Diplomarbeit, 2009
131 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Naturparks und Tourismus
2.1 Definition, Ziele und Aufgaben eines Naturparks
2.2 Naturparktourismus - Definition eines Begriffes
2.3 Aktuelle Trends und Zielgruppen im Naturparktourismus
2.4 Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung im Naturparktourismus
2.5 Regionalökonomischer Nutzen von Naturparks
2.6 Einführung in die Einstellungs- und Erwartungsthematik
3 Der Naturpark Tiroler Lech
3.1 Lage und Historie des Naturparks Tiroler Lech
3.2 Tourismusentwicklung in Tirol und in der Naturparkregion
3.2.1 Tourismusentwicklung in Tirol
3.2.2 Tourismusentwicklung in der Naturparkregion Tiroler Lech
4 Methodik der Befragung
5 Befragungsergebnisse der Hotellerie im Naturpark Tiroler Lech
5.1 Gäste der Hotellerie im Naturpark Tiroler Lech
5.1.1 Gästeschichten im Naturpark Tiroler Lech
5.1.2 Urlaubsaktivitäten und Urlaubsmotive der Gäste im Naturpark
5.1.3 Fazit: Hotelgäste im Naturpark Tiroler Lech
5.2 Touristische Angebote des Naturparks Tiroler Lech
5.2.1 Infrastruktur des Naturparks Tiroler Lech
5.2.2 Freizeitangebote des Naturparks Tiroler Lech
5.2.3 Fazit Angebote und Einrichtungen des Naturparks Tiroler Lech
5.3 Einstellung der Hotellerie zum Naturparktourismus und zum Naturpark
5.3.1 Einstellung der Hotellerie zum Naturparktourismus allgemein
5.3.2 Einstellung der Hotellerie zum Naturpark Tiroler Lech
5.3.3 Fazit
5.4 Erwartungen an den Naturparktourismus und den Naturpark
5.4.1 Ökonomische Erwartungen der Hotellerie
5.4.2 Auswirkungen des Naturparks und Entwicklung der touristischen Region
5.4.3 Fazit Erwartungen an einen Naturpark Tiroler Lech
5.5 Fazit der Befragung
6 Handlungsempfehlungen für die Naturparkregion Tiroler Lech
6.1 Allgemeine Handlungsempfehlung für die Naturparkregion
6.2 Das touristische Angebot im Naturpark Tiroler Lech
6.3 Marketing des Naturparks Tiroler Lech
6.3.1 Innenmarketing
6.3.2 Außenmarketing und Destinationsmarkenbildung
6.4 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Einstellungen und Erwartungen der Hotellerie (3 bis 4 Sterne) im Naturpark Tiroler Lech gegenüber dem Naturpark und dem damit verbundenen Naturparktourismus zu untersuchen und herauszuarbeiten, inwiefern die Hotellerie als touristisches Bindeglied diese Entwicklung unterstützt.
2.1 Definition, Ziele und Aufgaben eines Naturparks
Um eine allgemein gültige Einteilung der verschiedenen Schutzgebietstypen zu erreichen, den Begriff des Schutzgebietes international zu definieren und zugleich für das jeweilige Schutzgebiet die beste Art des Managements zu bestimmen, führte die IUCN (International Union for Conservation of Nature) im Jahr 1974 ein System zur Kategorisierung der verschiedenen Schutzgebietstypen ein. Der Begriff des Schutzgebietes lässt sich auf der Basis dieses Kataloges folgendermaßen definieren:
„Ein Land- oder Meeresgebiet, das vor allem dem Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt gewidmet ist, sowie natürlicher und damit verbundener kultureller Ressourcen, und das durch gesetzliche oder andere effektive Maßnahmen verwaltet wird“.
Das erste grobe Einteilungssystem, bestehend aus zehn Kategorien, wurde im Jahr 1994 auf einer Generalversammlung in Buenos Aires überarbeitet und bot ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, alle Schutzgebiete über Landesgrenzen hinweg in nur mehr sechs Schutzgebietskategorien einzuteilen. Die Erarbeitung verschiedener Managementziele für die unterschiedlichen Schutzgebietstypen lässt eine eindeutige Abgrenzung der Schutzgebietsklassen untereinander zu.
