Bachelorarbeit, 2024
93 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Schwules Leben in Deutschland
2.1.1 Schwule Geschichte
2.1.2 Lebenssituationen schwuler Männer heute
2.2 Chemsex
2.2.1 Das Phänomen Chemsex
2.2.2 Substanzkonsum und Sexualität
2.3 Arbeitsfeld Suchthilfe
2.3.1 Aufträge und Angebote der Suchthilfe
2.3.2 Sonderrolle der Aidshilfen
2.3.3 Sexualität in der Suchthilfe
2.4 Schwulensensibilität in der Sozialen Arbeit
3. Empirischer Teil
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Feldzugang
3.3 Erhebungs- und Auswertungsinstrumente
3.4 Auswertung der Forschungsergebnisse
3.4.1 Kurzportraits der Interviewpartner
3.4.2 Ergebnisse der Interviews
3.4.2.1 Antragstellung bei der Aidshilfe
3.4.2.2 Rehabilitation in der Suchtklinik
3.4.2.3 Teilnahme an Selbsthilfegruppen
3.4.2.4 Sexualität in der Suchthilfe
3.4.2.5 Prävention
3.4.2.6 Peer-to-Peer
3.4.2.7 Großstadt A
3.5 Diskussion
3.5.1 Die Arbeit der Aidshilfen
3.5.2 Die Arbeit der Suchtkliniken
3.5.3 Peer-to-Peer Ansätze in Selbsthilfegruppen, Beratung und Therapie
3.5.4 Sexualität in der Suchthilfe
3.5.5 Prävention
3.5.6 Großstadt A
3.6 Forschungsreflexion
4. Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie schwulensensibel bestehende Angebote der Suchthilfe für Männer sind, die Chemsex praktizieren. Angesichts der Stigmatisierung und Marginalisierung schwuler Männer sowie der spezifischen Risiken sexueller Konsummuster hinterfragt die Untersuchung, inwiefern professionelle Suchthilfeangebote den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden.
Hierarchien und Selbstidentifikation im qualitativen Forschungsprozess
In der partizipativen Forschung ist das Ziel soziale Wirklichkeiten verstehen und verändern zu wollen. Dabei werden diese erforscht und beeinflusst. Gesellschaftliche Akteur*innen sollen in der Forschung Beteiligung, Selbstbefähigung und Ermächtigung erfahren. Durch die Teilhabe an der Forschung soll mehr gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden (Unger 2014, S.1). An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass meine Forschung nicht auf die Kriterien partizipativer Forschung untersucht wurde. Es soll lediglich aufgezeigt werden, dass meine eigene queere Identität auch Vorteile in der Forschung mit Chemsex-Usern hat. Mir ist es beispielsweise gelungen die Hierarchien zwischen mir und den Interviewpartnern flach zu halten. Auch nach den Interviews bin ich mit ihnen in Kontakt geblieben und habe berücksichtigt, mit welchen Inhalten sie sich in ihren Kurzportraits und in der Auswertung der Interviews wohlfühlen. Das Ziel dabei war es, ihnen Teilhabe an der Forschung zu ermöglichen. In Kapitel 3.3 Erhebungs- und Auswertungsinstrumente bin ich bereits darauf eingegangen, dass ich durch meine eigene Zugehörigkeit zur queeren Community, eine besondere Nähe zum Forschungsgegenstand habe. Dadurch kam ich sehr schnell mit den Interviewteilnehmern ins Gespräch. Auch über schwule und queere Themen konnten wir gut miteinander reden und es benötigte keine Erklärungen für Begrifflichkeiten. An einigen Stellen war es allerdings auch herausfordernd zu einem Thema zu forschen, mit dem ich mich teilweise selbst identifiziere.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Stigmatisierung schwuler Männer und führt in das Forschungsfeld sowie die zentrale Fragestellung zur Schwulensensibilität in der Suchthilfe ein.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel exploriert die Geschichte schwulen Lebens in Deutschland, definiert Chemsex und untersucht das Arbeitsfeld Suchthilfe sowie die Relevanz von Schwulensensibilität.
3. Empirischer Teil: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen, den Feldzugang und präsentiert die Auswertung von Experteninterviews, diskutiert Ergebnisse und reflektiert den Forschungsprozess kritisch.
4. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, identifiziert Forschungsbedarfe und leitet Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit ab.
Chemsex, Suchthilfe, Aids-Hilfe, Schwulensensibilität, Sozialarbeit, Homosexualität, Substanzkonsum, Rehabilitation, qualitative Forschung, Peer-to-Peer, Stigmatisierung, Prävention, Sexualität, Diskriminierung, Gruppentherapie
Die Arbeit untersucht, wie schwulensensibel die Angebote der Suchthilfe für Männer sind, die Chemsex praktizieren, und analysiert hierbei die Erfahrungen betroffener Männer.
Die Arbeit deckt die Geschichte schwulen Lebens, die Definition und Auswirkungen von Chemsex, die Strukturen des Suchthilfesystems sowie die Bedeutung von Schwulensensibilität in Beratungs- und Therapiekontexten ab.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Wie schwulensensibel sind die Angebote der Suchthilfe für Männer, die Chemsex haben?“
Der Autor führt eine qualitative Forschung durch, basierend auf problemzentrierten Leitfadeninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil widmet sich dem methodischen Vorgehen, der Vorstellung der Interviewpartner sowie der detaillierten Auswertung der verschiedenen Kategorien wie Aidshilfe-Kontakte, Erfahrungen in Suchtkliniken und die Bedeutung von Peer-to-Peer-Ansätzen.
Chemsex, Suchthilfe, Schwulensensibilität, Aidshilfe, Rehabilitation, Diskriminierung, Prävention und Peer-to-Peer sind zentrale Begriffe.
Die lokalen Aidshilfen bieten laut den Interviews oft den sensibleren Zugang und eine höhere fachliche Kompetenz in Bezug auf die Lebenswelt von Chemsex-Usern als die allgemeinen Suchtkliniken.
Das „quapsss“-Projekt wird als Ansatz der Deutschen Aidshilfe beschrieben, um durch Gruppenangebote und Kompetenzmodule die Versorgungssituation für Chemsex-User zu verbessern und die Selbsthilfe zu stärken.
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