Bachelorarbeit, 2023
77 Seiten, Note: 1.3
1. Begriffsbestimmung und Definition des Low Performers
1.1 Der Begriff des Low Performers in der Literatur
1.2 Begriffsbestimmung in der Rechtsprechung
1.3 Statistische und empirische Erkenntnisse
1.3.1 Jack Welch „20-70-10 Formel“
1.3.2 Gallup Engagement Index
2. Fallgruppen
2.1 Normalleistung
2.1.1 Objektiver Leistungsmaßstab
2.1.2 Subjektiver Leistungsmaßstab
2.2 Nichtleistung
2.3 Schlechtleistung
2.4 Fehlleistung
2.5 Minderleistung
2.6 Andersleistung
3. Bestimmung von Low Performance
3.1 Identifikation
3.2 Gerichtefeste Dokumentation
4. Zwischenfazit und weiterer Ausblick
5. Gründe für Low Performance
5.1 Fehlbesetzung
5.2 Veränderung der Arbeitsplatzanforderungen
5.2.1 Abrupte Veränderung
5.2.2 Sukzessive Veränderung
5.3 Routineerstarrung
5.4 Motivationsmangel
5.5 Führungsstil
5.6 Gesundheitliche Leistungsminderung
6. Auswirkungen von Low Performance auf Unternehmen
6.1 Finanzielle Auswirkungen
6.2 Auswirkungen auf Betriebsklima
7. Zwischenfazit und weiterer Ausblick
8. Handlungsmöglichkeiten für den Arbeitgeber
8.1 Präventionsmaßnahmen
8.1.1 Richte Mitarbeiterauswahl
8.1.1.1 Stellenbeschreibung
8.1.1.2 Mittel zur Potentialanalyse
8.1.2 Richte Mitarbeiterführung
8.1.2.1 Einarbeitung
8.1.2.2 Mitarbeitergespräche
8.1.2.3 Personalentwicklung
8.1.2.4 Anforderungsprofil
8.1.2.5 Zielvereinbarungen und Vergütungssysteme
8.1.2.6 Betriebliches Gesundheitsmanagement
8.2 Korrekturmaßnahmen
8.2.1 Korrekturvereinbarung
8.2.2 Performance Improvement Plan
8.3 Zwischenfazit und weiterer Ausblick
8.4 Versetzung
8.4.1 Begriff der Versetzung
8.4.2 Reichweite und Grenzen des Direktionsrechts
8.4.3 Mitbestimmungspflichtigkeit der Versetzung
8.4.4 Rechtsschutzmöglichkeiten des Mitarbeiters
8.5 Minderung des Arbeitsentgelts
8.5.1 Kürzung der Vergütung
8.5.2 Arbeitnehmerhaftung
8.5.3 Rück- und Umgruppierung
8.6 Vertragsänderung
8.6.1 Einvernehmliche Vertragsänderung
8.6.2 Änderungskündigung
8.7 Abmahnung
8.7.1 Begriff der Abmahnung
8.7.2 Allgemeine Anforderungen an eine Abmahnung
8.7.3 Abmahnung im Falle von Low Performance
8.8 Kündigung
8.8.1 Ordentliche Kündigung
8.8.1.1 Verhaltensbedingte Kündigung
8.8.1.2 Personenbedingte Kündigung
8.8.1.3 Betriebsbedingte Kündigung
8.8.1.4 Weitere Kündigungsvoraussetzungen
8.8.2 Außerordentliche Kündigung
8.8.3 Kündigungsschutz des Low Performers
8.9 Einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen eines Aufhebungsvertrags
8.10 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die juristischen und betriebspraktischen Herausforderungen im Umgang mit Low Performern und analysiert, welche personalwirtschaftlichen sowie arbeitsrechtlichen Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um leistungsschwachen Mitarbeitern zu begegnen.
