Bachelorarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3. Persönliche Motivation
2. Literatur und Methodik der Arbeit
3. Theoretische und begriffliche Grundlagen
3.1. Politische Partizipation
3.2. Partizipationsformen
3.3. Determinanten politischer Partizipation
3.4. Erklärungsmodelle zur politischen Partizipation
3.4.1. Rational-Choice-Ansatz
3.4.2. Behavioralismus
4. Das Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungs-Modell nach Verba, Schlozman und Brady (1995)
4.1. Ressourcen
4.2. Motive
4.3. Netzwerke
5. Rahmenbedingungen der politischen Partizipation beruflich Pflegender
5.1. Berufsgeschichte unter der Perspektive der politischen Partizipation
5.2. Institutionelle Interessenvertretung und Organisationsgrad
5.3. Lebenslage und Arbeitssituation beruflich Pflegender
6. Analyse der politischen Teilhabe von beruflich Pflegenden anhand des Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungs-Modells nach Verba, Schlozmann und Brady (1995)
6.1. Ressourcen
6.1.1. Zeit
6.1.2. Einkommen
6.1.3. Bürgerliche Fähigkeiten
6.2. Motive
6.2.1. Politisches Interesse
6.2.2. Vertrauen in die Wirksamkeit des politischen Handelns
6.2.3. Politisches Wissen
6.2.4. Parteiidentifikation
6.2.5. Bürgerliche Einstellungen
6.3. Netzwerke
6.3.1. Primäre familiäre Netzwerke
6.3.2. Sekundäre öffentliche Netzwerke
6.4. Interpretation der Daten
7. Schlussfolgerungen
7.1. Zusammenfassung
7.2. Fazit
8. Evaluation
8.1. Rückblick
8.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die politische Partizipation von beruflich Pflegenden unter Anwendung des Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungs-Modells nach Verba, Schlozman und Brady. Ziel ist es, die politische Teilhabe der Berufsgruppe zu analysieren, hemmende sowie fördernde Determinanten zu identifizieren und mögliche Handlungsstrategien zur Stärkung der politischen Interessenvertretung abzuleiten.
3.1. Politische Partizipation
Über den Begriff der politischen Partizipation konkurrieren in der Politikwissenschaft unterschiedliche Auffassungen. Diese unterliegen einer historischen Entwicklung und sind je nach wissenschaftlichem Ansatz sehr unterschiedlich. In den 40er und 50er Jahren wurde politische Teilhabe auf die Stimmabgabe bei den Wahlen oder auf wahlkampfbezogene Aktivitäten beschränkt (vgl. van Deth, 2003: 171). Diese Auffassung steht in starken Kontrast zu Radtkes (1976) Verständnis, welches „jede mentale oder im Verhalten sichtbare Beschäftigung mit der Politik als politische Partizipation versteht“. (Radtke, 1976: 16; zit. nach Gabriel et al. 2005: 528). Diese Definition umfasst somit alle Handlungen und Einstellungen, bei denen eine politische Bedeutung unmittelbar zu erkennen oder zu erwarten ist, d. h. sie schließt auch nicht direkt beobachtbare Wertvorstellungen, Interessen und Kenntnisse mit ein (vgl. Gabriel & Völkl, 2005: 528). Diese weitreichende Definition ist daher nur geringfügig überprüfbar und erscheint somit als Grundlage der weiteren Ausführungen ungeeignet.
Sinnvoller ist daher die in der Politikwissenschaft gebräuchliche Definition nach Kaase (1997), die unter politischer Partizipation Handlungen, die „die Bürger freiwillig mit dem Ziel unternehmen, Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen“ (Kaase, 1997: 160, zit. nach Gabriel & Völkl, 2005: 528) versteht.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Professionalisierungsprozess der Pflege ein und beleuchtet die Relevanz politischer Interessenvertretung angesichts aktueller gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen.
2. Literatur und Methodik der Arbeit: Der Abschnitt erläutert die systematische Literaturrecherche sowie die Anwendung der Dokumentenanalyse als hermeneutisch-interpretative Methodik.
