Bachelorarbeit, 2010
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Finanzmarktkrisenbedingte Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand
2.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes in der Gesamtwirtschaft
2.2 Finanzierungssituation des Mittelstandes
2.2.1 Einfluss des Baseler Akkordes II
2.2.2 Finanzierungsstruktur des Mittelstandes
2.2.3 Finanzierungsschwierigkeiten im Zuge der Finanzkrise
3 Factoring als Instrument des Krisenmanagements
3.1 Grundlagen und Funktionsweise von Factoring
3.1.1 Begriffsbestimmung
3.1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.1.3 Ablauf
3.1.4 Betriebswirtschaftliche Funktionen
3.2 Ausgestaltungsformen von Factoring
3.2.1 Factoring mit und ohne Delkredere
3.2.2 Inhouse-Factoring
3.2.3 Offenes und stilles Factoringverfahren
3.2.4 Fälligkeitsfactoring
3.2.5 Sonderformen
4 Anwendung von Factoring auf mittelständische Unternehmen
4.1 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung
4.1.1 Anforderungen an das Unternehmen
4.1.2 Anforderungen an die Forderungen und an das Produkt
4.1.3 Anforderungen an das Factoringinstitut
4.2 Kosten des Factoring
4.3 Auswirkungen von Factoring auf das Unternehmen
4.3.1 Auswirkungen auf Zahlungsfähigkeit und Rentabilität
4.3.2 Auswirkungen auf Bilanz und Kennzahlen
4.3.3 Zusätzliche Auswirkungen
4.4 Grenzen und Probleme der Factoringlösung
4.5 Lösbarkeit der Finanzierungsproblematik
4.6 Empirische Ergebnisse und deren Evaluation
4.6.1 Zielsetzung der Umfrage
4.6.2 Methodische Vorgehensweise
4.6.3 Analyse und Bewertung der Ergebnisse
4.6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Fazit
Die Arbeit untersucht das Finanzierungsinstrument Factoring als alternatives Krisenmanagement-Instrument für mittelständische Unternehmen, die unter der restriktiven Kreditvergabe der Banken während der Finanzmarktkrise leiden. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den Forderungsverkauf Liquidität generiert, die Bonität verbessert und die Unabhängigkeit vom klassischen Bankkredit erhöht werden kann.
3.1.1 Begriffsbestimmung
Unter dem Finanzierungsbegriff Factoring versteht man den fortlaufenden Ankauf von kurzfristigen Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen durch ein Factoringunternehmen gegen gewerbliche Mehrfachabnehmer seines Factoringkunden. Das Factoringunternehmen (Factor) verpflichtet sich auf Grundlage eines abgeschlossenen Rahmenvertrages seinem Forderungsverkäufer (Factoringkunde) die laufenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen seine Abnehmer (Debitoren) abzukaufen. Factoring kann damit der Innenfinanzierung zugeordnet werden, da es sich um eine Vermögensumschichtung, genauer gesagt um eine Kapitalfreisetzung durch die Veräußerung von Forderungen an den Factor, handelt. Der Ankauf von Einzelforderungen wird ausgeschlossen. Hierdurch grenzt sich Factoring schon von anderen, einzelgeschäftsbezogenen Finanzierungsalternativen wie z.B. der Forfaitierung sowie den Asset-Backed-Securities ab.
Factoring hat aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise drei verschiedene Elemente: Finanzierungsfunktion, Dienstleistungsfunktion sowie Delkrederefunktion (Schutz bei Zahlungsunfähigkeit des Debitors). Das reguläre Standardverfahren eines Factoringgeschäfts deckt alle drei Funktionen ab und wird daher auch als Full-Service-Factoring bezeichnet. In der Praxis gibt es allerdings weitere Varianten und Vertragsformen, die in Kapitel 3.2 ausführlich vorgestellt werden.
1 Einleitung: Beleuchtung der schwierigen Finanzierungssituation des deutschen Mittelstands infolge der Finanzkrise und Einführung in das Thema Factoring als Lösungsansatz.
2 Finanzmarktkrisenbedingte Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand: Analyse der Bedeutung des Mittelstands, der Auswirkungen von Basel II und der durch die Finanzkrise verschärften Kreditbedingungen.
3 Factoring als Instrument des Krisenmanagements: Detaillierte Darstellung der Grundlagen, Funktionsweisen, rechtlichen Rahmenbedingungen und verschiedener Ausgestaltungsformen von Factoring.
4 Anwendung von Factoring auf mittelständische Unternehmen: Untersuchung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung, der Kostenstruktur sowie der bilanztechnischen Auswirkungen anhand theoretischer und empirischer Daten.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von Factoring als Kriseninstrument für KMU unter Berücksichtigung der in der Arbeit erörterten Potenziale und Grenzen.
Factoring, Mittelstand, Finanzkrise, Liquidität, Kreditklemme, Forderungsmanagement, Delkrederefunktion, Basel II, Eigenkapitalquote, Innenfinanzierung, Debitorenmanagement, Finanzierungsinstrument, Unternehmensfinanzierung, Bonität, Restrukturierung
Die Arbeit analysiert, wie mittelständische Unternehmen während der Finanzkrise das Instrument Factoring nutzen können, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken und sich unabhängiger von restriktiven Bankkrediten zu machen.
Im Zentrum stehen die Finanzierungssituation des Mittelstandes, die theoretischen und praktischen Grundlagen des Factorings sowie die empirische Auswertung von Erfahrungen deutscher Factoring-Institute.
Das Ziel ist die Evaluierung des Nutzens von Factoring für mittelständische Betriebe, insbesondere in Bezug auf Liquiditätssicherung, Rentabilitätssteigerung und den Schutz vor Forderungsausfällen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form einer Befragung der Mitglieder des deutschen Factoring-Verbandes.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der krisenbedingten Finanzierungsprobleme, eine technische Erläuterung der Factoring-Funktionen sowie eine Analyse der Implementierungsvoraussetzungen und der konkreten Auswirkungen auf die Unternehmensbilanz.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Factoring, Liquiditätssicherung, Finanzkrise, Bonitätsprüfung und Forderungsmanagement.
Beim "echten" Factoring übernimmt der Factor neben der Finanzierungs- und Dienstleistungsfunktion auch das Delkredererisiko (Ausfallrisiko), während dieses beim "unechten" Factoring beim Kunden verbleibt.
Laut der empirischen Analyse der Arbeit dauert der Prozess vom ersten Kontakt bis zur tatsächlichen Wirkung (Auszahlung) im Durchschnitt etwa zwei bis drei Monate, was ein rechtzeitiges Agieren bei Liquiditätsproblemen erforderlich macht.
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