Examensarbeit, 2005
128 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Historischer Kontext
2.1 Vorbemerkung
2.2 Die Geschichte der Tuberkulose
2.3 Die Tuberkulose im 20. Jahrhundert
3. Der Tuberkuloseerreger Mycobacterium tuberculosis
3.1 Vorbemerkung
3.2 Erregerspezies der Mykobakterien
3.2.1 Systematische Unterteilung der Mykobakterien
3.2.2 Tuberkulose auslösende Mykobakterien
3.2.3 Die Übertragbarkeit der Tuberkulose zwischen Mensch und Tier
3.3 Entwicklung des Artnamens von Mycobacterium tuberculosis
3.4 Morphologie und Kultivierung der Tuberkuloseereger
3.4.1 Der Aufbau der Mykobakterien
3.4.2 Wachstum und Vermehrung von Mycobacterium tuberculosis
3.5 Die Zellwand von Mycobacterium tuberculosis
3.5.1 Resistenz gegen äußere Einflüsse
4. Immunantwort des Körpers gegen Mycobacterium tuberculosis
4.1 Anatomische und physiologische Grundlagen der Lunge
4.2 Das Lymphsystem der Lunge
4.3 Immunabwehr der Lunge gegen den Tuberkuloseerreger
4.3.1 Bekämpfung der Tuberkuloseerreger durch Granulombildung
4.4 Der Tuberkulintest
5. Die Lungentuberkulose im menschlichen Organismus
5.1 Vorbemerkungen und Definitionen
5.2 Ursache und Entstehung der Lungentuberkulose
5.3 Der Tuberkuloseablauf im Körper
5.3.1 Die Primärinfektion
5.3.2 Miliartuberkulose und Landouzy-Sepsis
5.4 Postprimäre Lungentuberkulose (Reaktivierungstuberkulose)
5.4.1 Pleuritis exsudativa tuberculosa
5.4.2 Kavernöse Lungentuberkulose
5.4.3 Käsige Pneumonie
5.4.4 Exsudative, produktive und zirrhotische Lungentuberkulose
5.5 Weitere und extrapulmonale Tuberkuloseformen
5.6 Nichtuberkulöse Mykobakteriosen
5.7 Diagnostik der Lungentuberkulose
5.7.1 Diagnostische Grundbegriffe der Tuberkulose
5.7.2 Diagnostikverfahren und Differentialdiagnose der Lungen-Tbc
5.7.3 Differentialdiagnose der Lungentuberkulose
5.8 Therapie der Lungentuberkulose
5.8.1 Ziele der antituberkulösen Chemotherapie
5.8.2 Wirkprinzipien der Antituberkulotika
5.8.3 Basismedikamente der antituberkulösen Chemotherapie
5.8.4 Nebenwirkungen der Antituberkulosepräparate
5.8.5 Stationäre und ambulante Chemotherapie
5.8.6 Praxis der Chemotherapie und Resistenzentwicklung
5.8.7 Polyresistente Erreger (multi-drug resistance)
5.8.8 Chirurgische Therapie
5.9 Spätfolgen einer Lungentuberkulose
5.10 Infektionsverhütung und Prävention
5.10.1 Infektionsverhütung
5.10.2 Prävention gegen Tuberkulose
6. Die Rückkehr der Tuberkulose
6.1. Vorbemerkung
6.2 Epidemiologie der Tuberkulose
6.3 Tuberkulose in Deutschland
6.3.1 Aktuelle Situation in Deutschland
6.3.2 Organmanifestation und Geschlechterverteilung der Tuberkulose
6.3.3 Therapieerfolg und Resistenzsituation
6.4 Tuberkulosesituation in West- und Osteuropa / ehem. Sowjetunion
6.4.1 Resistenzentwicklung von Mycobacterium tuberculosis
6.5 Die Tuberkulosesituation weltweit
6.5.1 Weltweite Strategie gegen Tuberkulose
7. Ausblick und Diskussion
8. Zusammenfassung
9. Literaturverzeichnis/ Internetquellen
Diese Arbeit bietet einen umfassenden medizinischen und historischen Überblick über das Krankheitsbild der Tuberkulose, wobei der Fokus auf dem Erreger Mycobacterium tuberculosis und seiner Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem liegt, um das Wiederaufflackern dieser globalen Bedrohung im modernen Kontext zu beleuchten.
3.4 Morphologie und Kultivierung der Tuberkuloseereger
Mycobacterium tuberculosis läßt sich als gebogenes Stäbchenbakterium mit abgerundeten Enden und einem Durchmesser von ca 0,3 – 0,6 µm beschreiben. In seiner Länge misst der Tuberkuloseerreger etwa 1 - 4 µm. Anhand der äußeren Form lassen sich die Tuberkulosebakterien nicht von den atypischen Mykobakterien („MOTT“) unterscheiden (SILL, 1993; SINGELTON, 1995).
Bei ROLLE und MAYR (1993) werden zwischen Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium bovis morphologische Unterschiede erkannt. So wird Mycobacterium tuberculosis bei mikroskopischer Betrachtung länger und schlanker beschrieben als der bovine Erreger.
Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium bovis sind grundsätzlich als anspruchslose Bakterien zu bezeichnen. Ohne Weiteres ist es möglich, diese Spezies auf lipidhaltigen Nährböden in aerober Atmosphäre mit 5 - 10 % CO2 zu kultivieren. Üblicherweise wird hier ein Glycerin- Eier-Nährmedium nach Löwenstein und Jensen verwendet, welchem Wachstumshemmer gegen andere Keime beigefügt sind (OETHINGER, 2000).
