Bachelorarbeit, 2024
72 Seiten, Note: 1,5
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Latente Steuern
2.1 Definition latenter Steuern
2.2 Ziele latenter Steuern
2.3 Entstehung latenter Steuern
2.3.1 Aktive latente Steuern
2.3.2 Passive latente Steuern
2.4 Arten von Differenzen
2.4.1 Temporäre Differenzen
2.4.2 Quasi-permanente Differenzen
2.4.3 Permanente Differenzen
2.5 Abgrenzungskonzepte
2.6 Abgrenzungsmethoden
2.7 Differenzbetrachtung
2.8 Bilanzpolitik
3. Bilanzierung latenter Steuern nach HGB
3.1 Überblick
3.2 Bilanzierung latenter Steuern
3.2.1 Ansatz latenter Steuern
3.2.2 Bewertung latenter Steuern
3.2.2.1 Zugangsbewertung latenter Steuern
3.2.2.2 Folgebewertung latenter Steuern
3.2.3 Ausweis latenter Steuern
3.3 Besonderheiten im Rahmen der Bilanzierung latenter Steuern
3.3.1 Berücksichtigung von Verlustvorträgen bei latenten Steuern
3.3.2 Berücksichtigung der Ausschüttungssperre bei latenten Steuern
3.4 Bilanzpolitik im Rahmen der Bilanzierung latenter Steuern
3.5 Anwendungsfälle in der Praxis bei der Bilanzierung latenter Steuern
3.5.1 Überblick
3.5.2 Anwendungsfall aktiver latenter Steuern
3.5.3 Anwendungsfall passiver latenter Steuern
4. Bilanzierung latenter Steuern nach IFRS
4.1 Ansatz latenter Steuern
4.2 Bewertung latenter Steuern
4.3 Ausweis latenter Steuern
4.4 Tabellarische Gegenüberstellung von IFRS und HGB
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die konzeptionellen und bilanzrechtlichen Grundlagen der Steuerlatenzierung zu erläutern und eine Analyse möglicher Bilanzierungsspielräume vorzunehmen, um deren Anwendung in der betrieblichen Praxis sowie die Unterschiede zwischen HGB und IFRS darzustellen.
2.8 Bilanzpolitik
Die Bilanzpolitik ist eines der zentralen Themen im Rahmen der betrieblichen Rechnungslegung, wobei die Bilanzierung latenter Steuern einen relevanten Bestandteil darstellt. Zunächst werden die theoretischen Grundlagen der Bilanzpolitik gelegt, um anschließend auf die spezifische Vorgehensweise bei der Bilanzierung latenter Steuern eingehen zu können (vgl. Abschn. 3.4).
Unter dem Begriff der Bilanzpolitik wird die Gestaltung des JA und der dazugehörigen Rechenwerke, insbesondere der Bilanz, der GuV und des Anhangs, verstanden. Der JA einer KapG fungiert vor allem für unternehmensexterne Stakeholder als wichtige Grundlage zur Informationsversorgung sowie Bilanzanalyse. Folglich ist die Funktion der Bilanzpolitik, die Beeinflussung der Adressaten des JA ohne Überschreitung der gesetzlichen Vorschriften. Dieses Kriterium qualifiziert als Abgrenzung zum rechtlichen Graubereich der Bilanzkosmetik und zur illegalen Bilanzfälschung. Darüber hinaus werden Kennzahlen durch die Bilanzpolitik, insbesondere durch den Ergebnisausweis, verändert und gesteuert.
Die Funktionen der Bilanzpolitik sind vielfältig. Von besonderer Bedeutung ist die Optimierung der Kapitalbeschaffung sowie die Steuerung jahresabschlussabhängiger Auszahlungen. Diese Zielsetzungen werden als finanzpolitisch klassifiziert. Darüber hinaus können mit der Bilanzpolitik auch informationspolitische Ziele verfolgt werden. Neben der Vermeidung der Offenlegung von Informationen ist auch deren Gestaltung von Relevanz.
1. Einführung: Umreißt die Problemstellung latenter Steuern als Folge abweichender Bewertungsvorschriften sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Latente Steuern: Erläutert die theoretischen Grundlagen, Entstehung, Differenzarten sowie Konzepte und Methoden zur Abgrenzung.
3. Bilanzierung latenter Steuern nach HGB: Detaillierte Darstellung der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisregeln nach Handelsrecht unter Berücksichtigung von Sonderfällen.
4. Bilanzierung latenter Steuern nach IFRS: Vergleichende Betrachtung der internationalen Rechnungslegungsstandards sowie Gegenüberstellung zum HGB.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung und Komplexität der Steuerlatenzierung im Kontext der Rechnungslegung.
Latente Steuern, HGB, IFRS, Bilanzierung, Steuerlatenzierung, Bilanzpolitik, Ansatzwahlrecht, Ausweiswahlrecht, Temporäre Differenzen, Verlustvorträge, Ausschüttungssperre, Steueraufwand, Jahresabschluss, Bewertungsdifferenzen, Periodengerechte Gewinnermittlung.
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung latenter Steuern, die als Folge unterschiedlicher Bewertungsvorschriften zwischen handels- und steuerrechtlichen Abschlüssen entstehen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen, die bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume, der Prozess der Ermittlung und die spezifischen Unterschiede zwischen HGB und IFRS.
Das Ziel ist die Erläuterung der konzeptionellen Grundlagen sowie eine Analyse bilanzierungsrechtlicher Spielräume und praktischer Anwendungsfälle bei der Bilanzierung latenter Steuern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der einschlägigen Fachliteratur, der Rechnungslegungsstandards (DRS, IAS/IFRS) sowie der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die handelsrechtliche Bilanzierung (nach § 274 HGB), inklusive Anwendungsfällen, und die vergleichende Analyse der Bilanzierung nach internationalen Standards (IFRS).
Schlüsselwörter sind unter anderem Latente Steuern, Bilanzpolitik, Ansatz- und Ausweiswahlrecht sowie temporäre Differenzen.
Die Ausschüttungssperre dient dem Gläubigerschutz; sie begrenzt die Ausschüttung um jene latenten Steuern, die als nicht realisierte Gewinne anzusehen sind.
Das Temporary-Konzept ist das heute praxisübliche, umfassendere Abgrenzungskonzept, das im Gegensatz zum obsolete gewordenen Timing-Konzept auch ergebnisneutrale Differenzen erfasst.
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