Sammelband, 2024
81 Seiten
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit und Schwerpunktsetzung
1.3. Star Wars IX – Der Aufstieg Skywalkers
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Definition Archetypen
2.2. Psychologischer Ansatz hinter dem Modell des Archetypen
2.3. Warum Archetypen im Film bedient werden sollten
2.4. Unverzichtbare Archetypen für Geschichtenerzähler und Regisseure
3. Anwendungsteil
3.1. Archetypen aus Star Wars und ihre dramaturgische Aufgabe
3.2. Archetypen aus anderen Filmen, die mit ihrer bestimmten Rolle weltberühmt wurden
4. Fazit
4.1. Wurde die Zielsetzung erreicht und kritische Betrachtung der Vorgehensweise
4.2. Fazit und Ausblick
1. Kulturelle Degeneration oder Konkurrent Gottes? Filme als Untersuchungsgegenstand
1.1. Hinführung
1.2. „Star Wars gibt uns Spiritualität.“ – Ein Kassenschlager wird Religion
1.3. Eine Galaxie ohne Ende – Ein Thema mit vielen Hürden
2. Dir werde ich die ganze Macht und Herrlichkeit geben – Der Retter, die Versuchung, der Abfall vom Guten und die Erlösung
2.1. Hauptteil
2.2. Quell des Guten und des Bösen – Das Gottesmotiv
2.3. Es gab keinen Vater – Das Motiv der Jungfrauengeburt oder Trinität bei „Star Wars“?
2.4. Ich kann ohne sie nicht leben – Das Agapemotiv oder Liebe als Triebfeder des Guten und Ursache des Bösen
2.4.1. Ich habe dich geliebt – Das Entfremdungsmotiv und Anakins Abfall
2.4.2. Ich kann ihn retten – Das Hoffnungsmotiv in Gestalt eines Bauernjunges
2.4.3. Liebe, Erfüllung, Erlösung – Das Umkehrmotiv
2.5. Die Stärke nach dem Tod – Das Motiv der Auferstehung
3. Eine Galaxie ohne Ende – Ausblick und religionspädagogische Bedeutung
3.1. Zusammenfassung und Abschluss
1. Einleitung
2. Transmedialität
2.1. Intermedialität - Intramedialität - Transmedialität
2.2. Transmedia Storytelling
3. Die transmediale Welt des Star Wars Universums
3.1. Die Entstehung der Saga
3.2. Transmedialität und Intertextualität in Star Wars
3.3. Der Animationsfilm im Star Wars Universum. Die Bedeutung der Animation für das Transmedia Storytelling
3.4. Star Wars: The Clone Wars: Analyse der Serie
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung der Archetypenlehre in der Star Wars Saga, insbesondere im Hinblick auf den Kinofilm „Star Wars IX“. Es wird analysiert, wie klassische Archetypen-Modelle auf moderne Charakterkonstellationen übertragen werden können, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der zunehmenden Bedeutung weiblicher Rollen und dem Umgang mit antagonistischen Archetypen liegt, um das Verständnis für dramaturgische Erfolgsfaktoren zu vertiefen.
3.1. Archetypen aus Star Wars und ihre dramaturgische Aufgabe
Star Wars IX hat wie seine Vorgängerfilme eine Handvoll verschiedener Charaktere. Wie in einem echten Krieg gibt es zwei Seiten, symbolisch das Licht und das Dunkle, das Gute und das Böse. Daher gibt es sowohl Archetypen und Antiarchetypen, die die Handlung des Films vorantreiben.