Die im Boden vorkommenden und nicht-pathogenen Erreger benötigen hingegen keine Zusätze und wachsen schneller (SCHLEGEL, 1992). Des Weiteren werden Mykobakterien als unbeweglich und überwiegend als Aerobier beschrieben. Nach der Färbemethode von Gram, werden Mykobakterien den Gram-positiven Species zugeteilt, obwohl sich diese Methode wegen des hohen Lipidgehaltes in der Zellwand nicht zur farblichen Darstellung eignet. Die Färbung erscheint nur schwach (HAHN et al., 2001).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entdeckung des Erregers durch Robert Koch ein und skizziert die Problematik, dass die Tuberkulose trotz medizinischer Fortschritte heute wieder eine wachsende globale Bedrohung darstellt.
2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung der Tuberkulose über Jahrtausende hinweg, von frühen Knochenfunden bis hin zur Ära der industriellen Revolution, und analysiert die Anstrengungen der Medizin zur Krankheitsbekämpfung bis in die 1980er Jahre.
3. Der Tuberkuloseerreger Mycobacterium tuberculosis: Hier werden die biologischen Merkmale, die Morphologie, der Zellwandaufbau und die Wachstumsbedingungen des Erregers detailliert erläutert, welche entscheidend für dessen Virulenz und Resistenz sind.
4. Immunantwort des Körpers gegen Mycobacterium tuberculosis: Dieses Kapitel erklärt die komplexen Abwehrmechanismen des menschlichen Immunsystems, einschließlich der Rolle von Makrophagen und der Granulombildung im Kampf gegen den Erreger in der Lunge.
5. Die Lungentuberkulose im menschlichen Organismus: Hier werden die verschiedenen Stadien der Infektion, von der Primärinfektion bis hin zur postprimären Tuberkulose sowie deren klinische Erscheinungsformen, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten umfassend dargelegt.
6. Die Rückkehr der Tuberkulose: Dieses Kapitel analysiert die epidemiologische Situation des globalen Anstiegs der Tuberkulosefälle, die zunehmende Resistenzentwicklung sowie die Auswirkungen von Faktoren wie Armut und der HIV-Epidemie auf die weltweite Verbreitung.
7. Ausblick und Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen globalen Lage, die auf die Notwendigkeit internationaler Solidarität und verstärkter Forschung in Industrienationen hinweist, um dem Fortschreiten der Epidemie entgegenzuwirken.
8. Zusammenfassung: Eine kompakte Wiederholung der zentralen Erkenntnisse über die Erregerbiologie, Immunabwehr, Krankheitsverläufe und die globale epidemiologische Problematik.
9. Literaturverzeichnis/ Internetquellen: Eine Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Studien und Internetquellen, die der Arbeit zugrunde liegen.
Tuberkulose, Mycobacterium tuberculosis, Lungentuberkulose, Immunsystem, Makrophagen, Granulom, Chemotherapie, Antibiotikaresistenz, Multiresistenz, HIV, Epidemiologie, Infektionskrankheit, Weltgesundheit, DOTS-Strategie, Pneumologie.
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Tuberkulose, untersucht deren historischen Hintergrund, die Biologie des Erregers Mycobacterium tuberculosis sowie die komplexe Interaktion mit dem menschlichen Immunsystem und analysiert abschließend die Ursachen für die globale Rückkehr der Krankheit.
Zentral sind die medizinischen Aspekte der Infektion, die immunologischen Prozesse in der Lunge, die diagnostischen Verfahren sowie die globale epidemiologische Situation inklusive der Herausforderungen durch resistente Bakterienstämme und soziale Faktoren wie Armut und HIV.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Tuberkulose zu geben, um zu verdeutlichen, warum die Krankheit entgegen früheren Prognosen wieder eine akute weltweite Bedrohung darstellt und welche Strategien zu ihrer Eindämmung erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der medizinischen Fachliteratur, einer Auswertung epidemiologischer Daten und der Diskussion aktueller Studien zur Tuberkulosebekämpfung und Erregerbiologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die biologische Charakterisierung des Erregers, die detaillierte Darstellung der Immunantwort des Körpers, die klinischen Formen der Lungentuberkulose sowie die kritische Analyse der aktuellen weltweiten Tuberkulosesituation.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Tuberkulose, Erregerbiologie, Immunabwehr, Therapieerfolg, Multiresistenz und globale Gesundheitsstrategien definieren.
Das Immunsystem versucht den Erreger durch die Bildung von Granulomen "einzumauern", um eine Streuung in andere Organe zu verhindern. Oft kann der Körper den Erreger dadurch über Jahrzehnte in Schach halten, bei einer Schwächung des Immunsystems kann es jedoch zum Ausbruch kommen.
Die Behandlung ist langwierig, da der Erreger in einem ruhenden Zustand überleben kann. Zudem führt eine unzureichende Therapie oder unregelmäßige Medikamenteneinnahme zur Bildung von resistenten Stämmen, was die Heilung deutlich erschwert und teure Zweitrangmedikamente erfordert.
HIV schwächt das Immunsystem erheblich, was das Risiko für HIV-Positive massiv erhöht, an einer aktiven Tuberkulose zu erkranken. Dies fördert die Ausbreitung der Krankheit, insbesondere in afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
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