Examensarbeit, 2010
90 Seiten
1.Einleitung
2. Hauptteil – Das Kloster als Wirtschaftsunternehmen
2. 1 Teil I – Ein benediktinisches Kloster: Das Kloster Andechs
2.1.1 Der Heilige Benedikt von Nursia - Der Begründer der Benediktiner Mönche und Schwestern
2.1.2 Ein kleiner Exkurs zur Regula Benedicti (RB)
2.1.3 Ein Beispiel für eine benediktinische Lebensgemeinschaft heute – Die Gemeinschaft Venio in München Nymphenburg
2.1.3.1 Begriffsbestimmung: Venio
2.1.3.2 Die Lebensweise
2.1.4 Das Kloster Andechs auf dem heiligen Berg
2.1.4.1 Die Geschichte des Adelsgeschlechts der Andechs - Meranier
2.1.4.2 Die Ursprünge des Klosters Andechs
2.1.5 Die Wirtschaftsbetriebe des Klosters
2.1.6 Die Organisation der Betriebsteile
2.1.6.1 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
2.1.6.2 Lizenzen und Partnerschaften
2.1.7 Die Klosterbrauerei – das Hauptstandbein der Unternehmung
2.1.7.1 Die Geschichte der Klösterlichen Bierkultur auf dem heiligen Berg
2.1.7.2 Die letzte Produktionserweiterung
2.1.7.3 Die sieben klösterlichen Biersorten
2.1.8 Die Gastronomie
2.1.9 Die Klostermetzgerei
2.1.10 Die Landwirtschaft
2.1.11 Die Andechser Klosterbrennerei
2.1. 12 Der Klosterladen
2.1.13 Die Kultur- und Veranstaltungs - GmbH
2.1.13.1 Andechser Exerzitien für Manager
2.1.13.2 Orff in Andechs e. V.
2.2. Teil II – Ein vinzentinisches Kloster: Die barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul
2.2.1 Der Heilige Vinzenz von Paul - Der Begründer der Vinzentinischen Mönche und Schwestern
2.2.2 Die Adelholzener Wasserquelle
2.2.2.1 Die prägnantesten geschichtlichen Ereignisse im Überblick
2.2.2.2 Die Geschichte des Ortes und der Gegend um Adelholzen
2.2.2.3 Der Beginn in Adelholzen und der Kurbetrieb mit dem beginnenden Wasserversand unter der neuen Leitung
2.2.2.4 Die turbulenten Jahre 1929-45
2.2.2.5 Die Nachkriegszeit in Adelholzen bis zu den 1970ern
2.2.2.6 Die Zeit von 1970-89
2.2.2.7 Der Umweltschutz
2.2.2.8 Die heutige Situation
2.2.2.9 Die Unternehmensethik
2.2.2.10 Die heutige Getränkevielfalt
2.2.2.10.1 Die Adelholzener-St. Primus-Heilquelle
2.2.2.10.2 Das Mineralwasser
2.2.2.10.3 Das Wasser mit Geschmack
2.2.2.10.4 Die Bio-Schorlen
2.2.2.10.5 Mineralwasser mit Bio-Frucht
2.2.2.10.6 DerAdelholzener Eistee
3. Entwurf einer Unterrichtsstunde zum Thema: Tendenzunternehmen und das Betriebsverfassungsgesetz
3.1 Bedingungs- und Situationsanalyse
3.1.1 Lerngruppensituation
3.1.2 Soziokulturelle Vorraussetzungen
3.1.3 Anthropologisch-psychologische Vorraussetzungen
3.1.4 Position des Lehrers
3.1.5 Fachspezifischer Entwicklungsstand der Klasse
3.1.6 Richtlinien und Bildungsstandards
3.2 Sachanalyse
3.2.1 Das Tendenzunternehmen
3.2.2 Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
3.2.2.1 Ein kurzer Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Gesetzes
3.2.2.2 Das Betriebsverfassungsgesetz (Betr VG)
3.2.2.3 Beteiligungsarten des Betriebsrates
3.3 Didaktische Analyse
3.3.1 Die Stunde im Lehrplanbezug
3.3.2 Stellung der Stunde innerhalb einer Unterrichtseinheit (wirtschaftliches und rechtliches Handeln in Unternehmen)
3.3.3 Inhaltsauswahl nach Klafki
3.3.3.1 Exemplarische Bedeutung des Themas
3.3.3.2 Gegenwartsbedeutung
3.3.3.3 Zukunftsbedeutung
3.3.4 Didaktische Reduktion – begründete Auswahl von Lehr- und Lerninhalten
3.4 Lernzielanalyse
3.4.1 Lernziele
3.4.1.1 Lernziele nach Abstraktionsniveau
3.4.1.2 Lernziele nach Lernbereichen
3.5 Methodische Überlegungen
3.5.1 Verlaufsform
3.5.1.1 Sequenzierung
3.5.1.2 Artikulation
3.5.1.3 Methodische Verfahren
3.5.1.4 Sozialform
3.5.1.5 Aktionsform
3.5.1.6 Medien
4. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftliche Tätigkeit und die organisatorische Struktur zweier klösterlicher Gemeinschaften in Bayern, um aufzuzeigen, wie diese ihre christliche Identität mit modernen marktwirtschaftlichen Erfordernissen verbinden. Neben einer historischen und betriebswirtschaftlichen Analyse der Klöster Andechs und Adelholzener Alpenquellen dient die Arbeit als Grundlage für die Konzeption einer Unterrichtseinheit im Fach Wirtschaft und Recht, die das spezielle Konstrukt des Tendenzunternehmens und die Rolle des Betriebsverfassungsgesetzes beleuchtet.
