Bachelorarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffserläuterungen
2.1 Internalisierung externer Effekte …
2.2 … am Beispiel des Klimaproblems
Exkurs: Das Öffentliche-Gut-Problem
3. Methoden
3.1 First-Best-Lösungen
3.1.1 Pigou-Steuer
3.1.2 Coase-Theorem
Exkurs: Das Informationsproblem
3.2 Second-Best-Lösungen
3.2.1 Standard-Preis-Ansatz
3.2.2 Handelbare Eigentumsrechte
Exkurs: Standard-Preis-Ansatz oder handelbare Eigentumsrechte?
3.3 Auflagenpolitik
Exkurs: Auflagenpolitik im System handelbarer Eigentumsrechte
4. Notwendigkeit einer globalen Umsetzung
5. Zusammenfassung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse verschiedener Instrumente zur Internalisierung negativer externer Effekte, wobei das globale Klimaproblem als primäres Anwendungsbeispiel dient. Das Ziel ist es, die theoretische Effizienz und praktische Umsetzbarkeit verschiedener politischer Lösungsansätze unter Berücksichtigung von Informationsproblemen und globalen Rahmenbedingungen kritisch zu evaluieren.
3.2.1 Standard-Preis-Ansatz
William J. Baumol (1922) und Wallace E. Oates (1937) sind US-amerikanische Ökonomen. Im Jahr 1971 entwickelten sie den sogenannten Standard-Preis-Ansatz, der zu einer kosteneffizienten Internalisierung externer Effekte führt. Baumol kritisiert Coase und andere Ökonomen seiner Zeit, die seiner Meinung nach die Diskussion bezüglich der Internalisierung externer Effekte mit ihrer Beurteilung der Pigou-Steuer in die falsche Richtung gelenkt haben.
Der erste Schritt des Standard-Preis-Ansatzes besteht in der Bestimmung einer zu erreichenden Höhe der Externalität. Diese solle von dem Entscheidungsträger so gewählt werden, dass eine angemessene Lebensqualität erzielt werden würde. Der zweite Schritt besteht in der Erhebung einer Mengensteuer auf die Externalität. Diese beansprucht nicht, für eine effiziente Internalisierung des negativen externen Effektes zu sorgen, wofür der Verlauf der Grenzschadenkurve bekannt sein müsste; vielmehr soll mit ihrer Hilfe der zuvor definierte Standard kosteneffizient, also mit minimalem Aufwand, erreicht werden.
1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des Klimawandels als negativer externer Effekt und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich effizienter Gegenmaßnahmen.
2. Begriffserläuterungen: Theoretische Einführung in das Konzept der Externalitäten, die Anwendung auf das Klimaproblem und eine Erläuterung des Öffentliche-Gut-Problems.
3. Methoden: Detaillierte Analyse verschiedener Regulierungsansätze, unterteilt in First-Best-Lösungen, Second-Best-Lösungen und die Untersuchung der ineffizienten Auflagenpolitik.
4. Notwendigkeit einer globalen Umsetzung: Diskussion darüber, warum nationale Alleingänge ineffizient sind und eine internationale Koordination zur Erreichung globaler Kosteneffizienz zwingend erforderlich ist.
5. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Überlegenheit handelbarer Eigentumsrechte als praktikable Lösung für das Klimaproblem.
Externe Effekte, Internalisierung, Klimawandel, öffentliche Güter, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Standard-Preis-Ansatz, handelbare Eigentumsrechte, Auflagenpolitik, Kosteneffizienz, Emissionshandel, Treibhausgase, Grenzschaden, Grenznutzen, globale Klimapolitik.
Die Arbeit untersucht, wie negative externe Effekte, insbesondere die Treibhausgasemissionen im Kontext des Klimawandels, ökonomisch effizient internalisiert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Umweltökonomik, dem Vergleich verschiedener Steuerungsinstrumente und der Herausforderung, eine globale Klimapolitik praktisch umzusetzen.
Die Arbeit fragt nach den effizientesten Wegen zur Aufhaltung des Klimawandels, ohne die volkswirtschaftlichen Kosten unnötig zu steigern, und evaluiert, welche Methode die beste praktisch umsetzbare Lösung darstellt.
Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, die durch mathematische Modellierungen (anhand eines Raucherbeispiels) sowie Literatur- und Studienanalysen (IPCC-Daten) gestützt wird.
Der Hauptteil analysiert First-Best-Lösungen, Second-Best-Lösungen wie den Standard-Preis-Ansatz und handelbare Zertifikate sowie eine kritische Betrachtung der bestehenden Auflagenpolitik in Deutschland.
Zentrale Begriffe sind Externalität, Internalisierung, Klimawandel, Kosteneffizienz und handelbare Eigentumsrechte.
Da Klimaschutz ein öffentliches Gut darstellt, bei dem niemand ausgeschlossen werden kann, entsteht ein Anreiz zum Trittbrettfahren, was eine Internalisierung der verursachten Schäden erschwert.
Sie führt oft zu unterschiedlichen Preisen für die Vermeidung der Externalität an verschiedenen Stellen, anstatt durch ein einheitliches Preissignal die kostengünstigste Reduktion zu erzwingen.
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