Examensarbeit, 2009
98 Seiten, Note: 12 Punkte
1 Einleitung
2 Sportliche Leistung
2.1 Leistungsaufgaben bzw. Anforderungen
2.2 Sportliche Leistung und Wettkampfsport
2.3 Leistungsvoraussetzungen
3 Trainingssystem
3.1 Definition Training
3.2 Steuerung und Regelung des Trainings
3.3 Übergeordnete Trainingsleitziele
3.4 Trainingsbelastung
3.5 Trainingsplanung
3.6 Trainingsprinzipien
3.7 Trainingsziele und Steuerungsinstrumente des Trainings
3.8 Trainingsziele
3.9 Trainingsinhalte
3.10 Trainingsmittel
3.11 Trainingsformen
3.12 Trainingsmethoden
3.13 Kraft
3.14 Schnelligkeit
3.15 Beweglichkeit
3.16 Ausdauer
4 Leistungsdiagnostik & Trainingsplanung
4.1 Gewinnung leistungsdiagnostischer Daten
4.2 Hierarchisierung
4.3 Priorisierung
4.4 Interne Ordnung
4.5 Leistungsdiagnostik in der Trainings- und Wettkampfpraxis
4.6 Langfristige Trainingsplanung
4.7 Mittelfristige Trainingsplanung
5 Training als Adaptionsvorgang
5.1 Adaption des Stoffwechsels an regelmäßig aerobe Belastungen
5.2 Adaption des Stoffwechsels an regelmäßig anaerobe Belastungen
6 Bedeutung der Wiederherstellung nach sportlichen Belastungen
6.1 Allgemeines zur Regeneration und Ermüdung
6.2 Muskuläre Ermüdung
6.3 Zentrale Ermüdung
6.4 Erschöpfung der Energiereserven
6.5 Störung im Wasser- und Elektrolytstoffwechsel
6.6 Physiologische Grundlagen der Wiederherstellungsprozesse
6.7 Einflussfaktoren der Regenerationsfähigkeit
6.8 Maßnahmen zur Wiederherstellung nach sportlichen Belastungen
6.9 Arten der Wiederherstellungsmaßnahmen
7 Übertraining
7.1 Definition Übertraining
7.2 Ursachen
7.3 Symptome des Übertrainings
7.4 Arten des Übertrainings
7.5 Diagnose des Übertrainings
7.6 Behandlung des Übertrainings
7.7 Maßnahmen zur Prävention
7.8 Das Drop-out-Phänomen
7.9 Mikrostudie
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einen fundierten Überblick über das Trainingssystem und insbesondere das Phänomen des Übertrainings zu geben. Dabei werden die Ursachen, Symptome sowie diagnostische und präventive Maßnahmen im Bereich des sportlichen Trainings analysiert und durch eine ergänzende Mikrostudie untermauert.
7.1 Definition Übertraining
Den Begriff Übertraining kann man als das Nachlassen der sportlichen Leistungsfähigkeit im Trainingsprozess über einen längeren Zeitraum bezeichnen. (vgl. GEIGER 1997, S.22) Jede Belastung hat zur Folge, dass eine anschließende Ermüdung bzw. Regeneration notwendig wird. „Ermüdung wird definiert als eine kurzfristige, reversible Störung und Einschränkung der Leistungsfähigkeit als Folge einer vorausgegangenen Belastung.“(Zitat DICKHUTH 2000, S.265) Übertraining findet man hauptsächlich im Leistungs- und Hochleistungssport als Folge eines konstant hohen Trainingsreizes. Wird beispielsweise ein Blocktraining absolviert, kann die Regenerationsphase bis zu mehreren Tage andauern. (vgl. HYNYNEN et al., 2006) Allgemein kann man davon ausgehen, dass ein Übertraining durch ein Ungleichgewicht von Belastung und Regeneration entsteht. Die Belastungen können dabei sowohl physischer als auch psychischer Art sein. (vgl. DICKHUTH 2000, S. 266) Wichtig dabei ist, dass eine objektiv gleiche Belastung subjektiv völlig unterschiedlich aufgenommen werden kann. Dies liegt daran, dass unterschiedliche endogene und exogene Faktoren die Leistungsfähigkeit beeinflussen. (vgl. WEINECK 2007, S.969) Unter endogenen Faktoren versteht man alle trainingsinternen Einflüsse auf den Sportler, so zum Beispiel eine zu harte Trainingsintensität oder ein zu großer Trainingsumfang. Nicht weniger bedeutend sind exogene Einflussfaktoren, beispielsweise wie das soziale Umfeld eines Sportlers. Auch Unruhe, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und depressive Grundstimmungen können die Leistungsfähigkeit des Sportlers beeinträchtigen. (vgl. WEINECK 2004, S. 584)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema "Übertraining" ein, skizziert den Aufbau der Examensarbeit und definiert den Fokus auf trainingswissenschaftliche Grundlagen und diagnostische Verfahren.
