Bachelorarbeit, 2024
82 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Vorstellung der Frauenberatungsstelle Gladbeck e. V.
3 Rahmung der Forschung
3.1 Aktueller Forschungsstand zum Thema Selbststabilisierung
3.2 Erläuterung der Zielgruppe
3.3 Erörterung von Forschungsziel und -hypothese
4 Methodik des empirischen Verfahrens
4.1 Erörterung der Stichprobenwahl
4.2 Vorstellung des Einstiegsfragebogens
4.3 Erörterung des Selbststabilisierungsbeutels
4.4 Vorstellung des Abschlussfragebogens
4.5 Erläuterung und Begründung der Auswertungsmethode
5 Deskriptive Analyse der empirischen Ergebnisse
5.1 Beschreibung der Daten des Einstiegsfragebogens
5.2 Beschreibung der Daten des Abschlussfragebogens
5.3 Auswertung der Ergebnisse
5.4 Diskussion der Ergebnisse
6 Reflexion
7 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit ein eigens entwickeltes Selbststabilisierungsset für traumatisierte Klientinnen* der Frauenberatungsstelle Gladbeck e. V. gleichermaßen anwendbar und wirksam ist, um bestehende Wartezeiten bis zu einer therapeutischen Begleitung zu überbrücken und Selbstwirksamkeit zu fördern.
1 Einleitung
„Wie hätte ein Mensch überlebt, wenn in ihm nicht Selbstheilungskräfte, (Über- )Lebenswillen und etwas, das ihn tröstet, zur Verfügung stehen?“ (Reddemann 2001: 17).
Während eines Ereignisses, welches unser Gehirn als zu drastisch einstuft, als dass wir es angemessen verarbeiten könnten, Flucht oder Kampf keine Optionen darstellen, schaltet der Körper von innen heraus in den Freeze-Modus. Wir selbst schützen uns in diesen Momenten unbewusst vor dem Nichtaushaltbaren. Dieser funktionale Schutz kann im Nachgang zu Folgesymptomen führen, was wiederum die Traumaarbeit erfordert. Es gibt viele Traumatherapiepraxen, Traumafachberatungsstellen und weitergebildete, traumasensibel Arbeitende in diversen Berufszweigen und dennoch beklagen Betroffene zurecht, dass die Wartezeiten zu lang sind oder die Frequenz der Sitzungen zu gering. Es bedarf mehr und kontinuierlichere Unterstützung. Eine Traumafolgestörung beherrscht das Leben der Betroffenen täglich und stetig. Da ist viel Raum, um sich allein mit den Symptomen zu fühlen.
Aus diesem Grund ergibt sich der Bedarf die Selbststabilisierungskräfte anzuregen. Hieraus das Selbstwirksamkeitsgefühl wiedererlangt und gestärkt wird, was nach Erfahrungen von Kontrollverlust und Ohnmachtsempfindungen besonders relevant ist. Stabilisierungsarbeit ist der erste Schritt zur Integration des Erlebten in die Biografie. Erfolgt diese ausschließlich in Zusammenarbeit mit Anleitenden, entwickelt sich schnell ein Abhängigkeitsverhältnis und es ergeben sich potentiell Dynamiken mit weiteren Momenten des Erlebens von Kontrollverlust während der gemeinsamen Arbeit oder des Ohnmachtsgefühls in den Zeitfenstern ohne externe Begleitung. Hier setzt diese Forschungsarbeit an. Die Selbststabilisierung für traumatisierte Klientinnen* der Frauenberatungsstelle Gladbeck e. V. wird anhand einer quantitativen Befragung untersucht. So soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Inwieweit ist das eigens erstellte Selbststabilisierungsset für alle Klientinnen* gleichermaßen anwendbar/wirksam?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Bedarf an niederschwelliger Selbststabilisierung bei traumatisierten Menschen während langer Wartezeiten und stellt die Forschungsfrage zur Wirksamkeit des entwickelten Selbststabilisierungssets.
