Masterarbeit, 2022
112 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung
2.1 Podcasts im Allgemeinen
2.1.1 Terminologie, Form, Charakteristik: Spezifika von Podcasts
2.1.2 Podcasts in Abgrenzung zum Radio
2.1.3 Die Vielfalt der deutschen Podcast-Landschaft
2.2 Der Podcast-Boom
2.2.1 Phasen, Tendenzen und Entwicklungen
2.2.2 Professionalisierung und Kommerzialisierung von Podcasts
3 Aufgaben und Ziele des Literaturunterrichts
3.1 Textverständnisbasierte Kompetenzen
3.2 Lesemotivation und Lesefreude
3.3 Wissen über Literatur und ihre Kontexte
3.4 Exkurs: Das übergeordnete Bildungsziel des Literaturunterrichts
4 Digitalität und Deutschunterricht
4.1 Digitale bzw. Neue Medien: Versuch einer Begriffsfindung
4.2 Digitale bzw. Neue Medien und ihre Bedeutung im Deutsch- bzw. Literaturunterricht
4.3 Podcasts im Unterricht: erste Überlegungen für den Deutsch- bzw. Literaturunterricht
5 Methodenteil
5.1 Hypothesen
5.2 Generelles methodisches Vorgehen
5.3 Konzeption und Dokumentation des Podcast-Projekts
5.4 Quantitativer Teil: Fragebogenstudie
5.4.1 Beschreibung und Rekrutierung der Stichprobe
5.4.2 Beschreibung des Fragebogens
5.4.3 Durchführung der Fragebogenstudie
5.4.4 Auswertungsmethodik
5.5 Qualitativer Teil: Leitfadengestütztes Interview
5.5.1 Beschreibung und Rekrutierung der Stichprobe
5.5.2 Beschreibung des Interviewleitfadens
5.5.3 Durchführung des Interviews
5.5.4 Auswertungsmethodik
6 Ergebnisteil
6.1 Ergebnisse des Fragebogens
6.1.1 Kategorie 1: Allgemeines Gefallen an der literarischen Thematik und dem Podcasteinsatz
6.1.2 Kategorie 2: Nachvollziehen der Figuren- bzw. Familienbeziehung
6.1.3 Kategorie 3: Kreativ-emotionaler Umgang mit der Textwelt
6.1.4 Kategorie 4: Deutung und persönlicher Bezug
6.2 Ergebnisse des Interviews
6.2.1 Kategorie 1: Persönliche und unterrichtsdienliche Nutzung von Podcasts
6.2.2 Kategorie 2: Das Podcast-Projekt und Erfüllung der Ziele des Literaturunterrichts
6.2.3 Kategorie 3: Potenzial und besondere Herausforderungen des Podcasteinsatzes
6.3 Podcast-Beiträge der Schüler*innen
6.3.1 Podcast-Gruppe 1: Mysteriöse Todesfälle
6.3.2 Podcast-Gruppe 2: Samsalabim
7 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
8 Fazit, Reflexion und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht das didaktische Potenzial von Podcasts für den Literaturunterricht, indem sie deren Einsatzmöglichkeiten empirisch bei Deutschlehrkräften und Schülern erforscht und eine Verbindung zwischen diesem digitalen Medium und den literarischen Bildungsprozessen herstellt.
2.1.1 Terminologie, Form, Charakteristik: Spezifika von Podcasts
Der Begriff Podcast stellt ein sogenanntes Kofferwort dar (vgl. Frühbrodt/Auerbacher 2021: 10). Er ist also aus einem Wortbildungsprozess entstanden, in dem sich mindestens zwei Wörter in ihrer Morphologie überlappt haben und so zu einem inhaltlich neuen Begriff verschmolzen sind (vgl. Fricke/Zymner 2007: 31). Im Falle des Podcast-Begriffs lässt sich die Zusammensetzung auf zwei englischsprachige Wörter zurückführen: „,Pod‘ bezieht sich auf den iPod, den MP3-Player des US-Konzerns Apple, der die Entwicklung des Podcastings in den ersten Jahren maßgeblich vorangetrieben hat.“ (Frühbrodt/Auerbacher 2021: 10) Dieser Begriff wiederum bedeutet „playable bzw. portable on demand“, was im Kern die Übersetzung „auf Abruf abspielbar“ trifft (vgl. Schmidt 2021; BVDW 2020: 8).