2.1.1 Objektiver Leistungsmaßstab
In der Literatur existieren einige Auffassungen, dass sich die Normalleistung des Arbeitnehmers an einem objektiven Leistungsmaßstab bemessen lässt, welche an § 243 I BGB angelehnt ist und wonach der Arbeitnehmer eine Leistung „mittlerer Art und Güte“ zu erbringen hätte. Danach müsste also ein Durchschnittswert gebildet werden, an welchem die Leistung des Arbeitnehmers objektiv bemessen wird. Der Anwendung des § 243 I BGB auf die Normalleistung stehen jedoch dadurch entstehende gesetzliche Gewährleistungsansprüche entgegen. Praktisch sind diese vor allem im Hinblick auf den Nacherfüllungsanspruch und den Fixschuldcharakter der Arbeitsleistung allerdings nur schwer zu erbringen.
Von daher wird in dieser Arbeit die Annahme von einem subjektiven Leistungsmaßstab, welcher sich an der individuellen Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeitnehmers orientiert und auch die herrschende Meinung in der Literatur darstellt, bevorzugt.
Begriffsbestimmung und Definition des Low Performers: Diese Kapitel definiert den Begriff des Low Performers sowohl aus der Literatur als auch aus der juristischen Perspektive und beleuchtet statistische Ansätze zur Identifikation.
Fallgruppen: Hier werden verschiedene Kategorien wie Nichtleistung, Schlechtleistung, Fehlleistung und Minderleistung voneinander abgegrenzt.
Bestimmung von Low Performance: Das Kapitel erläutert, wie man Low Performance identifiziert und welche Anforderungen an eine gerichtsfeste Dokumentation für den Arbeitgeber gestellt werden.
Gründe für Low Performance: Hier werden diverse Ursachen, von Fehlbesetzungen über Motivationsmangel bis hin zu gesundheitlichen Aspekten, als Auslöser für eine Leistungsminderung analysiert.
Auswirkungen von Low Performance auf Unternehmen: Dieses Kapitel thematisiert die finanziellen Folgen sowie die negativen Auswirkungen auf das Betriebsklima bei andauernder Minderleistung.
Handlungsmöglichkeiten für den Arbeitgeber: Dieser umfangreiche Teil beleuchtet präventive Maßnahmen, korrigierende Instrumente und schließlich arbeitsrechtliche Sanktionen bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Low Performance, Minderleistung, Arbeitsrecht, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Leistungsmaßstab, Abmahnung, Kündigung, Leistungsfähigkeit, Personalmanagement, Direktionsrecht, Versetzung, Aufhebungsvertrag, Arbeitsvertrag, Leistungsstörung.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Umgang von Unternehmen mit sogenannten "Low Performern" und untersucht, wie Personalverantwortliche mit Leistungsschwäche auf Ebene der Arbeitsleistung umgehen sollten.
Zentral sind die Definition von Low Performance, die Identifizierung der Ursachen, die Dokumentation von Leistungsdefiziten sowie ein Katalog an präventiven und repressiven arbeitsrechtlichen Maßnahmen.
Ziel ist es, Lösungswege aufzuzeigen, wie Arbeitgeber auf Minderleistung reagieren können, wobei stets das Ultima-Ratio-Prinzip und mildere Mittel vor drastischen Maßnahmen beachtet werden sollen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur sowie auf die Auswertung der einschlägigen arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG).
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse von Fallgruppen und Ursachen sowie die detaillierte Darstellung von Einstellungs-, Führungs- und arbeitsrechtlichen Maßnahmen zur Korrektur von Low Performance.
Besonders prägend sind Begriffe wie Low Performance, Minderleistung, Abmahnung, Kündigung, Direktionsrecht und die arbeitsrechtliche Balance zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerschutz.
Der objektive Maßstab orientiert sich an einem Durchschnittswert ("mittlerer Art und Güte"), während der subjektive Maßstab die individuelle Leistungsfähigkeit des jeweiligen Arbeitnehmers in den Mittelpunkt stellt, was auch der herrschenden Meinung entspricht.
Es dient dazu, sicherzustellen, dass einschneidende Sanktionen wie eine Kündigung erst dann in Betracht gezogen werden, wenn sämtliche milderen Mittel, wie etwa Coachings, Versetzungen oder Abmahnungen, erfolglos ausgeschöpft wurden.
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