Bachelorarbeit, 2022
34 Seiten
1 Einleitung
2 Definition der Schlüsselbegriffe
2.1 der Mensch
2.2 die Natur
2.3 die Bosheit
3 Zusammenhänge
3.1 Natur durch Mensch
3.2 Freiheit durch die Natur
3.3 Bosheit durch Freiheit
3.4 Moralität durch Bosheit
3.5 Mensch durch Moralität
4 Zusammenfassung der Interpretation
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung „Der Mensch ist von Natur böse“ (Kant AA VI 32) von Immanuel Kant, um den genauen Bedeutungsgehalt dieses Zitats im Kontext der kantischen Philosophie zu explizieren und bestehende Missverständnisse in dessen Interpretation zu klären.
2.1 der Mensch
Bereits in der „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ nennt Kant den Menschen das „vernünftige Wesen“, womit aber nicht nur die Vernunftbegabung gemeint ist, sondern auch, dass der Mensch die Möglichkeit für ein von dem Verstand geleitetes Handeln hat. Die Idee vom vernunftbegabten Menschen bildet den Kern von Kants Ethik. Der Verstand soll und muss der Handlung zugrunde liegen. Die Hauptschwierigkeit des Menschen bildet dabei die Dualität zwischen Sinnen und Verstand. Der Mensch als denkendes und rationales Wesen ist stets seinen Trieben und Emotionen ausgesetzt, weswegen die Umsetzung des vernünftigen Handelns durch viele verschiedene Einflüsse seine Schwierigkeiten birgt.
„Ein jedes Ding der Natur wirkt nach Gesetzen. Nur ein vernünftiges Wesen hat das Vermögen, nach der Vorstellung der Gesetze, d. i. nach Prinzipien, zu handeln, oder einen Willen“
Demnach wird der Wille von der Vernunft bestimmt, was bedeutet, dass der Wille zwar unabhängig von den Neigungen agiert, aber dass er auch auf der Freiheit beruht. Denn ohne diese Freiheit, könnte der Mensch keinen Willen entwickeln.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und philosophische Relevanz der Frage nach dem Bösen ein und präzisiert die Zielsetzung der Arbeit, die Aussage Kants zur natürlichen Bosheit des Menschen zu untersuchen.
2 Definition der Schlüsselbegriffe: In diesem Kapitel werden die fundamentalen Begriffe Mensch, Natur und Bosheit im Kontext der kantischen Philosophie definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Zusammenhänge: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Wechselwirkungen zwischen den definierten Begriffen, insbesondere das Verhältnis zwischen Naturbestimmung, Freiheit und moralischer Wahlmöglichkeit.
4 Zusammenfassung der Interpretation: Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung werden hier gebündelt, wobei die radikale Natur des Bösen und dessen Vereinbarkeit mit der menschlichen Freiheit hervorgehoben werden.
5 Fazit: Das Abschlusskapitel resümiert die Beantwortung der Ausgangsfrage und ordnet die Erkenntnisse in den größeren Kontext der kantischen Anthropologie und Moralphilosophie ein.
Immanuel Kant, Mensch, Natur, Bosheit, Freiheit, Wille, Autonomie, Moralität, Vernunft, Hang zum Bösen, Maximen, Kategorischer Imperativ, Sittenlehre, Kausalität, Zurechenbarkeit
Das primäre Ziel ist es, das Kant-Zitat „Der Mensch ist von Natur böse“ kritisch zu hinterfragen, um zu verstehen, was Kant mit dieser Aussage genau meint.
Die Arbeit behandelt die philosophische Anthropologie Kants, das Spannungsfeld zwischen Sinnenwelt und Verstandeswelt sowie die moralische Verantwortung des Menschen.
Wie lässt sich die Aussage „Der Mensch ist von Natur böse“ innerhalb des Systems von Kants Philosophie interpretieren, ohne auf Missverständnisse bezüglich der Triebfeder des menschlichen Handelns zu stoßen?
Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf Kants Primärquellen sowie relevanter Sekundärliteratur aufbaut, um eine begriffliche Klärung und systematische Einordnung der Zitate vorzunehmen.
Im Hauptteil werden zunächst die Schlüsselbegriffe definiert, bevor in einer systematischen Untersuchung die Zusammenhänge zwischen Menschsein, Natur, Freiheit und der Wahl moralischer Maximen dargelegt werden.
Zentrale Begriffe sind neben der Philosophie Kants insbesondere Autonomie, moralische Zurechenbarkeit, der "Hang zum Bösen" und die Unterscheidung zwischen dem empirischen und dem intelligiblen Charakter.
Kant beschreibt den Menschen als duales Wesen: Als Sinnenwesen ist er den Naturgesetzen und Neigungen unterworfen, während er als Vernunftwesen durch Freiheit, Autonomie und das moralische Gesetz bestimmt wird.
Das Ergebnis legt nahe, dass Bosheit bei Kant nicht als eine angeborene biologische Eigenschaft missverstanden werden darf, sondern als eine Möglichkeit der freien Entscheidung zur Abkehr von moralischen Maximen, die in jedem Menschen angelegt ist.
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