Masterarbeit, 2022
105 Seiten, Note: 2,1
Einleitung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Politik und Film
3.1 Verhältnis Film und Politik
3.2. Macht
3.3. Figurenkonstellationen
4. Der Animationsfilm
4.1. Was ist ein Animationsfilm?
4.2. Gattung oder Genre?
4.3. Geschichte des Animationsfilms
4.4. Geschichte der Walt Disney Company
5. Vorgehensweise und Untersuchungsgegenstand
5.1. Methodik
5.2. Pocahontas
5.2.1. Inhaltsangabe
5.2.2. Mythos
5.3. Zoomania
5.3.1. Inhaltsangabe
6. Analyse der Filme
6.1. Analyse Pocahontas
6.1.1. Inhalt und Repräsentation
6.1.2. Narration und Dramaturgie
6.1.3. Figuren und Akteure
6.1.4. Ästhetik und Gestaltung
6.1.5. Kontexte
6.2. Analyse Zoomania
6.2.1. Inhalt und Repräsentation
6.2.2. Narration und Dramaturgie
6.2.4. Ästhetik und Gestaltung
6.2.5. Kontexte
7. Vergleich und Auswertung der Ergebnisse
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern politische Themen in Animationsfilmen dargestellt werden, wobei der Fokus auf dem Machtbegriff sowie den Machtbeziehungen zwischen den Figuren liegt. Anhand der Disney-Animationsfilme "Pocahontas" (1995) und "Zoomania" (2016) wird analysiert, wie Machtverhältnisse filmisch in Szene gesetzt werden, um die Forschungslücke zur Darstellung politischer Aspekte innerhalb des Animationsfilms zu schließen.
3.2. Macht
Macht ist untrennbar mit Politik verbunden, da sie als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele dienen kann (vgl. Weber 1980). Diese von Max Weber stammende Definition ist bei weitem die bekannteste Begriffsbestimmung von Macht: „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“ (Weber 1980, 28).
In der politischen Theoriegeschichte sind aber noch weit mehr Überlegungen zu dem Begriff Macht angestellt worden (vgl. Nuy 2017, 27).
Ein Theoretiker, der sich von den klassischen, juristischen und institutionellen Modellen von Macht konsequent abgewandt hat und einen ganz neuen Machtbegriff entwickelt hat, ist der französische Philosoph Michel Foucault (vgl. Stockhammer 2009, 220; Foucault 1987, 243). Foucault kann der Postmoderne und dem Poststrukturalismus zugeordnet werden (vgl. ebd., 214). Er selbst hätte dieser Einordnung jedoch vehement widersprochen, da er von vorschnellen Kategorisierungen wenig hielt (vgl. Kneer 2012, 265). Sein Ziel war es stets, eine machttheoretische Diagnose der modernen Gesellschaft abzugeben, da er der Meinung war, dass diese einen tiefgreifenden Wandel in Bezug auf die Machtbeziehungen vollzogen hat (vgl. Kneer 2012, 270). Er hat ein in seiner Gesamtheit umfangreiches Werk hinterlassen und sich in seinen Arbeiten auf viele unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen wie Geschichte, Philosophie und Soziologie berufen, was es so schwierig macht, sie zu kategorisieren (vgl. Stockhammer 2009, 219). Doch gerade diese Multidisziplinarität seiner Theorien macht seine Machtanalyse aus und hebt ihn von anderen Theoretiker*innen ab (vgl. ebd.). Foucaults Machtkonzept ist als revolutionär und auch radikal anzusehen, da er durch seinen ontologischen Zugang die Möglichkeit hat, gleichzeitig zu behaupten „Macht ist überall“ (Foucault 1983, 114) und ihre Existenz vollständig zu leugnen (vgl. Foucault 1999, 38; Schneider 2004, 167).
Einleitung: Einführung in das Thema, die Relevanz von Animationsfilmen für Erwachsene und die Fragestellung der Arbeit.
2. Aktueller Forschungsstand: Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Animationsfilm und die bestehende Literaturlage zu Politik in diesem Medium.
3. Politik und Film: Theoretische Grundlagen zur Interaktion von Politik und Film sowie die Definition des Machtbegriffs nach Foucault und die Analyse von Figurenkonstellationen.
4. Der Animationsfilm: Definition des Animationsfilms, dessen Einordnung als Gattung oder Genre sowie ein historischer Überblick inklusive der Geschichte von Disney.
5. Vorgehensweise und Untersuchungsgegenstand: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Einführung der Untersuchungsgegenstände "Pocahontas" und "Zoomania".
6. Analyse der Filme: Detaillierte Filmanalyse beider Werke unter Berücksichtigung von Inhalt, Narration, Figuren, Ästhetik und Kontexten.
7. Vergleich und Auswertung der Ergebnisse: Synthese der Analyseergebnisse und Prüfung der Anwendbarkeit des Machtbegriffs nach Foucault.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Anregungen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Animationsfilm, Politik, Macht, Michel Foucault, Pocahontas, Zoomania, Filmanalyse, Figurenkonstellation, Disney, Herrschaft, Repräsentation, Narration, Machtbeziehungen, Medientheorie, Politainment.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung von Politik in Animationsfilmen und untersucht explizit, wie Machtbeziehungen zwischen den Figuren in den beiden Disney-Filmen "Pocahontas" und "Zoomania" inszeniert werden.
Die zentralen Felder sind die Definition von Macht nach Foucault, die Analyse von Figurenkonstellationen in Filmen sowie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit politisch sensiblen Themen bei Disney.
Das primäre Ziel ist es, die Forschungslücke zur Darstellung von Politik in Animationsfilmen zu schließen und aufzuzeigen, wie visuelle Gestaltungsmittel zur Visualisierung von Machtverhältnissen beitragen.
Es wird eine filmanalytische Methode in Anlehnung an Lothar Mikos verwendet, die durch eine vergleichende Analyse der Machtverhältnisse auf verschiedenen Ebenen und unter Einbeziehung des Machtbegriffs nach Michel Foucault ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Politik und Film, eine historische Einordnung des Animationsfilms sowie eine detaillierte, vergleichende Analyse der beiden Haupt-Fallbeispiele.
Wichtige Begriffe sind Animationsfilm, Macht, Michel Foucault, Politische Kulturforschung, Figurenkonstellation und Filmanalyse.
Diese Filme wurden ausgewählt, weil sie politische Themen behandeln und von derselben Produktionsfirma (Disney) stammen, aber zeitlich weit auseinanderliegen, was einen Vergleich möglicher Entwicklungen in der Darstellung ermöglicht.
Während "Pocahontas" historische Machtkonflikte thematisiert und stärker hierarchische Strukturen aufweist, bildet "Zoomania" gesellschaftliche Vorurteile und systemische Machtstrukturen in einer urbanen Gemeinschaft ab.
Die Technik (Zeichentrick bei Pocahontas vs. Computeranimation bei Zoomania) beeinflusst die visuelle Gestaltung und die Möglichkeiten der Figurenzeichnung, was wiederum die Inszenierung und Wahrnehmung von Macht auf der Bildebene maßgeblich prägt.
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