Der zweite Bestandteil dieser Wortmischung, „cast“, hergeleitet vom Wort „broadcast“, bedeutet Radio-, Rundfunk-, aber auch Fernsehsendung (vgl. Frühbrodt/Auerbacher 2021: 10; Schmidt 2021). Der Begriff kann demnach auch als Kunstwort angesehen werden, das gleichzeitig auch einen verstärkten Hinweis auf seine immanenten Eigenschaften und Spezifika liefert (vgl. Schmidt 2021). Diese sollen im Folgenden dargestellt und erläutert werden. In Ergänzung zu den vorangehenden Ausführungen existiert neben dem Wort Podcast auch die eher prozessorientierte Begrifflichkeit des Podcastings, die das Produzieren und Anbieten von Podcasts beschreibt (vgl. Alby 2007: 73).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Boom von Podcasts als integrativen Bestandteil der heutigen Medienlandschaft und begründet die Relevanz einer didaktischen Einbettung in den Literaturunterricht.
2 Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel klärt die mediale Beschaffenheit von Podcasts, ihre Abgrenzung zum klassischen Radio und erläutert die Phasen, die zum aktuellen Podcast-Boom geführt haben.
3 Aufgaben und Ziele des Literaturunterrichts: Hier werden die zentralen Säulen des Literaturunterrichts – Textverständnis, Lesemotivation und Literaturwissen – theoretisch fundiert und verknüpft.
4 Digitalität und Deutschunterricht: Dieses Kapitel diskutiert die Relevanz digitaler Medien für den Deutschunterricht und leitet die didaktischen Möglichkeiten für den Podcasteinsatz ab.
5 Methodenteil: Der Methodenteil beschreibt das Mixed-Method-Design der empirischen Studie, inklusive der Konzeption des Podcast-Projekts und der Datenerhebung via Fragebogen und Interviews.
6 Ergebnisteil: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse zur Fragebogenstudie und den Experteninterviews, unterteilt in organisatorische, technische und inhaltliche Kategorien.
7 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die Forschungshypothesen anhand der erhobenen Daten kritisch geprüft und in das didaktische Gesamtbild eingeordnet.
8 Fazit, Reflexion und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, evaluiert das Forschungsdesign und gibt Anregungen für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Podcast im Literaturunterricht.
Literaturunterricht, Podcast, Didaktik, Textverstehen, Lesemotivation, Digitalisierung, Mixed-Method, True Crime, Medienkompetenz, Literaturdidaktik, Kafka, Die Verwandlung, Podcast-Boom, Sprachliche Bildung, Schulkultur
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz von Podcasts als rezeptives und produktives Medium die zentralen Lernziele im Literaturunterricht, insbesondere das Textverständnis, die Lesemotivation und die Ausdrucksfähigkeit der Schüler, fördern kann.
Im Zentrum stehen die Medialisierung des Literaturunterrichts, die spezifischen Eigenschaften von Podcasts sowie die praktische Anwendung kreativer Produktionsmethoden im Rahmen der Behandlung literarischer Texte.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage, welche konkreten Chancen der Einsatz des Podcast-Mediums bietet, um Schüler im Literaturunterricht aktiver in den Textverstehensprozess einzubinden.
Die Autor wählte einen Mixed-Method-Ansatz, welcher eine quantitative Fragebogenstudie kombiniert mit einem qualitativen leitfadengestützten Experteninterview mit der betreuenden Lehrkraft umfasst.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung des Medienbegriffs über die Analyse der Literaturdidaktik bis zur detaillierten Dokumentation einer Feldstudie an einem Gymnasium.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Literaturunterricht, digitale Bildung, Podcast-Didaktik, Textverstehen, Lesemotivation sowie die spezifische Anwendung am Beispiel von Franz Kafkas Werk.
Das Podcast-Format dient einerseits zur inhaltlichen Vertiefung und andererseits als "Helfermedium", das es den Schülern ermöglicht, durch aktive Gestaltung, etwa in Form eines "True-Crime-Podcasts", einen persönlicheren und tieferen Zugang zur Textwelt zu finden.
Neben dem hohen Zeitaufwand für die Konzeption und Produktion nennt die Autorin die Gefahr, dass bei zu starker Fokussierung auf die mediale Form der literarische Kern einer Erzählung verloren gehen könnte.
Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Podcasts eine bereichernde Ergänzung darstellen, wenn sie produktiv in den Unterricht integriert werden, wobei eine kritische Begleitung durch die Lehrkraft essenziell ist.
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