2.1.1 Der Heilige Benedikt von Nursia - Der Begründer der Benediktiner Mönche und Schwestern
Benedikt von Nursia wurde um 480 in Nursia (Norcia) in Umbrien als Sohn wohlhabender Eltern geboren und gilt als Begründer des westlichen Mönchtums.
Er wurde heilig gesprochen und verfasste die Regula Benedicti, welche heute noch in benediktinisch geprägten Klöstern gelebt wird. Verstorben ist er um 547 in Monte Cassino. Die Hauptquelle über sein Leben ist die Heiligenvita, die Papst Gregor der Große, der 590 zum Papst gewählt wurde, um das Jahr 600 verfasste.
Benedikt wurde mit seiner Zwillingsschwester Scholastika zur Schul- und Hochschulbildung nach Rom gesandt.
Da Benedikt an der Schwelle der Antike zum Mittelalter lebte, Befand sich die ganze Gesellschaft im Umbruch. Der Kaiserhof war bereits nach Konstantinopel, der Hauptstadt des späteren byzantinischen Reichs verlegt worden. Kirchlich, politisch, wirtschaftlich, kulturell und auch moralisch lag bei der römischen Bevölkerung vieles im Argen. Auch wurde Rom durch verschiedene durchziehende Horden während der Völkerwanderung mehrfach zerstört.
Entsetzt vom Leben in der Stadt, das von Verfall und Dekadenz gekennzeichnet war, zog er sich in eine unbewohnte Gegend im Aniotal (nahe Subiaco) auf den Gipfel des Berges Monte Cassino zurück.
1.Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, klösterliche Wirtschaftsbetriebe in der modernen Gesellschaft zu untersuchen und das Thema didaktisch für den Wirtschaftsunterricht aufzubereiten.
2. Hauptteil – Das Kloster als Wirtschaftsunternehmen: Dieser umfangreiche Teil analysiert detailliert die wirtschaftlichen Aktivitäten, die Geschichte und die Organisation der Klöster Andechs und Adelholzener Alpenquellen.
3. Entwurf einer Unterrichtsstunde zum Thema: Tendenzunternehmen und das Betriebsverfassungsgesetz: Hier wird eine konkrete Unterrichtsplanung für die 9. Jahrgangsstufe erstellt, die das rechtliche Spannungsfeld zwischen tendenzgebundenen Unternehmen und Mitbestimmungsrechten thematisiert.
4. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und weist auf die zukünftigen Herausforderungen der klösterlichen Betriebe bezüglich Nachwuchsproblematik und Personalführung hin.
Kloster, Wirtschaftsunternehmen, Benedikt von Nursia, Regula Benedicti, Kloster Andechs, Adelholzener Alpenquellen, Tendenzunternehmen, Betriebsverfassungsgesetz, Didaktik, Wirtschaft und Recht, Unternehmensethik, Nachhaltigkeit, klösterliche Gemeinschaft, Mineralwasser, Mitbestimmung
Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen Aktivitäten von zwei bayerischen Klöstern und deren Übertragung in den schulischen Kontext des Faches Wirtschaft und Recht.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie und Organisation der Klöster Andechs und Adelholzener Alpenquellen, ethischen Leitbildern in diesen Betrieben sowie der rechtlichen Einordnung von Tendenzunternehmen.
Ziel ist es, die Verbindung zwischen klösterlicher Tradition und modernem Wirtschaften aufzuzeigen und daraus einen strukturierten Unterrichtsentwurf für die 9. Klasse abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse und eine Auswertung von öffentlich zugänglichen Informationen und Unternehmenspublikationen der beiden untersuchten Klöster.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Klosters Andechs inklusive Brauerei und Gastronomie sowie der Adelholzener Alpenquellen mit Fokus auf die Wasserproduktion und Unternehmensgeschichte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Klosterwirtschaft, Andechs, Adelholzener, Tendenzunternehmen, BetrVG, Unternehmensethik und didaktische Reduktion.
Da Klöster als Tendenzbetriebe fungieren, unterliegen sie Sonderregelungen des Betriebsverfassungsgesetzes, was ein spannendes Thema für die politische und wirtschaftliche Bildung darstellt.
Während Andechs stark durch die klösterliche Brautradition geprägt ist, fokussiert sich Adelholzener primär auf die Mineralwasserproduktion und die Entwicklung von Gesundheits- und Lifestyle-Getränken.
Die Regel dient als ethisches Fundament für das unternehmerische Selbstverständnis, das Qualität und einen respektvollen Umgang mit Mitarbeitern und Umwelt betont.
Der Autor stellt fest, dass die Klöster wirtschaftlich zwar erfolgreich sind, aber durch den demografischen Wandel und den Eintritt von weltlichem Personal vor neuen Herausforderungen bei der Vermittlung ihrer Werte stehen.
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