Magisterarbeit, 2010
142 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil der Arbeit
2.1 Modalität
2.1.1 Indikativ
2.1.2 Konjunktiv
2.1.2.1 Konjunktiv I
2.1.2.2 Konjunktiv II
2.1.2.3 würde-Form
2.1.3 Imperativ
2.2 Abgrenzung der Modalverben von Vollverben und ihre morphologischen Kriterien
2.2.1 Gegenstandsbereich
2.2.2 Besonderheiten zur Abgrenzung der Modalverben
2.2.3 Morphologische Kriterien und Konjugation der Modalverben
2.3 Syntaktische Aspekte
2.3.1 Vorkommen mit dem Infinitiv
2.3.1.1 Stellung des Infinitivs
2.3.1.2 Ellipsen
2.3.2 Subjektrestriktion
2.3.3 Hebungs- und Kontrollverben
2.4 Semantische Aspekte
2.4.1 Nicht-epistemische Verwendung der Modalverben
2.4.1.1 können
2.4.1.2 müssen
2.4.1.3 dürfen
2.4.1.4 sollen
2.4.1.5 wollen
2.4.1.6 mögen
2.4.1.7 möchten
2.4.1.8 Beziehung zwischen müssen und können
2.4.1.9 Beziehung zwischen dürfen und können
2.4.2 Epistemische Verwendung der Modalverben
2.4.2.1 Tempora der epistemischen Modalverben
2.4.2.2 Bedeutung der epistemischen Modalverben
2.4.2.3 Modalverben als Ausdruck einer Vermutung
2.4.2.3.1 müssen
2.4.2.3.2 können
2.4.2.3.3 dürfen
2.4.2.3.4 mögen
2.4.2.4 Epistemische Modalverben als Ausdruck einer fremden Aussage
2.4.2.4.1 sollen
2.4.2.4.2 wollen
2.5 Höflichkeitsform der Modalverben
2.6 Modalitätsverben
3 Empirischer Teil der Arbeit
3.1 Aufbau der empirischen Untersuchungen
3.2 Untersuchungsverlauf
3.2.1 Gruppe 1 – chinesische Sprachschüler
3.2.1.1 Auswertung
3.2.1.2 Fehleranalyse
3.2.1.2.1 Allgemeine Kenntnisse über Modalverben
3.2.1.2.2 Einsetzen von Modalverben
3.2.1.2.3 Transformation von Sätzen
3.2.2 Gruppe 2: Sprachschüler verschiedener Nationalitäten
3.2.2.1 Auswertung
3.2.2.2 Fehleranalyse
3.2.2.2.1 Allgemeine Kenntnisse über Modalverben
3.2.2.2.2 Einsetzen von Modalverben
3.2.2.2.3 Transformation von Sätzen
3.2.3 Gruppe 3: deutsche Studierende
3.2.3.1 Auswertung
3.2.3.2 Fehleranalyse
3.2.3.2.1 Allgemeine Kenntnisse über Modalverben
3.2.3.2.2 Einsetzen von Modalverben
3.2.3.2.3 Transformation von Sätzen
3.3 Ergebnissicherung und Vergleich
3.3.1 Gruppe 1
3.3.2 Gruppe 2
3.3.3 Gruppe 3
4 Schlusswort
Die vorliegende Magisterarbeit analysiert den Gebrauch der deutschen Modalverben durch ausländische Sprachstudenten und stellt die Ergebnisse denen von Muttersprachlern gegenüber. Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Schwierigkeiten und Verwendungsprobleme in den Bereichen Morphologie, Syntax und Semantik zu identifizieren und Ursachen für die auftretende Verwirrung im Hinblick auf Bedeutungen und Anwendung zu untersuchen.
2.3.1.2 Ellipsen
Alle Sätze, in denen Modalverben das alleinige verbale Zentrum sind, müssen als Ellipsen bezeichnet werden, was jedoch nur für Sätze mit einem Modalverb ohne ein anderes Komplement und für Sätze mit Modalverb und Richtungsadverbial angemessen ist. Dass Modalverben nicht immer mit einem infiniten Verb stehen müssen, sondern auch ohne einen Infinitiv vorkommen können, wird im folgenden Abschnitt gezeigt.
