Diplomarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Krisenkommunikation
2.1. Definition des Begriffes „Krise“
2.2. Ursachen von Krisen
2.3. Aufgaben der Publics Relations
2.3.1. Definition des Begriffs „Publics Relations“
2.3.2. Bezugsgruppen
2.3.3. Kernaufgaben der Publics Relations
2.4. Eingrenzung des Begriffes „Krisen- PR“
2.5. Image
3. Neurowissenschaft
3.1. Definitionen
3.1.1. der Begriff „Neurowissenschaft“
3.1.2. der Begriff „Neuroökonomie“
3.1.3. der Begriff „Neurokommunikation“
3.1.4. Beschreibung des Begriffs „Neurokrisenkommunikation“
3.2. Kenntnisstand in den Neurowissenschaften
3.3. Neurobiologische Grundlagen
3.3.1. Das Gedächtnis
3.3.1.1. Das explizite Gedächtnis
3.3.1.2. Das implizite Gedächtnis
3.3.1.3. Das Gedächtnis und die Emotionen (das emotionale Gedächtnis)
3.3.2. Der Hypothalamus
3.3.3. Die Amygdala
3.4. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein
3.4.1. Das Bewusstsein
3.4.2. Das Unterbewusstsein
3.4.3. Das limbische System
3.4.4. Die Theorie der somatischen Marker
3.4.5. Der Einfluss des Unterbewussten auf das Handeln
4. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation
4.1. Relevanz der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation
4.2. Altruistische Bestrafung
4.3. Priming Effekt
4.4. Framing Effekt
4.5. Motive und Motivsysteme
4.5.1. Drei Grundmotive
4.5.2. Die Big 3
4.5.3. Limbic Map
4.6. Gehirngerichtete Kommunikation
5. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und Neurowissenschaft, um Optimierungspotenziale in der Unternehmenskommunikation durch ein besseres Verständnis des menschlichen Unterbewusstseins zu identifizieren.
3.4.2. Das Unterbewusstsein
Das Unbewusste wird überwiegend in der wissenschaftlichen Diskussion mit unterschwelliger Wahrnehmung beschrieben. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Bedeutung für das Lernen, das Gedächtnis und die Emotionen. Handfeste wissenschaftliche Hinweise darauf, wie es zu einer unterbewussten Wahrnehmung kommt, gibt es bisher nicht (vgl. Raab, Gerhard/ Gernsheimer, Oliver/ Schindler, Maik (2009), S. 169).
Bewusste und Unbewusste Zustände treten zwar zeitversetzt auf, stehen aber in einem kausalen Zusammenhang. Die unbewusste Wahrnehmung und die von ihr ausgelösten emotionalen und vegetativen Reaktionen treten zwar vor der bewussten Wahrnehmung auf, zeichnen sich jedoch durch eine flache Informationsverarbeitung aus. Eine Gefahrensituation wird vom Unterbewusstsein nur schemenhaft erkannt und relativ stereotyp gelöst. Beispielsweise wird ein drohender Schatten als etwas Schlangenähnliches identifiziert und es wird mit Erstarren oder Flucht reagiert. Die daran anschließende bewusste Wahrnehmung der Gefahrensituation ist meist fassettenreicher und lässt flexible Handlungsalternativen zu. Das bewusste Erleben einer Gefahrensituation versetzt uns in die Lage, den Sachverhalt genauer zu erkennen und situationsadäquat zu reagieren.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert den Bedarf an neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zur Optimierung der professionellen Krisenkommunikation und formuliert das Ziel einer transdisziplinären Untersuchung.
2. Krisenkommunikation: Es werden die Grundlagen von Krisen, deren Ursachen sowie die zentrale Rolle der Public Relations und der emotionalen Kommunikation in Krisenzeiten aufgearbeitet.
3. Neurowissenschaft: Dieses Kapitel liefert ein Fundament zu neurowissenschaftlichen Begriffen, Hirnstrukturen sowie der Funktionsweise von Gedächtnis und Bewusstsein.
4. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation: Hier erfolgt die Verknüpfung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Krisenkommunikation, um durch Methoden wie Priming, Framing und Motivanalysen die Kommunikation mit Bezugsgruppen effektiver zu gestalten.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass das Wissen über unterbewusste Entscheidungsprozesse einen wertvollen Wettbewerbsvorteil bietet und die Krisenkommunikation nachhaltig optimieren kann.
Krisenkommunikation, Neurowissenschaft, Unterbewusstsein, Public Relations, Krisenmanagement, Emotionen, Gedächtnis, Priming, Framing, Limbic Map, Entscheidungsprozesse, Wahrnehmung, Vertrauen, Neurokrisenkommunikation, Motivsysteme
Die Arbeit untersucht den interdisziplinären Zusammenhang zwischen Krisenkommunikation und der Neurowissenschaft.
Die zentralen Themen sind Krisenmanagement, die Rolle des Unterbewusstseins bei Entscheidungsprozessen sowie die psychologischen Mechanismen der menschlichen Wahrnehmung.
Ziel ist es zu ergründen, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften genutzt werden können, um die Krisenkommunikation von Unternehmen gezielter und effektiver an die Bedürfnisse der Bezugsgruppen anzupassen.
Da für das spezifische Thema der "Neurokrisenkommunikation" kaum Literatur existiert, nutzt der Autor Erkenntnisse aus Nachbardisziplinen wie dem Neuromarketing und führt Analogieschlüsse zur Krisenkommunikation durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Krisen-PR sowie eine umfassende Darstellung neurologischer Grundlagen, die anschließend auf praktische Aspekte der Kommunikation angewendet werden.
Zu den prägenden Begriffen gehören Krisenkommunikation, Unterbewusstsein, Neurowissenschaft, Limbic Map, Priming-Effekt und Framing-Effekt.
Die "Big 3" helfen dabei, die Motivsysteme Balance, Stimulanz und Dominanz bei Bezugsgruppen besser zu verstehen, um beruhigende oder motivierende Botschaften gezielter zu adressieren.
Die Analogie verdeutlicht, dass ein Großteil unseres Verhaltens unbewusst (Autopilot) gesteuert wird; erfolgreiche Krisenkommunikation muss daher Wege finden, auch diese unbewusste Ebene anzusprechen.
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