Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Datengrundlagen und methodisches Vorgehen
2. Armut – Soziale Ungleichheit
2.1 Der Ressourcenansatz
2.2 Der Lebenslagenansatz
2.3 Amartya Sens Konzept der Verwirklichungschancen
3. Gesundheit und Krankheit
4. Schnittstellen von Armut und Gesundheit
4.1 Einkommen
4.1.1 Einfluss des Einkommens auf Morbidität und Mortalität
4.1.2 Einfluss des Einkommens auf das Gesundheitsverhalten
4.2 Bildung
4.2.1 Einfluss der Bildung auf Morbidität und Mortalität
4.2.2 Einfluss der Bildung auf das Gesundheitsverhalten
4.3 Arbeit und Gesundheit
4.3.1 Statusabhängige Arbeitsunfähigkeit und Krankheit
4.3.2 Denk- und Erklärungsansätze
4.4 Gesundheitliche Konsequenzen von Arbeitslosigkeit
4.4.1 Krankheitsrisiken und erhöhte Sterblichkeit
4.4.2 Arbeitslosigkeit und Gesundheitsverhalten
4.5 Alleinerziehende
4.5.1 Krankheiten und Beschwerden
4.5.2 Gesundheitsverhalten Alleinerziehender
4.6 Kinder und Jugendliche
4.6.1 Entwicklungsstörungen & Krankheiten
4.6.2 Gesundheitsverhalten
4.7 Alte Menschen
4.7.1 Krankheitsentwicklung im Alter
4.7.2 Lebenslage und Gesundheit
4.8 Migration und Gesundheit
4.8.1 Gesundheitliche Lage
4.8.2 Gesundheitsverhalten
5. Erklärungsansätze gesundheitlicher Ungleichheit
5.1 Das makro-soziologische Kausalitätsmodell
5.1.1 Die erste Ebene – Soziale Schicht
5.1.2 Die zweite Ebene: Soziale Lage
5.1.3 Die dritte Ebene: Lebensstile
5.2 Der meso-soziologische Ansatz
5.3 Zur Problematik von Kausationsmodellen
6. Sozial- und Bildungspolitik
6.1 Einkommensumverteilungspolitik
6.1.1 Einkommensverteilungsarten
6.1.2 Politische Beeinflussung der Einkommensverteilung
6.1.3 Verteilungsungleichheit und Hartz IV
6.2 Arbeitsmarktpolitik
6.2.1 Aktivierende Arbeitsmarktpolitik
6.2.2 Arbeit, Arbeitsmarktpolitik und Gesundheit
6.3 Bildungspolitik
7. Gesundheitspolitik
7.1 Präventionspolitik
7.1.1 Primärprävention
7.1.2 Gesundheitsförderung und Salutogenese
7.1.3 Theoretische Intervention
7.1.4 Akteure & Richtlinien
7.1.5 Praktische Intervention: Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“
7.2 Ungleichheit in Krankenversicherung und –versorgung
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit analytisch zu durchdringen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie ein niedriger sozialer Status die individuelle Verfassung beeinflusst und wie der Staat auf diese gesundheitliche Ungleichheit reagiert.
4.1 Einkommen
Das individuelle bzw. Haushaltsnettoeinkommen ist bei den verschiedenen Armutsdefinitionen generell der am meisten ausschlaggebende Faktor. Ein ähnlich bedeutsamer Zusammenhang zeigt sich zwischen Einkommens- und gesundheitlicher Ungleichheit; für die Ursachenanalyse stehen dabei zwei gegenläufige Erklärungsmuster zur Verfügung (Heinzel-Gutenbrunner 2001).
So behauptet die „Selektionshypothese“, Krankheit bewirke Armut, was beispielsweise dadurch untermauert werden kann, dass ein Drittel aller Kündigungen aus Krankheitsgründen erfolgt. Außerdem wird der begrenzte Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung als Grund angeführt. Dagegen sieht die „Kausationshypothese“ Armut als Verursacher von Krankheit und belegt dies durch die nachweislich höheren Belastungen in der Gruppe der geringeren Einkommensempfänger, also z.B. schlechte Wohnverhältnisse, schwere körperliche Tätigkeiten im Beruf sowie ungesunde oder Mangelernährung. Darüber hinaus ist empirisch nachweisbar, dass Armut im Kindesalter ein höheres Morbiditätsrisiko in späteren Jahren zur Folge hat.
Es steht zu vermuten, dass beide Hypothesen zutreffend sind und dass sie sich in tatsächlichen Lebenslagen mitunter sogar gegenseitig potenzieren.
0. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des analytischen Fokus auf die Korrelation zwischen Armut und Gesundheit.
1. Datengrundlagen und methodisches Vorgehen: Vorstellung der verwendeten Studien und Erhebungsinstrumente zur sozialepidemiologischen Analyse.
2. Armut – Soziale Ungleichheit: Definition und Operationalisierung des Armutsbegriffs durch verschiedene wissenschaftliche Ansätze.
3. Gesundheit und Krankheit: Theoretische Abgrenzung der Gesundheitsbegriffe aus medizinischer, psychologischer und soziologischer Sicht.
4. Schnittstellen von Armut und Gesundheit: Detaillierte Analyse der Auswirkungen von Einkommen, Bildung, Arbeit und sozialen Statusmerkmalen auf die Gesundheit.
5. Erklärungsansätze gesundheitlicher Ungleichheit: Vorstellung soziologischer Modelle, die den Zusammenhang zwischen Schichtzugehörigkeit und Krankheitsrisiken begründen.
6. Sozial- und Bildungspolitik: Kritische Auseinandersetzung mit den steuernden Auswirkungen von Umverteilungspolitik, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.
7. Gesundheitspolitik: Untersuchung präventiver Ansätze und Interventionen zur Minderung gesundheitlicher Ungleichheit.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Handlungsmöglichkeiten in der Sozialarbeit angesichts der strukturellen Kopplung von Armut und Krankheit.
Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Einkommen, Bildung, Arbeitslosigkeit, Sozialpolitik, Prävention, Lebenslagenansatz, Salutogenese, Krankheitsrisiko, Morbidität, Mortalität, Gesundheitsverhalten, Soziale Arbeit.
Die Arbeit analysiert den komplexen Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit unter sozialpolitischen Gesichtspunkten.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen von ökonomischen Ressourcen, Bildungschancen und Arbeitsbedingungen auf die gesundheitliche Verfassung der Bevölkerung.
Das Ziel ist zu klären, ob ein niedriger sozialer Status Krankheit verursacht und wie der Sozialstaat auf die daraus resultierende gesundheitliche Ungleichheit reagiert.
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Auswertung bestehender sozialepidemiologischer Daten und Berichte des Robert-Koch-Instituts sowie politischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Schnittstellen (Einkommen, Arbeit, Migration, Alter) und die Erläuterung theoretischer Kausalitätsmodelle.
Soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Prävention, prekäre Beschäftigung und strukturelle Benachteiligung.
Bildung wirkt sich als wesentliche Dimension der Lebenslage direkt auf die Arbeitsmarktchancen und damit indirekt auf die körperliche sowie psychische Gesundheit aus.
Es verdeutlicht, dass Sozialarbeiter eine aktive beratende Rolle bei der Begleitung benachteiligter Klienten einnehmen müssen, um trotz struktureller Probleme gesundheitsförderliche Wege aufzuzeigen.
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