Bachelorarbeit, 2023
55 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Anerkennung
2.1. Sozialphilosophische Einordnung nach Honneth - Herleitung der Definition
2.2. Definition
2.3. Ausdruck von Anerkennung in Zeiten des Kapitalismus
3. Care-Arbeit
3.1. Entwicklung von Fürsorge-Arbeit in Deutschland
3.2. Definition „Care-Arbeit“
3.3. Arten von Care-Arbeit
3.4. Aktuelle Situation von Care-Arbeit in Deutschland
3.4.1. Private Fürsorge-Arbeit
3.4.1.1. Gender-Care-Gap
3.4.1.2. Gender Pension Gap
3.4.1.3. Gender-Pay-Gap
3.4.1.4. Gender Gap Arbeitsmarkt
3.4.2. Bezahlte Care-Arbeit
3.4.2.1. Beispiel Pflegekraft
3.4.2.1.1. Fiktives Fallbeispiel Pflegekraft
3.4.2.2. Beispiel Erzieherin in Kita
3.4.2.2.1. Konstruiertes Fallbeispiel Erzieherin
3.4.3. Ehrenamtliche Care-Arbeit
3.4.4. Zwischenfazit aktuelle Situation Care-Arbeit: Care-Arbeit ist Frauenarbeit
3.5. Anerkennung von Care-Arbeit
4. Das Bedingungslose Grundeinkommen
4.1. Definition
4.2. Kritik
4.3. BGE-Modell der BAG Grundeinkommen der Partei „DIE LINKE“
4.3.1. Übersicht
4.3.2. „Das emanzipatorische Grundeinkommen als Sozialdividende“
4.3.3. Zur Finanzierung
4.3.4. Einkommensberechnung
4.3.5. Sozialleistungen
4.4. Beispiel Pflegekraft mit BGE
4.5. Beispiel Erzieherin in Kita mit BGE
4.6. Zusammenfassende Betrachtung der Auswirkungen eines BGE auf die Fallbeispiele
5. Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) auf die Anerkennung von Care-Arbeit. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, inwiefern ein BGE zur Aufwertung dieser sozial relevanten Tätigkeiten beitragen kann, insbesondere unter Berücksichtigung der bestehenden finanziellen Benachteiligungen von Care-Arbeitenden.
3.4.2.1.1. Fiktives Fallbeispiel Pflegekraft
Frau Schnabel arbeitete, bevor sie Kinder bekam, als Pflegekraft für die Caritas. Ihr Mann arbeitet nach wie vor in der Metallbranche. Er verdient, dem Durchschnittsverdienst aus dem Jahr 2018 entsprechend 4398€ Brutto im Monat (vgl. Statista 2023a) .
Seit der Geburt des ersten Kindes sorgte Herr Schnabel für das Einkommen der Familie, während seine Frau die Kinder betreute. Da die beiden Kinder von Herrn und Frau Schnabel „aus dem Gröbsten raus“ sind und beide die Grundschule besuchen, würde Frau Schnabel gerne wieder in ihren alten Beruf einsteigen – um etwas für ihre Altersvorsorge zu tun, weil sie ihren Beruf gerne ausübte und auch „up-to-date“ zu bleiben – denn wenn die Kinder aus dem Haus sind, möchte sie nicht zuhause bleiben und sich eventuell im Bereich der Pflege noch fortbilden. Bisher stand der Familie 3106,24€ Nettoeinkommen (vgl. www.brutto-netto-rechner.info o. D.) durch die Arbeit von Herrn Schnabel und der Einordnung in Steuerklasse 3 zur Verfügung – gemäß der Versteuerungsgrundlage des Jahres 2022. Zusätzlich erhielten sie pro Kind Kindergeld in Höhe von 250€. Somit stand Familie Schnabel für die Finanzierung ihres Lebens inklusive aller anfallenden Kosten ein Geldbetrag von 3606,24€ zur Verfügung.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Sorgebedürftigkeit des Menschen sowie die geschlechtsspezifische Ungleichheit bei der Verteilung von Care-Arbeit und führt das Ziel der Arbeit ein, die Anerkennung dieser Arbeit durch ein BGE zu untersuchen.
2. Anerkennung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Anerkennung sozialphilosophisch auf Basis von Axel Honneths Theorie und diskutiert dessen Bedeutung im aktuellen kapitalistischen Kontext.
3. Care-Arbeit: Es erfolgt eine definitorische und historische Einordnung der Care-Arbeit, der aktuellen Situation in Deutschland und der Analyse spezifischer Berufsfelder wie Pflege und Erziehung anhand von Fallbeispielen.
4. Das Bedingungslose Grundeinkommen: Dieses Kapitel definiert das BGE, setzt sich kritisch mit Einwänden auseinander und stellt das Modell der BAG Grundeinkommen der Partei „DIE LINKE“ sowie dessen Auswirkungen auf die gewählten Fallbeispiele dar.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass ein BGE die finanzielle Position und damit die Verhandlungsmacht von Care-Arbeitenden stärken kann, weist jedoch auf die Notwendigkeit einer klaren Modellgestaltung hin.
Care-Arbeit, Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Anerkennung, Sozialdividende, Fürsorge, Gender-Care-Gap, Gender-Pay-Gap, Sozialstaat, Umverteilung, Gleichstellung, Pflegekraft, Erzieherin, Existenzsicherung, Sozialpolitik
Die Arbeit untersucht, ob ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) dazu beitragen kann, die geringe Anerkennung von Care-Arbeit zu verbessern und deren soziale Aufwertung zu fördern.
Die zentralen Themen sind Anerkennungstheorie, die ökonomische und soziale Situation der Care-Arbeit in Deutschland sowie das konkrete BGE-Modell der Partei „DIE LINKE“.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie ein BGE als Instrument für die Anerkennung und Aufwertung von Tätigkeiten im Care-Bereich dienen kann.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Anerkennungsformen mit einer Analyse von statistischen Daten und fiktiven Fallbeispielen, um hypothetische Auswirkungen eines BGE-Modells darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Anerkennung, die Analyse der Situation von Care-Arbeiterinnen (Pflege/Erziehung) sowie die detaillierte Darstellung und Anwendung des BGE-Modells der BAG Grundeinkommen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Care-Arbeit, Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), Anerkennung, Gender-Care-Gap und Umverteilung.
Die Beispiele von Frau Schnabel (Pflegekraft) und Frau Rose (Erzieherin) illustrieren, wie die finanzielle Abhängigkeit und das aktuelle Steuersystem Frauen in prekären Verhältnissen halten oder sie bei der Rückkehr in den Beruf benachteiligen.
Das Modell würde laut der Analyse eine finanzielle Absicherung bieten, die es ermöglicht, Arbeit flexibler zu gestalten und Rollenmodelle zwischen den Partnern gleichberechtigter aufzuteilen, ohne finanzielle Einbußen durch die Care-Arbeit zu befürchten.
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