglizismen tragen Denotationen sowie Konnotationen, die deutsche Wörter nicht besitzen (Pfitzner 1978: 161 ff). Bohmann findet heraus, dass Ausdrücke wie airbag von der Mehrheit der Befragten als international und modern beschrieben werden, während Luftsack einfach nur als lächerlich empfunden wird (Bohmann 1996: 210 ff). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sprachökonomie ist die Tatsache, dass es bei vielen neuen Produkten oftmals einfacher ist, den englischen Ausdruck zu übernehmen, als erst eine deutsche Entsprechung finden zu müssen (Fink, Fijas, Schons 1997: 59 ff).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Werbeanglizismen ein und stellt die zentrale Fragestellung der Magisterarbeit dar: Verstehen die Konsumenten die fremdsprachigen Elemente in der Werbung?
2. Anglizismus: Begriff und Geschichte: Dieses Kapitel liefert grundlegende Definitionen von Anglizismen, beleuchtet verschiedene Entlehnungstypen und diskutiert den historischen Hintergrund sowie die Entwicklung von Anglizismen im Deutschen.
3. Forschungsstand: Hier wird ein detaillierter Überblick über die bisherige linguistische Forschung gegeben, wobei sowohl Studien aus der ehemaligen BRD als auch der DDR sowie spezielle Untersuchungen zu Werbeanglizismen betrachtet werden.
4. Anglizismen in der Werbung: Das Kapitel behandelt die Gründe für die hohe Präsenz von Anglizismen in der Werbung, definiert den Begriff Slogan und analysiert die stilistischen Funktionen sowie das Spannungsfeld zwischen Verständlichkeit und Werbewirksamkeit.
5. Eigene Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Hypothesen und die detaillierte Auswertung der eigens für diese Arbeit durchgeführten empirischen Studie zum Verständnis von 15 ausgewählten Werbeslogans.
6. Schadet zu viel Englisch der deutschen Sprache?: Hier wird die Frage des Sprachschutzes in Deutschland thematisiert und es werden aktuelle Tendenzen beleuchtet, die auf eine Rückbesinnung zu deutschsprachigen Werbeslogans hindeuten.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des englischen Einflusses auf die deutsche Sprache.
8. Bibliographie der zitierten Literatur: Dieses Kapitel führt das gesamte verwendete Quellenmaterial inklusive Lexika, Fachliteratur und Internetquellen auf.
Werbung, Anglizismen, Werbeslogans, Sprachwandel, Empirische Untersuchung, Sprachverständnis, Konsumenten, Sprachwahl, Werbewirkung, Sprachwissenschaft, Fremdwörter, Internationalität, Moderne, Sprachökonomie, Markenimage.
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Verwendung englischer Wörter in deutscher Werbung und untersucht, ob diese fremdsprachigen Slogans von den Konsumenten tatsächlich verstanden werden.
Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen zur Definition und Geschichte von Anglizismen mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand zu Werbeanglizismen und einer eigenen empirischen Analyse.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Werbeanglizismen auf das Verständnis der Konsumenten zu prüfen und zu untersuchen, ob Werbebotschaften trotz mangelnden Verständnisses ihre werbliche Wirkung entfalten können.
Es wurde eine empirische Fragebogenstudie durchgeführt, in der 100 Probanden 15 aktuelle Werbeslogans bewerten und übersetzen mussten. Die Daten wurden anschließend mit der Statistiksoftware SPSS ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, eine Analyse der stilistischen Funktionen von Anglizismen in der Werbung sowie die detaillierte Beschreibung und Auswertung der eigenen empirischen Studie.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Werbeanglizismen, Sprachverständnis, Konsumentenpsychologie, Werbesprache und Sprachwandel charakterisiert.
Die Untersuchung bestätigt, dass Probanden aus den alten Bundesländern im höheren Alter mehrheitlich bessere Kenntnisse aufweisen als gleichaltrige Teilnehmer aus den neuen Bundesländern.
Viele der untersuchten Slogans werden von der Mehrheit der Konsumenten nicht korrekt verstanden, was darauf hindeutet, dass das wortwörtliche Verständnis oft hinter die Erzeugung von Assoziationen und Aufmerksamkeit zurücktritt.
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