Diplomarbeit, 2008
130 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Definition(en) von Familie
3 Definition von Bildung
4 Die Familie im Wandel
4.1 Die Familie im historischen Wandel
4.2 Familie(nformen) im sozialen Wandel – Die Individualisierungsthese
4.2.1 Weitere theoretische Erklärungsansätze für den sozialen Wandel der Familie
4.2.2 Die Rollenverteilung innerhalb der Familie - Karrierefrauen und Hausmänner
5 Zur Bedeutung verschiedener Familienformen
5.1 Die traditionelle Kleinfamilie
5.2 Die Ein-Eltern-Familie
5.3 Patchwork- und Stief-Familien
5.4 Die Benachteiligung verschiedener Familienformen
6 Funktionsverlust oder Funktionsverlagerung?
6.1 Die Funktionen der Familie
6.2 Alltägliche Lebensführung
7 Sozialisation in der Familie
7.1 Verschiedene Aspekte der Sozialisation
7.1.1 Erziehungsstile
7.1.2 Zum Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen
7.1.3 Geschlechterrollen
7.1.4 Die besondere Bedeutung der Geschwister
7.2 Gesellschaftliche Sozialisation: der Habitus
7.3 Sozialisation in Schule und Gleichaltrigengruppe
8 Familie und soziale Ungleichheit
8.1 Der soziale Raum nach Pierre Bourdieu
8.2 Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital
8.2.1 Kulturelles Kapital in der Familie
8.2.2 Soziales Kapital in der Familie
8.2.3 Das Konzept der intergenerativen Transferbeziehung
9 Bildungsverantwortung
9.1 Trennung von lebensweltlicher und institutioneller Bildung
9.1.1 Lebensweltliche Bildung von Kindern und Jugendlichen
9.1.2 Zum Zusammenhang von Lebenslage und Bildungserfolg
9.2 Überwindung der Differenz zwischen Elternhaus und Schule
9.2.1 Familienbildung - Elternbildung
9.2.2 Eine Schule für alle Kinder?
10 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Herkunftsfamilie auf den Bildungserwerb von Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit die Familie Bildungschancen eröffnet oder verwehrt und wie Bildungserfolge durch das familiäre Umfeld und soziale Ungleichheiten beeinflusst werden.
4.2.1 Weitere theoretische Erklärungsansätze für den sozialen Wandel der Familie
Die Abnahme der Häufigkeit der oben beschriebenen Kleinfamilie (Zwei- Eltern- Familie) kann aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Einerseits kann die Deinstitutionalisierungsthese verwendet werden, die besagt, dass die Anzahl der stabilen Normalfamilien zurückgeht und dies eine problematische Entwicklung ist. Andererseits kann die Veränderung hin zu „neuen“ Familienformen als eine steigende Möglichkeit der Individualisierung und als eine Pluralisierung der Lebensformen, zunächst völlig wertfrei, angesehen werden.
Die Deinstitutionalisierungsthese bezieht sich auf den kulturellen Bedeutungsverlust der Kleinfamilie. Familie als Institution bedeutet eine „richtige“ Familie, eine „normale“ Familie; mit diesen Formulierungen sind i.d.R. konkrete und allgemein anerkannte Anforderungen und Ideale verbunden. Der institutionelle Wandel einer Familie erfolgt genau auf dieser Ebene, die Ideale, Anforderungen und Vorstellungen einer „normalen“ Familie verändern sich, so dass das bisher gültige Bild nicht mehr aktuell ist und der Familientyp Zwei- Eltern- Familie an Bedeutung verliert, da andere Lebensformen die Anforderungen, die die Gesellschaft an Familie stellt, evtl. besser erfüllen können. So entstehen für jede einzelne Person mehr Wahlmöglichkeiten, bezüglich der Familienform und der Lebenspartner, die aber in manchen Fällen auch eine Überforderung darstellen können, da die Sicherheit des traditionellen Familienbildes, und der damit einhergehenden Rollenverteilung, kaum noch vorhanden ist. Diesen Ansatz verfolgt auch die Theorie der sozialen Differenzierung.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Zusammenhang zwischen Herkunftsfamilie und Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung soziologischer Einflussfaktoren.
2 Definition(en) von Familie: Es werden verschiedene soziologische und statistische Definitionen von Familie diskutiert, wobei die individuelle Wahrnehmung und emotionale Bindung betont werden.
3 Definition von Bildung: Bildung wird als ein ganzheitlicher Prozess der Persönlichkeitsentwicklung verstanden, der über reines schulisches Fachwissen hinausgeht.
4 Die Familie im Wandel: Das Kapitel beleuchtet den historischen und sozialen Wandel der Familie und thematisiert Konzepte wie die Individualisierungsthese.
5 Zur Bedeutung verschiedener Familienformen: Hier werden unterschiedliche Familienmodelle wie die traditionelle Kleinfamilie, Ein-Eltern-Familien und Patchwork-Familien hinsichtlich ihrer Sozialisationsbedingungen analysiert.
6 Funktionsverlust oder Funktionsverlagerung?: Es wird kritisch diskutiert, ob Familie Funktionen verliert oder diese lediglich an andere Institutionen verlagert werden.
7 Sozialisation in der Familie: Die Rolle von Erziehungsstilen, Leseverhalten, Geschlechterrollen, Geschwistern und dem Habitus für die individuelle Sozialisation wird erörtert.
8 Familie und soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel verknüpft Familiensoziologie mit Bourdieus Theorie der Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial) und deren Einfluss auf Bildungsbiografien.
9 Bildungsverantwortung: Es wird die Trennung von lebensweltlicher und institutioneller Bildung sowie die Rolle der Familienbildung und Schulkonzepte zur Chancengleichheit untersucht.
10 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Bildungserfolge ein Zusammenspiel verschiedener Institutionen erfordern und soziale Ungleichheit durch die Familie maßgeblich mitgeprägt wird.
Familie, Bildung, soziale Ungleichheit, Sozialisation, Lebenswelt, Habitus, kulturelles Kapital, soziales Kapital, Kleinfamilie, Individualisierung, Bildungserfolg, meritokratisches Prinzip, Familienbildung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Herkunftsfamilie auf den Bildungserwerb von Kindern und Jugendlichen und beleuchtet das Zusammenspiel von familialer Sozialisation und Bildungschancen.
Zu den Schwerpunkten zählen der historische und soziale Wandel der Familie, verschiedene Familienformen, die Theorie des Kapitals nach Pierre Bourdieu sowie die Unterscheidung zwischen lebensweltlicher und schulischer Bildung.
Die zentrale Frage lautet: Inwieweit beeinflusst die Herkunftsfamilie den Bildungserwerb von Kindern und Jugendlichen?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Theorien, ergänzt durch die Auswertung empirischer Daten und Studien zur Sozialisation.
Im Hauptteil werden Funktionen der Familie, Sozialisationsaspekte wie Erziehungsstile und Habitus sowie die Bedeutung von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital für den Bildungserfolg analysiert.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Familie, Bildung, soziale Ungleichheit, Sozialisation, kulturelles Kapital und das meritokratische Prinzip.
Bourdieu dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, wie unterschiedliches Kapital (ökonomisch, kulturell, sozial) in Familien ungleiche Startchancen für Kinder generiert und wie sich dies im Bildungssystem niederschlägt.
Mareike Schmid plädiert für eine engere Vernetzung von Familie und Schule sowie für präventive Konzepte der Familienbildung, um die Diskrepanz zwischen lebensweltlichen Erfahrungen und schulischen Anforderungen zu verringern.
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