Bachelorarbeit, 2009
53 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Stand der Forschung
1.3 Überblick: Physiogeographie Skandinaviens
1.3.1 Standorte
2. Untersuchungsmethoden
2.1 Geländearbeit
2.2 Bodenchemische, -physikalische Analysen
2.2.1 Korngrößenanalyse und Korngrößenparameter
2.2.2 pH-Wert
2.2.3 Organischer Kohlenstoff und Stickstoff
2.2.4 Dithionit- und oxalatlösliches Eisen
2.2.5 Kationenaustauschkapazität
2.2.6 Chloridtest
2.2.7 Messung der elektrischen Leitfähigkeit
3. Ergebnisse der Feldbodenkunde
3.1 Standortfaktoren
3.1.1 Bioklimatische Bedingungen
4. Ergebnisse der Laborarbeit
4.1 Profil 1: Halmstadt (Schweden)
4.2 Profil 2: Sognefjord (Norwegen)
4.3 Profil 3: Südkapp (Norwegen)
4.4 Profil 4: Hirtshals (Dänemark)
5. Diskussion und Bewertung
6. Zusammenfassung
7. Anhang
7.1 Bodenprofile und Kenndaten
7.2 Bodenkarten von Schweden und Norwegen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine vergleichende Analyse von Bodenprofilen an küstennahen skandinavischen Standorten neue Erkenntnisse über deren physikalische und chemische Beschaffenheit sowie die Einflussfaktoren der Bodenbildung unterhalb der natürlichen Waldgrenze zu gewinnen.
1.1 Problemstellung und Motivation
Die Erhaltung natürlicher Lebensräume mit einem spezifischen Wirkungsgefüge von Boden, Vegetation, Tierwelt, Wasser, Luft und Temperatur ist erstrebenswert. Das gilt auch für eine eventuelle Beeinflussung durch den Menschen. Böden sind damit selbstverständlich vor Zerstörung oder anthropogener Veränderung zu bewahrende Schutzgüter. Der konventionelle Naturschutz neigt dazu, Fauna und Flora als primäre Schutzgüter zu betrachten und die anderen Standortfaktoren als gegeben anzusehen. Besonders Böden werden daher oft nur oberflächig, manchmal sogar oberflächlich betrachtet. Dabei beinhaltet jeder Standort eine Entwicklungsgeschichte, die sich im Bodenprofil und den ausgebildeten Horizonten manifestiert.
Im Rahmen dieser Arbeit soll eine vergleichende Analyse von Bodenprofilen in Skandinavien neue Erkenntnisse über den Zustand der Böden im nordeuropäischen Raum bringen. Die Böden wurden während einer Exkursion nach Skandinavien im Sommer 2008 beprobt und anschließend im Bodenlabor des Departments für Geographie der LMU München analysiert.
1. Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse sowie die Fragestellungen zur Bodenbildung und den Eigenschaften an küstennahen Standorten Skandinaviens vor.
2. Untersuchungsmethoden: Erläutert die angewandten Feld- und Laborverfahren zur Analyse der Bodenprofile, inklusive der chemischen und physikalischen Parameter.
3. Ergebnisse der Feldbodenkunde: Beschreibt die untersuchten Bodenstandorte sowie die bioklimatischen Rahmenbedingungen vor Ort.
4. Ergebnisse der Laborarbeit: Präsentiert die spezifischen Analysedaten für die vier Bodenprofile (Halmstadt, Sognefjord, Südkapp, Hirtshals) und deren Interpretation.
5. Diskussion und Bewertung: Analysiert und diskutiert die Bodenprozesse wie Versauerung und Pufferkapazität unter Berücksichtigung der anthropogenen und natürlichen Standortfaktoren.
6. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen, insbesondere die beobachtete Bodenentwicklung und die ökologische Relevanz der untersuchten Standorte.
7. Anhang: Enthält detaillierte Tabellen zu den Profilkenndaten sowie Kartenmaterial zu den Bodenverhältnissen in Schweden und Norwegen.
Bodenprofil, Skandinavien, Bodenbildung, Standortfaktoren, Podsole, Braunerde, Ranker, Marschboden, Bodenversauerung, Kationenaustauschkapazität, Pedogenese, Humusakkumulation, Bodenschutz, Bodenkartierung, physikalisch-chemische Analyse.
Die Arbeit untersucht vergleichend vier unterschiedliche Bodenprofile in skandinavischen Küstengebieten, um deren physikalische und chemische Eigenschaften zu bestimmen.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der pedogenetischen Bodenentwicklung, der Analyse von Bodenparametern wie pH-Wert und Nährstoffgehalt sowie der ökologischen Bewertung unter Einfluss von Klima und Vegetation.
Das Ziel ist es, neue Erkenntnisse über den Zustand der Böden im nordeuropäischen Raum zu gewinnen und zu klären, in welchem Maße spezifische Standortfaktoren die Bodenbildung beeinflussen.
Es werden sowohl bodenkundliche Feldaufnahmen als auch laboranalytische Verfahren (wie Korngrößenanalyse, pH-Wert-Bestimmung, Extraktion von Eisenoxiden) angewandt.
Im Hauptteil werden die detaillierten Ergebnisse der vier Bodenprofile (Podsole, Braunerde, Ranker, Marsch) vorgestellt, in Bezug auf ihre Genese interpretiert und anschließend hinsichtlich Pufferkapazität und Versauerung diskutiert.
Begriffe wie Bodenprofil, Pedogenese, Bodenversauerung, Skandinavien, Bodenpufferung und standortspezifische Bodenbildung stehen im Zentrum der Arbeit.
Jeder Bodentyp spiegelt eine spezifische Entwicklungsgeschichte und Anpassung an das lokale Ausgangsmaterial und Klima wider, was für die Beurteilung der ökologischen Stabilität essentiell ist.
Die Versauerung ist ein zentrales ökologisches Problem, das durch saure atmosphärische Depositionen und die spezifische Vegetation verstärkt wird und die natürlichen Bodenfunktionen nachhaltig beeinflussen kann.
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