2 Vorstellung der Frauenberatungsstelle Gladbeck e. V.: Dieses Kapitel führt in die Institution ein, erläutert deren Entstehung, das Beratungsangebot sowie das multiprofessionelle Team und die finanzielle Struktur des Vereins.
3 Rahmung der Forschung: Hier werden der aktuelle Forschungsstand zur Selbststabilisierung, eine Definition der Zielgruppe und des Traumabegriffs sowie die hypothesegeleiteten Forschungsziele dargelegt.
4 Methodik des empirischen Verfahrens: Das Kapitel erläutert den quantitativen Forschungsansatz, die Stichprobenwahl, die Konstruktion der Fragebögen (Einstieg/Abschluss) und das entwickelte Stabilisierungstool.
5 Deskriptive Analyse der empirischen Ergebnisse: Dieser Teil beschreibt die erhobenen Daten, wertet die Anwendungsfrequenz und Wirksamkeit der Übungen aus und diskutiert diese im wissenschaftlichen Kontext.
6 Reflexion: Die Reflexion beleuchtet die Grenzen der Studie, wie das geringe Zeitfenster und die fehlende Kontrollgruppe, und kritisiert die methodischen Hürden bei der Datenerhebung.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit diverser Stabilisierungstechniken für unterschiedliche Bedarfe und gibt Impulse für die praktische Weiterentwicklung des Modells.
Selbststabilisierung, Trauma, Frauenberatung, Selbstwirksamkeit, Traumafolgestörung, quantitative Forschung, Stabilisierungsbeutel, Ressourcenarbeit, Distanzierung, Sicherheit, Reorientierung, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Symptombewältigung, Psychosoziale Beratung.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie traumatisierte Klientinnen* der Frauenberatungsstelle Gladbeck e. V. durch ein selbst entwickeltes Stabilisierungsset ihre Selbstwirksamkeit stärken und Wartezeiten sinnvoll überbrücken können.
Zentrale Themen sind Traumatherapie, der Prozess der Selbststabilisierung als erste Phase der Traumaarbeit, die Förderung von Ressourcen sowie die psychosoziale Beratung in Schutzräumen.
Das primäre Ziel ist es, die Anwendbarkeit und Wirksamkeit eines eigens entwickelten Selbststabilisierungssets zu prüfen, um den Betroffenen mehr Autonomie während langer Wartezeiten auf Therapieplätze zu geben.
Die Arbeit basiert auf quantitativer Empirie und nutzt teilstandardisierte Fragebögen (Einstiegs- und Abschlussbefragung), um Symptomveränderungen und Nutzungstendenzen bei den Probandinnen* zu erfassen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Traumadefinition, Salutogenese), die methodische Beschreibung des Stabilisierungsbeutels sowie die deskriptive Analyse und Diskussion der empirischen Ergebnisse detailliert ausgeführt.
Wichtige Begriffe sind Selbststabilisierung, Trauma, Frauenberatung, Selbstwirksamkeit, Ressourcenarbeit, Distanzierung, Sicherheit, Reorientierung und psychosoziale Beratung.
Die Untersuchung zeigt, dass beispielsweise Personen mit PTBS oder leichter Belastung andere Übungen (wie die 5-4-3-2-1-Methode) bevorzugen als Betroffene mit akuter Belastungsstörung, die keine klare Neigung aufweisen.
Da die Probandinnen* sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Bedarfe haben, existiert keinen „Königsweg“. Nur durch einen bunten Mix an Übungen kann den diversen Belastungsgraden und Lebensphasen der Zielgruppe gerecht werden werden.
Ein wesentlicher Kritikpunkt war, dass es den Probandinnen* teilweise unklar war, in welchen Momenten genau welche Übung am sinnvollsten einzusetzen ist, was auf einen Bedarf an niederschwelligeren Erklärungen hinweist.
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