Bachelorarbeit, 2010
40 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Begriffliche Grundlagen
3. Die Bestimmung der Kostensätze
3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes
3.2 Möglichkeiten zur Bestimmung des Fehlmengenkostensatzes
4. Die Auswirkungen und Beziehungen unterschiedlich hoher Kostensätze im klassischen Losgrößenmodell
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
I. Die Herleitung der optimalen Losgröße q*
II. Die Herleitung der optimalen Losgröße q* mit Fehlmengen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Bestimmung von Lagerhaltungs- und Fehlmengenkostensätzen im klassischen Losgrößenmodell. Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf diese Kostensätze zu analysieren, Bestimmungsmethoden aufzuzeigen und die Auswirkungen unterschiedlich hoher Kostensätze auf die kostenoptimale Losgröße und den Lagerbestand zu bewerten.
3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes
Einer der Hauptbestandteile der Teilkostensätze, aus denen sich der Lagerhaltungskostensatz zusammensetzt, sind die Kosten für die Kapitalbindung je Stück. Häufig erfolgt eine Bestimmung der Kapitalbindung über die Zinsen auf das gebundene Kapital. Die in der Unternehmenspraxis angegebenen Zinssätze von unter 6% bis über 30% machen dabei bereits deutlich, dass bei der Bestimmung des Zinssatzes große Spielräume existieren und die Bewertung von unternehmensspezifischen Charakteristika abhängt.
Grundsätzlich kann zwischen einer Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung der Lagerbestände differenziert werden, wobei in der Praxis vor allem Mischformen zwischen diesen beiden Finanzierungsarten auftreten. Der Zinssatz für das Fremdkapital kann dabei als Durchschnittswert der verschiedenen Zinssätze, zu denen das Fremdkapital aufgenommen wurde, angesetzt werden.
Die Kosten des Eigenkapitals können dagegen durch die von den Eigenkapitalgebern erwartete Rendite, also z.B. durch die erwartete Größe des „Return on Equity“ (ROE), beschrieben werden, die sich häufig an den branchen- bzw. marktüblichen Eigenkapitalrenditen orientiert. Eine alternative Möglichkeit ist es, die tatsächlich vom Unternehmen realisierte Rendite zur Angabe der Eigenkapitalkosten heranzuziehen.
1. Problemstellung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der korrekten Kostensatzbestimmung für das Losgrößenmodell ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Ermittlungsmethoden und Auswirkungen dieser Kosten.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das klassische Losgrößenmodell, dessen Annahmen und die mathematische Herleitung der optimalen Losgröße ohne Fehlmengen.
3. Die Bestimmung der Kostensätze: Hier werden die einzelnen Komponenten der Lagerhaltungs- und Fehlmengenkosten detailliert analysiert sowie Methoden zu deren Quantifizierung, inklusive des Umgangs mit schwer bewertbaren Werten, erörtert.
3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes: Der Fokus liegt auf der Ermittlung von Kapitalbindungskosten, Versicherungsprämien und weiteren wertabhängigen oder handlingrelevanten Lagerkosten.
3.2 Möglichkeiten zur Bestimmung des Fehlmengenkostensatzes: Dieses Kapitel behandelt die Quantifizierung verschiedener Fehlmengenkostenarten sowie Modelle zur Bewertung von Imageminderungen und Goodwillverlusten.
4. Die Auswirkungen und Beziehungen unterschiedlich hoher Kostensätze im klassischen Losgrößenmodell: Hier wird untersucht, wie Sensitivitätsanalysen und Parameterschwankungen die Modelllösung beeinflussen und welche Konflikte bei der Zielsetzung bestehen.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass keine allgemeingültige Bestimmungsmethode existiert und die Modellentscheidungen stark von den gewählten Kostensatzannahmen abhängen.
I. Die Herleitung der optimalen Losgröße q*: Mathematischer Anhang zur Herleitung des klassischen Modells.
II. Die Herleitung der optimalen Losgröße q* mit Fehlmengen: Mathematischer Anhang zur Herleitung des Modells unter Einbeziehung von Fehlmengen.
Losgrößenmodell, Lagerhaltungskostensatz, Fehlmengenkostensatz, Kapitalbindung, Fehlmengenkosten, Bestandsmanagement, Optimierung, Goodwillverlust, Stückkosten, Beschaffungsmenge, Lagerbestand, Kostensatzbestimmung, Servicegrad, Stückwert, Nachfragerückgang.
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Quantifizierung der Kostensätze für die Lagerhaltung und für Fehlmengen, die essenzielle Parameter im klassischen Losgrößenmodell darstellen.
Die zentralen Felder sind die Aufspaltung der Kostensätze in ihre Bestandteile (wie Kapitalbindung, Versicherung, Handling, Fehlmengenfolgekosten) sowie die methodische Herausforderung, diese Werte realistisch zu schätzen.
Das Ziel ist es, Ansätze zur Bestimmung dieser Kostensätze aufzuzeigen und zu analysieren, wie unterschiedlich hohe Kostensätze das Ergebnis des Losgrößenmodells und damit die optimale Bestellmenge beeinflussen.
Es erfolgt eine theoretische Analyse mathematischer Modelle zur Losgrößenplanung, ergänzt durch eine Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Kostensätze und einer Sensitivitätsbetrachtung der Modellparameter.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Lagerhaltungskosten, die Ermittlung von Fehlmengenkosten – inklusive spezieller Ansätze wie dem Modell von Schwartz zur Imagebewertung – und eine Analyse der Auswirkungen dieser Parameter im Modell.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Losgrößenmodell, Fehlmengenkostensatz, Lagerhaltungskosten, Bestandsmanagement und die ökonomische Modellierung von Kostenstrukturen charakterisieren.
Das Modell von Schwartz nutzt die exponentielle Nachfrageverringerung (perturbed demand) als Proxy, um den durch enttäuschte Kunden entstehenden Goodwillverlust quantitativ erfassbar zu machen.
Die Analyse zeigt, dass das Modell eine gewisse Robustheit gegenüber kleinen Parameterschwankungen aufweist, da die Werte unter der Wurzel stehen; dennoch ist eine fundierte Schätzung für ein adäquates Ergebnis notwendig.
Die Schwierigkeit liegt in den Spielräumen bei Zinssätzen, der Bewertung von Risikoanteilen (z.B. Obsoleszenz) und der Tatsache, dass viele Kosten erst durch die Wahl der Losgröße selbst oder die Bestandshöhe determiniert werden.
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