2 Sportliche Leistung: Das Kapitel definiert den Leistungsbegriff in der Sportwissenschaft, erläutert die verschiedenen Anforderungsstrukturen und unterscheidet zwischen internen sowie externen Leistungsvoraussetzungen.
3 Trainingssystem: Hier werden Definitionen von Training, die Steuerung und Regelung sowie verschiedene Trainingsprinzipien (z.B. Superkompensation, Periodisierung) detailliert dargestellt.
4 Leistungsdiagnostik & Trainingsplanung: Das Kapitel beleuchtet Methoden zur Ermittlung leistungsdiagnostischer Daten und deren Bedeutung für eine zielgerichtete, langfristige Trainingsplanung.
5 Training als Adaptionsvorgang: Diese Sektion erklärt die biologischen Anpassungsmechanismen des Stoffwechsels an unterschiedliche Belastungsarten und die Bedeutung der Energiebereitstellung.
6 Bedeutung der Wiederherstellung nach sportlichen Belastungen: Das Kapitel thematisiert die physiologischen Grundlagen von Regeneration und Ermüdung sowie konkrete pädagogische und medizinisch-biologische Maßnahmen.
7 Übertraining: Der Hauptteil der Arbeit behandelt Ursachen, Symptome, diagnostische Methoden sowie Behandlungsmöglichkeiten des Übertrainingssyndroms, abgerundet durch eine Mikrostudie.
Übertraining, Sportliches Training, Trainingslehre, Leistungsdiagnostik, Regeneration, Ermüdung, Superkompensation, Adaption, Belastungssteuerung, Stoffwechsel, Energiegewinnung, Trainingsplanung, Sportphysiologie, Überreaching, Prävention
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Übertrainings, untersucht dessen Ursachen innerhalb sportlicher Trainingsprozesse und beleuchtet die notwendigen diagnostischen sowie präventiven Ansätze.
Die zentralen Themen umfassen die Trainingslehre, physiologische Adaptionsprozesse, die Bedeutung von Erholung und Regeneration sowie die spezifische Problematik des Übertrainings.
Das Ziel ist es, einen detaillierten Überblick über das Trainingssystem zu geben und zu verstehen, wie Übertraining entsteht und wie es durch entsprechende Maßnahmen vermieden oder behandelt werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse trainingswissenschaftlicher Konzepte sowie auf eine eigene, kleine empirische Online-Studie unter Sportlern.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Leistungsdiagnostik, dem Training als Adaptionsvorgang, den Mechanismen der Ermüdung und Wiederherstellung sowie einer tiefgehenden Analyse der Übertraining-Symptomatik.
Wesentliche Begriffe sind Übertraining, Trainingssteuerung, Superkompensation, Leistungsdiagnostik, Regeneration und metabolische Prozesse bei sportlicher Belastung.
Das basedowoide Übertraining ist sympathikoton geprägt (Erregung, Unruhe, gesteigerter Grundumsatz), während das addisonoide Übertraining durch ein Überwiegen von Hemmungsfunktionen, Schwäche und Antriebslosigkeit charakterisiert ist.
Die Studie zeigte, dass die Mehrheit der befragten Sportler den Begriff Übertraining kennt und dass ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln und einer tieferen Beschäftigung mit dem Trainingssystem bestehen könnte.
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