Examensarbeit, 2010
27 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen und konzeptionelle Überlegungen
2.1 Die Erfordernisse eines sich wandelnden Bildungsbegriffes – Forschungshypothesen
2.2 Gesellschaftstheoretische wie allgemeindidaktische Rahmenbedingungen
2.3 Didaktischer Paradigmenwechsel? Der offene Unterricht als individualisierter Unterricht
2.4 Strukturierter und offener Unterricht – (k)ein Widerspruch?
2.4.1 Der strukturierte Unterricht
2.4.2 Der geöffnete Unterricht
3 Anlage der Untersuchung
3.1 Evaluation und Indikatoren - Begründung
4 Anlage der Unterrichtseinheit
4.1 Angaben zur Lerngruppe
4.2 Thema der Unterrichtseinheit und Einbettung in die Gesamtplanung
4.3 Begründung der didaktischen Entscheidungen
4.3.1 Sachanalytische Hinweise
4.3.2 Didaktische Entscheidungen
4.4 Begründung der Methoden- und Medienauswahl
4.6 Überblick über den Verlauf der Unterrichtseinheit
5 Auswertung der Unterrichtseinheit
5.1 Freies Arbeiten oder strukturiertes Lernen – meine Beobachtungen
5.2 Die Meinung der ExpertInnen
5.2.1 Vorteile des geöffneten Unterrichtes
5.2.2 Schwierigkeiten geöffneten Unterrichtes
6 Schlussfolgerungen
6.1 Neujustierung von SchülerInnen- und LehrerInnenrolle
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit offener Unterricht im Vergleich zu strukturiertem Unterricht den Kompetenzerwerb von Oberstufenschülern in einer kooperierenden Gesamtschule fördert. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie viel Vorstrukturierung für erfolgreiche Lernprozesse notwendig ist und welche Auswirkungen verschiedene Unterrichtsformen auf fachliche sowie überfachliche Kompetenzen haben.
2.4.1 Der strukturierte Unterricht
Der strukturierte Unterricht ist nicht gleichzusetzen mit Frontalunterricht. Er kann individuelle und individualisierte Arbeitsphasen enthalten. Beiden gemein ist jedoch die starke Lehrersteuerung. Gegenstand, Ziele und der Weg sind vorstrukturiert, die Strukturgebung dient der Entlastung und gleichzeitigen Klarheit des pädagogischen Prozesses. Mit den Zielvorgaben werden von der Lehrkraft vorbereitete Wissensabschnitte zur Be- und Verarbeitung dargereicht. Sowohl die Verfahren der Darstellung und Vermittlung als auch die Aneignungsprozesse sind vorgegeben:
>>Lernen durch Lehre<< ist an die kulturelle Tradition gebunden, die in der Schule durch den Lehrplan, die Systematik des Lehrganges, >>die den beliebigen Wünschen einzelner Schüler entzogen ist<<, und durch die berufliche Kompetenz des Lehrers gesichert werden soll, der für die fachwissenschaftliche und didaktische Güte des Unterrichts einstehen muß
Die Vorurteile, die dem strukturierten Unterricht häufig entgegengebracht werden, sind vielfach berechtigt. Starre, vorgegebene Unterrichtsgänge scheinen die individuellen Persönlichkeiten und damit Lernwege der Lernenden zu vernachlässigen und eine Lehrerzentrierung geradezu zu provozieren. Lehrpläne, Schulstrukturen und Lernprozesse erscheinen dabei als “rigide Reglementierungen, die eine optimale Entfaltung der seelischen und geistigen Kräfte der Schüler behindern.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz von offenem Unterricht in einer strukturierten Schulumgebung und formuliert das Ziel, dessen Potenziale und Fallstricke zu untersuchen.
2 Theoretische Vorüberlegungen und konzeptionelle Überlegungen: Dieses Kapitel diskutiert den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen Anforderungen an eine "Neue Lernkultur", die individualisiertes und selbstgesteuertes Lernen in den Fokus rückt.
3 Anlage der Untersuchung: Hier wird das Untersuchungsdesign erläutert, das durch den Vergleich zweier unterschiedlich strukturierter Unterrichtssequenzen versucht, Erkenntnisse über Gelingensbedingungen zu gewinnen.
4 Anlage der Unterrichtseinheit: Das Kapitel beschreibt detailliert die Lerngruppe, das Thema der Unterrichtseinheit (politische Theorien) sowie die didaktischen Begründungen für die gewählten Methoden und Medien.
5 Auswertung der Unterrichtseinheit: Dies umfasst die Beobachtungen des Autors während der Unterrichtssequenzen sowie die Auswertung des Schülerfeedbacks zu den Vorteilen und Schwierigkeiten des geöffneten Lernens.
6 Schlussfolgerungen: Die Schlussfolgerungen fassen zusammen, dass beide Unterrichtsformen ihre Berechtigung haben und plädieren für eine Neujustierung der Rollen von Lehrern und Schülern hin zu einer forschenden Haltung.
7 Fazit: Das Fazit reflektiert auf Basis pädagogischer Theorie, dass offener Unterricht das lineare Belehrungsverhältnis aufbrechen und Wissen der Schüler als konstruktiven Beitrag integrieren kann.
Offener Unterricht, strukturierter Unterricht, Kompetenzerwerb, individualisiertes Lernen, Neue Lernkultur, Selbststeuerung, Handlungsfähigkeit, Sozialkompetenz, politische Bildung, Vertragstheorien, Reflexion, Lehrerrolle, Schülerpartizipation, Unterrichtsmethoden, Leistungsheterogenität.
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit von offenem gegenüber strukturiertem Unterricht bei der Förderung von Kompetenzen in der Oberstufe einer Gesamtschule.
Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens, die Anwendung politischer Theorien und der Wandel der Lernkultur im schulischen Kontext.
Ziel ist es zu untersuchen, ob offener Unterricht den Kompetenzerwerb stärker unterstützt als stark strukturierter Unterricht und wie viel Vorstrukturierung für den Lernerfolg förderlich ist.
Der Autor führt einen Unterrichtsversuch in zwei aufeinanderfolgenden Phasen durch, die sich im Grad der Strukturierung unterscheiden, und wertet diese anhand von Beobachtungen und Schülerfragebögen aus.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der konkreten Planung der Unterrichtssequenzen zur politischen Philosophie sowie der detaillierten Auswertung der Beobachtungen und Schülerergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Offener Unterricht, Kompetenzerwerb, Selbststeuerung, Handlungs- und Sozialkompetenz sowie die Neujustierung der Lehrerrolle.
Dieses Thema eignet sich aufgrund seiner Komplexität ideal, um sowohl inhaltlich-fachliche Kompetenzen als auch die Fähigkeit zur eigenständigen Problemreflexion zu trainieren.
Schüler nannten als Schwierigkeiten die eigene Faulheit, das fehlende Material, unklare Leitfragen und die Überforderung durch die plötzlich geforderte Selbstorganisation.
Der Autor schlussfolgert, dass die Lehrerrolle weg von einer belehrenden Instanz hin zu einer begleitenden, beratenden Funktion transformiert werden sollte, um einen forschenden Gestus bei den Schülern zu ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

