Bachelorarbeit, 2024
52 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Einführung
2.1 Einführung in die Übersetzungswissenschaft
2.1.1 Grundüberlegungen zu literarischer Übersetzung
2.1.2 Äquivalenzbeziehungen nach Koller und Henjum
2.1.2.1 Denotative Äquivalenz
2.1.2.2 Konnotative Äquivalenz
2.1.2.3 Textnormative Äquivalenz
2.1.2.4 Pragmatische Äquivalenz
2.1.2.5 Formal-ästhetische Äquivalenz
2.1.3 Grundüberlegungen zur Lyrikübersetzung
2.1.4 Grundtypen der Gedichtübersetzung nach Wittbrodt
2.1.4.1 Die philosophische/strukturtreue Gedichtübersetzung
2.1.4.2 Die Prosaübersetzung/sinntreue Gedichtübersetzung
2.1.4.3 Die Nachdichtung/wirkungstreue Gedichtübersetzung
2.1.4.4 Die Umdichtung/adaptierende Gedichtübersetzung
2.1.4.5 Mischformen
2.1.4.6 Übersetzungsvergleich
2.2 Lyrikspezifika zu Jan Wagner
2.2.1 Jan Wagner
2.2.2 Lyrik der Moderne
2.2.3 Naturlyrik
2.2.4 Übersetzungsüberlegungen zu Jan Wagners Lyrik
2.3 Analysemethodik
3 Analyse der Übersetzungen
3.1 Auswahl repräsentativer Gedichte
3.2 Analyse der Gedichte
3.2.1 giersch
3.2.2 versuch über mücken
3.2.3 herbstvillanelle
3.2.4 selbstporträt mit bienenschwarm
3.2.5 nature morte
4 Diskussion
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Übersetzbarkeit von Jan Wagners Gedichtband „Selbstporträt mit Bienenschwarm“ (2016) in die schwedische und norwegische Sprache, um die Wirksamkeit verschiedener Übersetzungstheorien für moderne Lyrik zu evaluieren.
3.2.1 giersch
nicht zu unterschätzen: der giersch
mit dem begehren schon im namen – darum
die blüten, die so schwebend weiß sind, keusch
wie ein tyrannentraum.
kehrt stets zurück wie eine alte schuld,
schickt seine kassiber
durchs dunkel unterm rasen, unterm feld,
bis irgendwo erneut ein weißes wider standsnest emporschießt. hinter der garage,
beim knirschenden kies, der kirsche: giersch
als schäumen, als gischt, der ohne ein geräusch
geschieht, bis hoch zum giebel kriecht, bis giersch
schier überall sprießt, im ganzen garten giersch
sich über giersch schiebt, ihn verschlingt mit nichts als giersch.
1 Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach den sinnvollsten Übersetzungszielen für moderne Lyrik und skizziert das methodische Vorgehen.
2 Theoretische Einführung: Erläutert die Grundlagen der Übersetzungswissenschaft und führt die Äquivalenzmodelle sowie Typologien für Gedichtübersetzungen ein.
3 Analyse der Übersetzungen: Anwendung des erarbeiteten Theoriekonstrukts auf fünf ausgewählte Gedichte von Jan Wagner anhand von Übersetzungsvergleichen ins Schwedische und Norwegische.
4 Diskussion: Synthese der Analyseergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfragen, inklusive einer kritischen Reflexion der verwendeten Analysemethodik.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Übersetzbarkeit von moderner Lyrik und dem Erfolg der untersuchten Einzelfall-Übersetzungen.
Jan Wagner, Moderne Lyrik, Naturlyrik, Literaturübersetzung, Äquivalenz, Gedichtanalyse, Übersetzungswissenschaft, Wirkungsäquivalenz, Übersetzungsvergleich, Schwedisch, Norwegisch, Selbstporträt mit Bienenschwarm.
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Übersetzbarkeit von moderner Lyrik am Beispiel des Gedichtbandes „Selbstporträt mit Bienenschwarm“ von Jan Wagner.
Die zentralen Themen sind Übersetzungstheorien, die Besonderheiten der modernen Lyrik und Naturlyrik sowie die sprachliche Umsetzung in schwedische und norwegische Übertragungen.
Das Ziel ist die Ermittlung, welche Übersetzungsziele für moderne Lyrik sowohl theoretisch sinnvoll als auch in der Praxis maßgeblich sind und ob die analysierten Übersetzungen als geglückt bewertet werden können.
Es wird eine Analysemethodik angewandt, die auf den Äquivalenzmodellen von Koller und Henjum sowie der Typologie von Gedichtübersetzungen nach Andreas Wittbrodt basiert.
Der Hauptteil beinhaltet die detaillierte Analyse und den Vergleich von fünf repräsentativen Gedichten von Jan Wagner und deren Übersetzungen in das Schwedische und Norwegische.
Die Arbeit fokussiert auf Fachbegriffe wie Übersetzungswissenschaft, Äquivalenz, moderne Lyrik, Naturlyrik und Methoden der Gedichtanalyse.
Bei „giersch“ stand die Bewahrung der formalen Konstruktion (Sonettvariation) und die konnotative Äquivalenz des Wortspiels im Vordergrund, was bei der schwedischen Fassung als sehr gelungen eingestuft wurde.
Stenmarks norwegische Übersetzung wird kritisiert, da er durch das systematische Weglassen von Satzzeichen die Wirkung des Gedichts stark veränderte, ohne dass dies theoretisch schlüssig begründbar war.
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