3. Theoretische und begriffliche Grundlagen: Es werden zentrale Konzepte der Politikwissenschaft, Formen politischer Partizipation sowie verschiedene Erklärungsansätze theoretisch aufgearbeitet.
4. Das Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungs-Modell nach Verba, Schlozman und Brady (1995): Das gewählte Analysemodell wird detailliert dargestellt, wobei die Determinanten Ressourcen, Motive und Netzwerke im Zentrum stehen.
5. Rahmenbedingungen der politischen Partizipation beruflich Pflegender: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Berufsstandes sowie die aktuelle Situation der Interessenvertretungen und Beschäftigungsverhältnisse.
6. Analyse der politischen Teilhabe von beruflich Pflegenden anhand des Ressourcen-Sozialisations-Mobilisierungs-Modells nach Verba, Schlozmann und Brady (1995): Hier erfolgt die eigentliche Übertragung des Modells auf die spezifische Situation von Pflegenden durch eine detaillierte Analyse der Ressourcen, Motive und Netzwerke.
7. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der Analyse werden zusammengefasst und zu einem Fazit über die hemmenden Faktoren und notwendigen Handlungsstrategien verdichtet.
8. Evaluation: Das Kapitel bietet eine kritische Reflexion des eigenen Vorgehens und zeigt Perspektiven für zukünftige Forschung auf.
Politische Partizipation, Beruflich Pflegende, Ressourcenansatz, Profession, Interessenvertretung, Berufsverband, Arbeitsbedingungen, Pflegepolitik, Gender, Partizipation, Interessenverbände, Gesundheitswesen, Professionalisierung, Zeitverwendung, Politische Bildung
Die Bachelorarbeit analysiert, welche Faktoren die politische Partizipation von beruflich Pflegenden beeinflussen und warum die politische Teilhabe in diesem Berufsstand oft als gering wahrgenommen wird.
Zentrale Themen sind die professionelle Entwicklung der Pflege, die Struktur von Berufsverbänden und Gewerkschaften, der Einfluss der Arbeits- und Lebenssituation sowie die Anwendung politikwissenschaftlicher Erklärungsmodelle auf die Pflegewissenschaft.
Das primäre Ziel ist es, die politische Partizipation von Pflegenden mithilfe des Modells von Verba, Schlozman und Brady systematisch zu analysieren, um so Ansätze für eine aktivere berufspolitische Teilhabe zu finden.
Die Arbeit basiert auf einer hermeneutisch interpretativen Dokumentenanalyse theoretischer Literatur sowie der Auswertung bestehender empirischer Daten zur Berufs- und Lebenssituation Pflegender.
Im Hauptteil werden zunächst das theoretische Modell und die historischen sowie aktuellen Rahmenbedingungen der Pflege dargelegt. Anschließend folgt die konkrete Analyse der Ressourcen (Zeit, Einkommen, Fähigkeiten), Motive und Netzwerke von Pflegenden im Hinblick auf politisches Engagement.
Wichtige Begriffe sind unter anderem politische Partizipation, berufliche Interessenvertretung, Ressourcenansatz, Professionalisierung, Arbeitsbelastung und genderspezifische Aspekte.
Das Einkommen fungiert laut Analyse als eine hemmende Determinante, da es oft als unzureichend empfunden wird und finanzielle Hürden für die beitragspflichtige Mitgliedschaft in Berufsverbänden schafft.
Die historische Entwicklung, geprägt von Unterordnung, Gehorsam und der Stilisierung zu einem weiblichen "helfenden" Beruf, hat laut Autorin zu einer tradierten, oft unpolitischen Haltung beigetragen, die den aktuellen Professionalisierungsprozess erschwert.
Da 85% der beruflich Pflegenden weiblich sind, greift die Arbeit auf genderspezifische Literatur zurück, um Phänomene wie Doppelbelastung, Zeitmangel und eine distanziertere Haltung zu klassischen politischen Machtstrukturen zu erklären.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

