Diplomarbeit, 2002
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Vorgehensweise
2. Unternehmerdefinition – eine Abgrenzung
3. Theorien zur Unternehmerpersönlichkeit
3.1 Erkenntnisse der allgemeinen Persönlichkeitspsychologie
3.1.1 Persönlichkeit und Persönlichkeitsmerkmale
3.1.2 Konsistenz im Verhalten
3.2 Unternehmerbezogene Persönlichkeitsforschung
3.2.1 Merkmalsorientierter Forschungsansatz (trait approach)
3.2.1.1 Persönlichkeitsmerkmale des Unternehmers – ein Portfolio
3.2.1.2 Kritische Bemerkungen und Empfehlungen
3.2.1.3 Abschlussbemerkung
3.2.2 Dynamisch-prozessualer Ansatz
3.2.3 Weitere Forschungsschwerpunkte – eine Auswahl
3.2.3.1 Situativ-interaktive Sichtweise des Attitude-Approach
3.2.3.2 Typologische Forschungsansätze
3.2.3.3 Unternehmerische Orientierung und ihre Beziehung zur Unternehmerpersönlichkeit
3.3 Demographische Einflüsse
3.3.1 Arbeitsplatzes und (Un-)Zufriedenheit
3.3.2 Arbeitserfahrung
3.3.3 Alter
3.3.4 Geschlecht, ethnische Herkunft und kulturelle Einflüsse
3.3.5 Bildung
3.3.6 Rolle der Eltern
4. Ein integratives Gesamtmodell zur Evidenz der unternehmerischen Persönlichkeit
4.1 Der Unternehmer und sein Umfeld
4.2 Modell der unternehmerischen Disposition
4.2.1 Persönlichkeit
4.2.2 Umwelt
4.2.3 Situative Wahrnehmung
4.2.4 Einflussnahme und Wirkungsbereich
4.2.5 Auslösendes Ereignis, Intention und Gründungsaktivität
5. Schlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Existenz einer spezifischen "Unternehmerpersönlichkeit" im Kontext des Gründungsprozesses. Ziel ist es, den Einfluss persönlicher Charakteristika auf die Gründungsentscheidung sowie den unternehmerischen Erfolg zu analysieren und ein integratives Modell der unternehmerischen Disposition zu entwickeln, das neben Persönlichkeitsmerkmalen auch situative und umweltbezogene Faktoren berücksichtigt.
3.2.1 Merkmalsorientierter Forschungsansatz (trait approach)
Die historische Literatur zum Unternehmertum konzentrierte sich auf eine funktionale Erklärung von Unternehmer und Unternehmertum (Kirzner, 1973; Schumpeter, 1952; Knight, 1921; Say, 1841). Erst McClellands (1961) Untersuchungen zur Leistungsmotivation des Unternehmers richtete die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Handlung zum Handelnden und dessen Persönlichkeitsmerkmalen (Shaver/Scott, 1991, S. 23). Die Suche nach fundierten Charaktereigenschaften des Unternehmers dominiert seither weite Teile der Entrepreneurship-Forschung.
Kirschbaum (1990, S. 82) beschreibt den Unternehmer beispielsweise als jemanden, „der von der ‚Machbarkeit‘ der Dinge überzeugt ist, der sich in Situationen sozialer Abhängigkeit unbehaglich fühlt, Autoritäten zurückweist und unwillig ist, sich zu unterwerfen, dagegen aber eine positive Beziehung zu Gleichrangigen hat.“ Zudem sei er „dynamischer, durchsetzungsfähiger, entschlossener, [ ... ] verantwortungs- und risikofreudiger als abhängig Beschäftigte“ (ebd.).
Der „entrepreneurial mind“ scheint etwas Besonderes zu sein. Er arbeitet hart, sieht ein Glas halbvoll, statt halb leer, Stillstand empfindet er als unbefriedigend. Er will sich selbst und andere stets übertreffen, und nutzt Fehler, um aus ihnen zu lernen (Timmons, 1994, S. 24).
1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Bedeutung von KMU für das Wirtschaftswachstum und stellt die zentrale Frage nach den persönlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Gründungsaktivitäten.
2. Unternehmerdefinition – eine Abgrenzung: Dieses Kapitel erörtert die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition des Unternehmers und grenzt diese von angrenzenden Begriffen wie Managern und Kleinunternehmern ab.
3. Theorien zur Unternehmerpersönlichkeit: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit psychologischen Ansätzen, Persönlichkeitsmerkmalen, demographischen Einflüssen und verschiedenen theoretischen Erklärungsmodellen.
4. Ein integratives Gesamtmodell zur Evidenz der unternehmerischen Persönlichkeit: Es wird ein Modell entwickelt, das die Unternehmerpersönlichkeit als zentrales Element im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren und situativer Wahrnehmung für den Gründungsprozess darstellt.
5. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über stabile Persönlichkeitsmerkmale zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer differenzierteren Forschung unter Einbeziehung weiterer Erfolgsdeterminanten.
Unternehmerpersönlichkeit, Entrepreneurship, Gründungsforschung, Leistungsmotiv, Risikobereitschaft, Kontrollüberzeugung, Selbstwirksamkeit, Innovationsfähigkeit, Unternehmensgründung, Persönlichkeitspsychologie, Disposition, Gründungsabsicht, Metaanalyse, KMU, Humankapital
Die Diplomarbeit untersucht, ob es eine spezifische Persönlichkeitsstruktur gibt, die den Unternehmer auszeichnet und die Unternehmensgründung maßgeblich beeinflusst.
Die zentralen Felder sind die Definition des Unternehmers, die psychologische Eigenschaftsforschung (Traits), demographische Einflüsse sowie die Modellbildung für den unternehmerischen Gründungsprozess.
Das Ziel ist es, die Rolle der Persönlichkeit bei Gründungsentscheidungen zu klären und zu hinterfragen, ob persönliche Eigenschaften auch den späteren wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens determinieren.
Der Autor führt eine fundierte Literaturanalyse bestehender psychologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Theorien durch und bezieht sich dabei auf zahlreiche empirische Studien und Metaanalysen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Persönlichkeitsmerkmale wie das Leistungsmotiv, Kontrollüberzeugung, Risikoneigung und Kreativität sowie deren Korrelation mit unternehmerischem Verhalten und Erfolg.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Unternehmerpersönlichkeit, Gründungsforschung, Psychologie, Risikobereitschaft und Leistungsmotivation charakterisieren.
Der Autor vermutet und belegt durch die Literatur, dass Persönlichkeitsmerkmale zwar maßgeblich die Gründungsentscheidung bestimmen, der direkte statistische Einfluss auf den späteren wirtschaftlichen Erfolg jedoch relativ schwach ist und durch andere Faktoren moderiert wird.
Der Begriff "Heffalump" (aus Winnie Puuh) wird in der Literatur genutzt, um kritisch darauf hinzuweisen, dass oft Eigenschaften als "unternehmertypisch" beschrieben werden, die in der Realität schwer nachzuweisen sind oder bei denen der "wahre" Unternehmer nie eindeutig identifiziert wurde.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

