Bachelorarbeit, 2020
42 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Diversifikationsmethoden
2.1. Moderne Portfoliotheorie
2.1.1. Erwartungswert-Varianz-Portfolio
2.1.2. Minimum-Varianz-Portfolio
2.2. Heuristische Ansätze
2.2.1. Gleichgewichtung
2.2.2. Gewichtung nach Marktkapitalisierung
2.2.3. Umsatzgewichtung
3. Deskriptive Analyse und empirische Untersuchung
3.1. Auswahl der Anlagen und deskriptive Statistik
3.2. Vorgehensweise und Ergebnisse
4. Diskussion
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die empirische Performance von zwei klassischen und fünf alternativen Diversifikationsmethoden am deutschen Mid-Cap-Aktienmarkt, um herauszufinden, ob alternative Ansätze eine zuverlässige Outperformance gegenüber konventionellen Modellen ermöglichen.
1. Einleitung
Der Nobelpreisträger Harry Markowitz bezeichnete die Diversifikation als „the only free lunch in investing“1. Er legt das Konzept vor, dass sich das Risiko eines Portfolios aus Finanzanlagen durch die Addition weiterer Anlagen vermindern lässt.2 Seine moderne Portfoliotheorie, die sowohl die Rendite- als auch die Risikoeigenschaften der Wertpapiere berücksichtigt, wird bis heute als Grundlage für die effiziente Diversifikation von Aktien benutzt. Trotz ihrer theoretischen Überlegenheit ist ihre Anwendung in der Praxis jedoch nicht ohne Weiteres gewährleistet.3
Seit deren Konzipierung im Jahr 1952 wurden neue Verfahren entwickelt, die versuchen, die empirische Schwächen des Markowitzschen Modells bei der Vermögensaufteilung zu bewältigen. Diese alternative Diversifikationsmethoden basieren sowohl auf theoretisch fundierten Befunden als auch auf heuristischen Entscheidungsregeln. In der Literatur herrscht jedoch Uneinigkeit, ob sie in der Praxis besser oder schlechter als der klassische Ansatz abschneiden.4 Viele Studien kommen unter unterschiedlichen Bedingungen zu andersartigen Ergebnissen.
Aus diesem Grund erforsche ich in meiner Arbeit die empirische Performance von zwei herkömmlichen und fünf alternativen Diversifikationsmethoden. Vertreter der modernen Portfoliotheorie sind der Erwartungswert-Varianz- und der Minimum-Varianz-Optimierungsansatz. Beide Modelle erweitere ich zudem durch die General Variance-Based Gewichtsbeschränkung, die unrealistische Portfoliozusammenstellungen verhindern soll.5 Im Gegensatz dazu werden Verfahren getestet, die zum Ziel die Vereinfachung des Investitionsprozesses haben – die Marktkapitalisierungs-, die Umsatz- sowie die Gleichgewichtung.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Portfoliodiversifikation ein und stellt die Forschungsfrage zur empirischen Performance verschiedener Optimierungsansätze am Mid-Cap-Markt.
2. Diversifikationsmethoden: Es werden die theoretischen Grundlagen der modernen Portfoliotheorie sowie verschiedene alternative Heuristiken zur Portfoliooptimierung erläutert.
3. Deskriptive Analyse und empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der MDAX-Unternehmen und präsentiert die erzielten Ergebnisse.
4. Diskussion: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden interpretiert und in den Kontext bestehender wissenschaftlicher Literatur sowie der Marktrealität gesetzt.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der untersuchten Diversifikationsmodelle und gibt Empfehlungen für weiterführende Forschungsansätze.
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Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Diversifikationsmethoden – sowohl klassische als auch alternative Ansätze – beim Aufbau eines Portfolios mit deutschen Mid-Cap-Aktien performen.
Im Zentrum stehen die moderne Portfoliotheorie, heuristische Gewichtungsmethoden, das Management von Schätznisiken sowie der Vergleich der erzielten risiko-adjustierten Renditen.
Die Arbeit untersucht, ob alternative Diversifikationsmethoden am deutschen Mid-Cap-Markt allgemein besser oder schlechter als die klassischen, auf der modernen Portfoliotheorie basierenden Verfahren abschneiden.
Es werden empirische Analysen auf Basis historischer Renditedaten von MDAX-Aktien durchgeführt, wobei Optimierungsalgorithmen in Excel zur Anwendung kommen, um verschiedene Portfoliogewichtungen zu simulieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der verschiedenen Modelle (EV, MV, Gleichgewichtung etc.) und eine detaillierte empirische Untersuchung, die Kennzahlen wie die Sharpe Ratio für die Performance-Bewertung nutzt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Portfoliodiversifikation, Marktkapitalisierung, Effizienz, Risiko-Rendite-Profil und Performance-Messung geprägt.
Im Gegensatz zu vielen internationalen Studien konzentriert sich diese Arbeit explizit auf den deutschen Mid-Cap-Sektor (MDAX) und betrachtet die praktische Anwendbarkeit einfacher Heuristiken für Privatanleger.
Modelle, die auf dem Verzicht historischer Renditeschätzungen basieren, weisen tendenziell geringere Schätzrisiken auf, wobei die Ergebnisse verdeutlichen, dass einfache Vereinfachungsmethoden in der Praxis durchaus wettbewerbsfähig sein können.
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