Die verschiedenen Klassen geben dabei den unterschiedlichen Grad der menschlichen Eingriffe in das Gebiet an. So dienen die Kategorien I - III hauptsächlich der Einteilung für Schutzgebiete, in denen der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss hat. Die Kategorien IV - VI sind für Schutzgebiete vorgesehen, in denen der Mensch wesentlich an der Entstehung beteiligt ist. Ein Gebiet in Tirol mit der Bezeichnung „Naturpark“ kann demzufolge am besten in die Schutzgebietskategorie V „Protected Landscape/Seascape“ zugeordnet werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Naturparks als regionalökonomische Faktoren im alpinen Tourismus und formuliert das Ziel der Arbeit, die Perspektive der Hotellerie in diesem Kontext zu erfassen.
2 Naturparks und Tourismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff Naturpark, erläutert die verschiedenen Schutzkategorien sowie Nachhaltigkeitsprämissen und analysiert ökonomische Effekte sowie Trends für den Naturparktourismus.
3 Der Naturpark Tiroler Lech: Hier werden die Lage, die Historie sowie die touristische Entwicklung der Region Tiroler Lech detailliert dargestellt und in den Kontext des Schutzes durch NATURA 2000-Richtlinien gesetzt.
4 Methodik der Befragung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung, bestehend aus einer persönlich-schriftlichen Befragung unter den 3 bis 4-Sterne-Hoteliers der Region.
5 Befragungsergebnisse der Hotellerie im Naturpark Tiroler Lech: Die Ergebnisse präsentieren Gästeschichten, Angebote, Erwartungen und Einstellungen der Hotellerie zum Naturpark als Basis für die touristische Bewertung.
6 Handlungsempfehlungen für die Naturparkregion Tiroler Lech: Basierend auf den Befragungsergebnissen werden konkrete Maßnahmen für Innen- und Außenmarketing, Vernetzung und Qualitätssicherung zur Weiterentwicklung der Region vorgeschlagen.
Naturpark Tiroler Lech, Naturparktourismus, Hotellerie, Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit, Destination, Innermarketing, touristische Wertschöpfung, Gästebefragung, Alpenregion, Naturraum, touristische Infrastruktur, Kooperation, Zielgruppen, Erwartungsmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Einstellungen und Erwartungen der 3 bis 4-Sterne-Hoteliers in der Region Tiroler Lech gegenüber der touristischen Entwicklung und Positionierung als Naturpark.
Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen zum nachhaltigen Naturparktourismus und deren wirtschaftlicher Bedeutung mit einer empirischen Analyse des Status quo in der Naturparkregion Tiroler Lech.
Die zentrale Frage ist, wie die Hotellerie die Entwicklung zur Naturparkregion wahrnimmt, welche ökonomischen Erwartungen sie damit verknüpft und ob sie bereit ist, sich aktiv an der touristischen Positionierung zu beteiligen.
Der Autor führt eine persönlich-schriftliche Befragung bei 34 ausgewählten Hoteliers in der Region durch, wobei teils standardisierte Fragebögen mit Ratingskalen genutzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Ist-Zustandes der Tourismusentwicklung, die Vorstellung der Befragungsergebnisse zur Gästestruktur und Motivation sowie die Herleitung von Handlungsempfehlungen für das künftige Destinationsmarketing.
Zu den prägenden Begriffen zählen Naturparktourismus, regionale Wertschöpfung, Innenmarketing, Qualitätssicherung und die enge Verknüpfung von ökonomischer Entwicklung mit ökologischem Schutz.
Die Befragung zeigt, dass die Einrichtungen zwar dem Namen nach überwiegend bekannt sind, aber von vielen Hoteliers noch nicht selbst genutzt wurden, was häufig auf die hohe zeitliche Belastung im operativen Geschäft zurückzuführen ist.
Die Hoteliers sehen in der Marke eine große Chance zur touristischen Entwicklung und positionieren sich positiv gegenüber der Ausweisung, fordern jedoch eine professionellere Kommunikation und einheitliche Strukturen.
Es wird empfohlen, eine zentrale digitale Plattform als Informations- und Reservierungssystem zu etablieren, um die Vernetzung der Akteure zu stärken und die Zusammenarbeit der TVBs zu optimieren.
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