Referat (Ausarbeitung), 2008
32 Seiten
1. Einleitung
1.1. Verortung
1.2. Fragestellung
1.3. Gesetzlicher Rahmen
2. Wertschätzende Kommunikation: Grundlagen
2.1. Überblick
2.2. Bestandteile der Kommunikation
2.3. Wahrnehmung
2.4. Reaktanz / Motivation
2.5. Kulturelle Besonderheiten
2.6. Jenseits der Sprache
3. Besonderheiten der Kommunikation in der Pflege
3.1. Beispiele
3.2. Krankheitsverständnis – Heilungsverständnis
3.3. Unterschiedliche Pflegesettings
Setting Psychiatrie
Setting Kinderintensivstation
4. Effekte der Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege
4.1. Effekte guter Kommunikation in der Pflege
4.2. Pflegeplan
5. Unterstützung der Pflege in Kommunikation
5.1. Allgemeine Unterstützungsmodelle
5.2. Psychoedukation
Grundlagen
Vorteile der Psychoedukation
5.3. Situationsgerechte Kommunikation – zwei Beispiele
Unterstützung bei der Begrüßung / Neuaufnahme eines Patienten
Kommunikation bei eingeschränkter Äußerungsfähigkeit
6. Schlussbetrachtungen
6.1. Zusammenfassung
6.2. Bewertung
7. Quellen
7.1. Bücher und Zeitschriften
7.2. Internet
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung wertschätzender Kommunikation im pflegerischen Alltag. Dabei wird analysiert, wie Kommunikation als wesentliche Schlüsselqualifikation zur Verbesserung des Wohlbefindens von Patienten sowie zur Arbeitszufriedenheit der Pflegenden beitragen kann, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, praktische Grundlagen und Unterstützungsmodelle – insbesondere die Psychoedukation – für unterschiedliche Pflegesettings zu identifizieren.
2.4. Reaktanz / Motivation
Wenn Kommunikation immer konfliktfrei wäre, bräuchte man darüber nicht schreiben. Eine der kritischen Situationen im kommunikativen Prozess, der in der Pflege öfter zu beobachten ist, ist Reaktanz bzw. ein plötzliches „Absacken“ der Motivation. Reaktanz ist in der Pflege ein häufig wahrgenommener Zustand. Die Patienten oder Angehörigen scheinen zu „bocken“ und zu „trotzen“, die Mitarbeit wird weniger oder ganz eingestellt, die Kommunikation wird weniger wertschätzend, weniger dialogisch. Die Patienten wirken mürrisch, angespannt und insgesamt weniger erreichbar, die Vertrauensbasis, die zwischen Patient und Pfleger für eine effektive Pflege und für das Wohlbefinden beider Seiten so wichtig ist, brökelt. Es ist für Pfleger sehr zeitintensiv und unangenehen.
Reaktanz meint nach Hausmann einen Spannungszustand, wenn die innere oder äußere Freiheit als bedroht erlebt wird. Sie ist der oft verzweifelte Versuch, diese Freiheit wieder herzustellen. Wenn es Mitarbeiter betrifft, wird dieser Zustand oft als „innere Kündigung“ oder burnout wahrgenommen, also etwas, was für Mitarbeiter und Vorgesetzte, aber natürlich auch für die Patienten hochproblematisch ist. Bleiben wir im Rahmen dieser Arbeit bei der Patientensicht: Aus Patientensicht und oft auch aus Sicht der Angehörigen sind die Freiheitseinschränkungen enorm. Patienten haben teilweise nicht mehr die Freiheit, zu gehen. Essen zu kochen. Sex zu haben. Ohne Tabletten oder Dauermedikation zu existieren. Ihren rechten oder linken Arm zu benützen. Realistische Zukunftspläne für das nächste Jahr zu machen. Ihren Hausschlüssel zu benützen. Ins Café zu gehen. Zur Arbeit zu fahren. Den Kopf zu heben. Ihre Kleidung selbst auszusuchen. Erst mittags zu frühstücken. Etc. etc. Der Grad der erlebten Freiheitseinschränkung hängt einerseits von der Symptomatik ab, andererseits etwa von dem Leitbild der Einrichtung, der Anzahl der Pfleger, der aktuellen Arbeitsbelastung der Pfleger etc.
1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema in der heutigen Pflegelandschaft und benennt die zentralen Fragen sowie den gesetzlichen Rahmen.
2. Wertschätzende Kommunikation: Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basisbestandteile und psychologischen Faktoren wie Wahrnehmung und Reaktanz erläutert.
3. Besonderheiten der Kommunikation in der Pflege: Dieser Teil beleuchtet konkrete Herausforderungen in verschiedenen Settings wie der Psychiatrie und der Kinderintensivmedizin.
4. Effekte der Wertschätzung der Kommunikation in der Pflege: Das Kapitel analysiert die positiven Auswirkungen wertschätzender Interaktion auf die Patientenversorgung und den Pflegeplan.
5. Unterstützung der Pflege in Kommunikation: Hier werden Modelle zur Kommunikationsförderung, insbesondere die Psychoedukation und situative Ansätze, dargestellt.
6. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Kommunikation als notwendige, aber durch Rahmenbedingungen begrenzte Kompetenz.
7. Quellen: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Internetressourcen.
Kommunikation, Wertschätzung, Pflege, Psychoedukation, Psychiatrie, Kinderintensivstation, Reaktanz, Patientenzentrierung, Trialog, Pflegealltag, Compliance, Gesundheitswesen, Psychohygiene, Menschenbild, Patientenwohl
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und den Anwendungsmöglichkeiten wertschätzender Kommunikation als zentrales Element im professionellen Pflegealltag.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, der Umgang mit Reaktanz bei Patienten, der Vergleich pflegerischer Settings sowie der Einsatz von Psychoedukation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wertschätzende Kommunikation die Pflegequalität verbessert und welche praktischen Strategien Pflegekräfte anwenden können, um Patienten besser zu erreichen.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die psychologische Modelle, rechtliche Vorgaben und fachspezifische Literatur integrativ zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert die Bestandteile der Kommunikation, die Auswirkungen auf den Pflegeplan, die Spezifika von psychiatrischen Stationen und Kinderintensivstationen sowie Methoden der psychologischen Unterstützung.
Kommunikation, Wertschätzung, Pflege, Psychoedukation, Trialog und Patientenwohl sind die zentralen Begriffe.
Durch Psychoedukation erhalten Pflegende ein tieferes Verständnis für Krankheitsdynamiken, was ihnen hilft, Patientenverhalten besser einzuordnen, Ängste abzubauen und den Genesungsprozess effektiver zu unterstützen.
Sie empfiehlt, dem Patienten Zeit zum Ankommen zu geben, sich vorzustellen, ihn mit der Umgebung vertraut zu machen und erst dann die Anamnese in einer ruhigen Atmosphäre durchzuführen.
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