Bachelorarbeit, 2023
32 Seiten, Note: 1,3
1 Thematische Einführung
2 Arbeitsmarkt Diskriminierung
2.1 Ethnisch klingender Name als erster Anhaltspunkt für Diskriminierung
2.2 Phänotypische Merkmale
2.3 Ausmaß der ethnischen Diskriminierung nach dem Rückruf
3 Arbeitsmarkt Diskriminierung von Hispanoamerikanern
4 Empirische Analyse
4.1 Deskriptive Analyse
4.2 Prüfung der Forschungsfrage
5 Diskussion der Daten
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des ethnischen Hintergrunds auf die Einstellungschancen von Individuen auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt, mit einem besonderen Fokus auf die hispanoamerikanische Bevölkerung. Ziel ist es, das Ausmaß der Diskriminierung in verschiedenen Phasen des Bewerbungsprozesses zu identifizieren und die ökonomischen Auswirkungen dieser Benachteiligung zu analysieren.
2.1 Ethnisch klingender Name als erster Anhaltspunkt für Diskriminierung
Ethnisch klingende Namen wurden sowohl in den Vereinigten Staaten (vgl. Bertrand & Mullainathan, 2004) als auch in Europa (vgl. Kaas & Manger, 2014) als direkter Vorläufer von Diskriminierung im Beschäftigungsbereich nachgewiesen. In der Studie von Derous & Ryan (2016) wurde gezeigt, dass Lebensläufe von Bewerbern mit arabisch klingenden Namen weniger positive Rückmeldungen (d. h. Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch im Anschluss an das Lebenslaufscreening) erhielten als solche mit typisch weiß klingenden Namen. So berichten beispielsweise Bewerber in Belgien wiederholt, dass sie erst dann eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhielten, wenn sie ihren arabisch klingenden Namen im Lebenslauf (z. B. Mohamed El Ali) in einen eher flämisch klingenden Namen (z. B. Matthijs de Wever) geändert hatten (vgl. Derous & Ryan, 2016). Bertrand und Mullainathan (2004) haben in ihrem Experiment versucht darzulegen, wie die unterschiedlichen Rückrufquoten in den Vereinigten Staaten zwischen afroamerikanisch klingenden Namen und weiß klingenden Namen ausfallen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, erstellten sie ein Feldexperiment, das auf der Methode des Korrespondenztests basiert. Es werden hierbei Lebensläufe an Stellenangebote in Zeitungen aus Chicago und Boston verschickt, womit die Rückrufquote für jeden verschickten Lebenslauf gemessen wird. Die Manipulation der Bewerbungen für das Experiment besteht darin, die Bewerbernamen in fiktive andere zu verändern. Der Hälfte der Lebensläufe wurden nach dem Zufallsprinzip sehr "weiß" klingende Namen zugewiesen (z. B. Emily Walsh oder Greg Baker), während die andere Hälfte sehr "afroamerikanisch" klingende Namen erhielt (z.b. Lakisha Washington oder Jamal Jones).
1 Thematische Einführung: Einführung in die Problematik ethnischer Diskriminierung auf dem US-Arbeitsmarkt und Definition der Forschungsfragen.
2 Arbeitsmarkt Diskriminierung: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Diskriminierung, etwa durch Namen oder phänotypische Merkmale.
3 Arbeitsmarkt Diskriminierung von Hispanoamerikanern: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen und sozioökonomischen Faktoren für Hispanoamerikaner im US-Kontext.
4 Empirische Analyse: Durchführung einer deskriptiven statistischen Auswertung und Prüfung der Forschungsfrage mittels Zensus-Daten.
5 Diskussion der Daten: Kritische Reflexion der Herausforderungen bei der Erhebung ethnischer Daten und der Kategorisierung von Personengruppen.
6 Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Forderung nach kontinuierlicher Forschung zur Bekämpfung ethnischer Diskriminierung.
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Die Arbeit untersucht, wie der ethnische Hintergrund die Einstellungschancen von Bewerbern auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt beeinflusst.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der hispanoamerikanischen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten.
Das Ziel ist es, das Ausmaß der Diskriminierung im Bewerbungsprozess zu identifizieren und die daraus resultierenden Unterschiede in Berufsstatus und Einkommen statistisch zu untermauern.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit der Auswertung von empirischen Daten, insbesondere durch eine deskriptive statistische Analyse unter Nutzung von US-Zensus-Daten aus dem Jahr 2021.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Diskriminierungsmechanismen (z.B. ethnisch klingende Namen) und eine anschließende empirische Untersuchung sozioökonomischer Ungleichheiten mittels Regressionsanalysen.
Die Arbeit diskutiert, wie sichtbare Merkmale wie die Hautfarbe neben dem Namen als Diskriminierungsfaktor im Bewerbungsprozess wirken können.
Die Analyse ist komplex, da Hispanoamerikaner als Bevölkerungsgruppe unterschiedlichen ethnischen Hintergründen und Hautfarben angehören können, was die eindeutige statistische Erfassung erschwert.
Die Daten zeigen, dass Personen aus der Mehrheitsbevölkerung tendenziell höhere Berufs-Prestige-Werte und ein höheres Einkommen erzielen als Hispanoamerikaner.
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