Bachelorarbeit, 2024
68 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Forschungsfrage
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Pflegeklassifikationen
2.2 Omaha-System
2.3 Anwendungsbeispiel des Omaha-Systems
2.3.1 Fallbeschreibung
2.3.2 Diagnosen des Fallbeispiels
2.3.3 Maßnahmen des Fallbeispiels
2.3.4 Evaluation des Fallbeispiels
3 Methodik
3.1 Anwendbarkeit des Omaha-Systems in Literatur
3.2 Datenerhebung der Studie
3.3 Inhaltsanalyse und Methodenmix in der Studie
4 Empirische Studie
4.1 Studiendesign
4.2 Analyse der erhobenen Studiendaten
5 Ergebnisse der Studie
5.1 Ergebnisse bei Omaha-Diagnosen
5.2 Ergebnisse bei Omaha-Symptomen
5.3 Ergebnisse bei Omaha-Interventionen
6 Diskussion
6.1 Limitationen
6.2 Schlussfolgerungen
6.2.1 Anwendbarkeit des Omaha-Systems
6.2.2 Expertenstandards und Omaha-System
6.2.3 Abrechnung und Omaha-System
6.2.4 Anmerkungen bei Anwendbarkeit
6.2.5 Antwort an die Forschungsfrage
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Omaha-Klassifizierungssystems im Kontext der ambulanten Pflege in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, mittels einer retrospektiven Ist-Analyse zu bewerten, ob das Omaha-System in diesem Setting als strukturiertes Dokumentationsinstrument geeignet ist und wie es bestehende Pflegedokumentationen ergänzen oder optimieren kann.
2.3.1 Fallbeschreibung
Frau Katharina Krank (erfundener Name), 55 Jahre alt, kehrte nach einem dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt in der Urologie-Abteilung nach Hause zurück. Aufgrund eines starken Abszesses in der linken Niere mit eingeschränkter Nierenfunktion wurde eine linkslumbale Nephrektomie, eine operative Abszessdrainage und eine VAC-Behandlung durchgeführt. Eine weitere wichtige Diagnose, die im Krankenhaus gestellt wurde, war Diabetes mellitus Typ 2 mit dem aktuellen HbA1c-Wert von 8,9 %.
Bei der ersten Visite erfasste die Krankenschwester die Vitalwerte der Patientin und erstellte eine Anamnese aus pflegerischer Sicht. Die Patientin hatte einen Blutdruck von 150/90 mmHg und einen Puls von 65 bei einer Sauerstoffsättigung (SpO2) von 97%. Sie hat eine Größe von 165 cm und ein Gewicht von 105 Kg und ein berechneten BMI von 38,6. Die Patientin hatte Schmerzen im linkslumbalen Bereich von etwa 8 auf einer Skala von 1 bis 10 (1 – sehr schwach, 10 unerträglich).
Frau Krank wohnt in einer Zweizimmerwohnung von ca. 70 m2 in einem Haus mit zwei Wohnungen. In der oberen Wohnung wohnte der Vater der Patientin, der vor drei Monaten verstorben ist.
Für die Hygiene in der Wohnung ist nicht gesorgt, die Wohnung ist nicht belüftet und es gibt starke unangenehme Gerüche. Denn der Müll wird nicht weggeworfen und die Müllsäcke sammeln sich von Tag zu Tag im Wohnbereich. Die Lagerung von Müll im Haus deutet darauf hin, dass die Patientin unter pathologisches Horten leidet. Niemand lebt bei der Patientin und sie hat keine Verwandten in der Nähe, um ihr zu helfen.
1 Einleitung: Beschreibt den Pflegenotstand und die Digitalisierung als Lösungsansatz, führt das Omaha-System ein und definiert die Forschungsfrage.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläutert Pflegeklassifikationen, das Omaha-System im Detail und präsentiert ein praktisches Anwendungsbeispiel.
3 Methodik: Detailliert die Literaturrecherche, die Datenerhebung und die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring sowie den Methodenmix.
4 Empirische Studie: Beschreibt das Studiendesign der retrospektiven Querschnittsstudie und die Aufbereitung der Daten in einer relationalen Datenbank.
5 Ergebnisse der Studie: Präsentiert die quantitativen Analysen der Omaha-Diagnosen, -Symptome und -Interventionen anhand der untersuchten Klientendaten.
6 Diskussion: Reflektiert die Limitationen, vergleicht das System mit Expertenstandards, prüft die Abrechnungsfähigkeit und beantwortet die Forschungsfrage.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Implementierung des Omaha-Systems in der deutschen Pflegepraxis.
Omaha-System, ambulanter Pflegedienst, Pflegeklassifikation, Pflegedokumentation, SIS-Anamnese, Patientenmanagement, Digitale Pflege, Pflegeprozess, Qualitätsmanagement, Expertenstandards, Pflegediagnosen, Interventionsschema, Fallmanagement, empirische Studie, Gesundheitsversorgung.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des aus den USA stammenden Omaha-Klassifizierungssystems in der ambulanten Alten- und Krankenpflege in Deutschland.
Die Kernpunkte umfassen Pflegeklassifikationen, die Strukturierung von Pflegedokumentation, die Kompatibilität mit deutschen Standards sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Pflege.
Die Arbeit stellt die Forschungsfrage, ob das Omaha-Klassifizierungssystem im Kontext der deutschen ambulanten Pflege anwendbar ist und welche Chancen es bietet.
Es wird eine retrospektive Ist-Analyse in Form einer empirischen Querschnittsstudie durchgeführt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse und deskriptive Statistik.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der empirischen Studie an 21 Klienten sowie die Analyse der Ergebnisse.
Omaha-System, Pflegeklassifikation, ambulante Pflege, Pflegedokumentation, Pflegediagnosen, Expertenstandards, Versorgungsqualität.
Während ABEDL in vielen deutschen Pflegediensten als Strukturmodell etabliert ist, bietet das Omaha-System eine standardisierte Taxonomie für Diagnosen und Interventionen, die laut Arbeit komplementär zu ABEDL eingesetzt werden kann.
Zu den Hürden zählen das Fehlen einer validierten deutschen Übersetzung, das Fehlen einer spezifischen EDV-Software und die notwendige Anpassung an deutsche Abrechnungsstrukturen.
Das Omaha-System ist stark auf IT-gestützte Dokumentation ausgerichtet; zur Analyse wurde im Rahmen der Arbeit beispielhaft eine relationale Datenbank erstellt.
Das System ist prinzipiell als praktikables Instrument in der ambulanten Versorgung einsetzbar, erfordert jedoch für eine flächendeckende Nutzung weitere Anpassungen und eine spezialisierte Software-Lösung.
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