1. Karl darf/kann in die Stadt.
2. Karl darf/kann es.
3. Karl darf/kann das.
4. Was darf/kann Karl?
5. Karl möchte/will ein Bier.
6. Karl mag Paula.
Bei diesen Beispielen handelt es sich nicht um Vollverben, sondern um Ellipsen d.h. um unvollendete Äußerungen, bei denen eigentlich nur der Infinitiv ausgelassen wurde. Aus dem Kontext heraus ist der fehlende Infinitiv zu ermitteln. Bei manchen Sätzen sind auch Proformen (=Ersatzausdrücke) vorhanden. Z. B. in Satz 2 steht es für das Vollverb. (z.B. für „Karl kann kochen“).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Deutschkursen für ausländische Studierende und identifiziert Modalverben als eine der größten Hürden für den korrekten Ausdruck und das Sprachgefühl.
2 Theoretischer Teil der Arbeit: Dieser Abschnitt behandelt die komplexe Definition von Modalität, grenzt Modalverben von Voll- und Hilfsverben ab und beleuchtet die morphologischen, syntaktischen sowie semantischen Aspekte inklusive der Unterscheidung zwischen epistemischer und nicht-epistemischer Verwendung.
3 Empirischer Teil der Arbeit: Der empirische Teil dokumentiert die Untersuchung an drei Testgruppen (chinesische Sprachschüler, gemischte Gruppe und deutsche Muttersprachler), wobei schriftliche Daten zu Grammatik und Verständnis analysiert werden.
4 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Erkenntnisse zusammen, die bestätigen, dass sowohl Deutschlerner als auch Muttersprachler Schwierigkeiten bei der korrekten epistemischen Verwendung und Passivbildung haben.
Modalverben, Deutsch als Fremdsprache, DaF, Epistemisch, Nicht-epistemisch, Semantik, Syntax, Morphologie, Sprachschüler, Fehleranalyse, Konjunktiv, Infinitiv, Modalitätsverben, Sprachgefühl, Grammatikalische Kategorien.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der sprachlichen Analyse des Gebrauchs der deutschen Modalverben (müssen, können, sollen, wollen, dürfen, mögen) durch ausländische Sprachstudierende im Vergleich zu Muttersprachlern.
Die Schwerpunkte liegen auf der morphologischen Abgrenzung, der syntaktischen Verwendung (insbesondere in Verbindung mit Infinitiven) und der semantischen Differenzierung zwischen nicht-epistemischer und epistemischer Anwendung der Modalverben.
Die Untersuchung zielt darauf ab, die spezifischen Schwierigkeiten und Verwendungsprobleme ausländischer Sprachschüler bei der Anwendung der Modalverben zu identifizieren und die Ursachen hierfür in den Bereichen Morphologie, Syntax und Semantik zu ergründen.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, die auf schriftlichen Daten von drei verschiedenen Testgruppen basiert. Hierfür wurden Umformungs- und Ergänzungsaufgaben verwendet, um das Wissen über Konjugation und den semantischen Kontext zu überprüfen.
Im Hauptteil wird zunächst die theoretische Grundlage durch diverse Grammatik-Analysen gelegt, gefolgt von einer detaillierten Auswertung der empirischen Daten zu den verschiedenen Testgruppen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Modalverben, Deutsch als Fremdsprache (DaF), epistemische Verwendung, Fehleranalyse und sprachliche Kompetenzen aus.
Die Untersuchung zeigt, dass die Kombination aus modalem Hilfsverb und Passiv-Konstruktionen (analytisches Prädikat) eine sehr komplexe Struktur darstellt, die selbst Muttersprachlern Probleme bereitet.
Die chinesische Gruppe zeigte sich als homogene Einheit mit ähnlichen Fehlermustern, während die heterogene Gruppe (gemischte Nationalitäten) zwar bessere grammatische Fortschritte aufwies, jedoch ebenfalls Schwierigkeiten bei der epistemischen Verwendung zeigte.
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