Der wohl wichtigste Archetyp der Geschichte ist laut beiden Modellen der Held, bzw. die Heldin Rey. Der Held, bzw. die Heldin habe die dramaturgische Aufgabe, dass er/ sie die Handlung durch seine Neugier und seinen Tatendrang vorantreibt, sich die Zuschauer mit ihm/ ihr identifizieren können und er/sie die Handlung zu einem angenehmen Ende führt. Der Held repräsentiere laut Jung das „Ich“ in der Geschichte (Breiner, 2019, S. 28). Ist der Held für die Zielgruppe ungeeignet, fällt es den Zuschauern sehr schwer in die Handlung eintauchen zu können. Wird beispielsweise ein alter, männlicher Held für eine ausschließlich junge, weibliche Zielgruppe verwendet (beispielsweise bei den Barbie Filmen), wird die ganze Geschichte und Handlung ungenießbar und nicht gebrauchsfähig (Breiner, 2019, S. 28). Der Archetyp Held zeichnet sich dadurch aus, dass er/sie wohl der mutigste unter den Archetypen ist. Der Held in der Geschichte würde gerne sein/ihr Leben opfern, um für seine/ihre Überzeugungen und Mitmenschen zu sterben. Joseph Campbell beschreibt den Helden als „jemand, der sein Leben einer Sache geweiht hat, die größer ist als er“ (Pätzmann & Hartwig, 2018, S. 25). Auch die Heldin Rey hat ihr Leben dem Jeditum gewidmet und kämpft zusammen mit ihren Mitstreitern gegen die Unterdrückung der erste Ordnung unter Palpatine und Kylo Ren. Schon in den zwei Filmen davor ist ersichtlich, dass Rey die Heldin des Sequels darstellt, da sie die letzte verbliebene Jedi ist, die es mit dem Bösen aufnehmen könnte. Von ihren Taten hängt alles und somit auch das Happy End ab. Im Modell von Pätzmann und Hartwig steht der Held in der Mitte, was nicht nur seine besondere Stellung verdeutlicht, sondern der Held wird in der Regel von allen drei motivationalen Verstärkern beeinflusst (Pätzmann & Hartwig, 2018, S. 25).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die Heldenreise von Joseph Campbell auf Star Wars anzuwenden und die Archetypen in der neuen Trilogie neu zu bewerten.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Definitionen von Archetypen nach C.G. Jung sowie der psychologische Ansatz und die Bedeutung von Archetypen für das Storytelling dargelegt.
3. Anwendungsteil: In diesem Kapitel werden die theoretischen Konzepte auf Charaktere wie Rey, Palpatine, Leia, C-3PO und Kylo Ren angewendet und deren Funktion für die Handlung untersucht.
4. Fazit: Das Fazit überprüft das Vorgehen der Arbeit, reflektiert die Qualität der Analyse und zieht eine Schlussfolgerung über die Zuordnung der Archetypen.
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Die Arbeit untersucht die Archetypenlehre, insbesondere im Zusammenhang mit dem Kinofilm „Star Wars IX“, um zu verstehen, wie klassische Rollenbilder modifiziert und auf moderne Charaktere angewendet werden können.
Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen von Archetypen, deren Anwendung in Filmen und die spezifische Bedeutung für die Star Wars Saga.
Das Hauptziel ist die Zuordnung der Archetypen nach Vogler sowie Pätzmann und Hartwig zu den neuen Star Wars Charakteren, wobei ein besonderes Augenmerk auf die weiblichen Rollen gelegt wird.
Es handelt sich um eine qualitative Analyse von Filmen, die durch eine theoretische Fundierung mittels unterschiedlicher Archetypenmodelle gestützt wird.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der Archetypenmodelle auf zentrale Figuren der Sequel-Trilogie sowie dem Vergleich mit Archetypen aus anderen weltberühmten Filmreihen.
Die Kernbegriffe sind Archetypen, Heldenreise, psychologische Rollenmuster, Star Wars IX und dramaturgische Funktionen im modernen Blockbuster-Kino.
Es ist relevant, da es im Gegensatz zu älteren, stark männlich geprägten Modellen auch weibliche Archetypen beinhaltet und somit für die Analyse der weiblichen Heldin Rey besser geeignet ist.
Leia wird als Mentorin und Mutter identifiziert und stellt für die Arbeit ein wichtiges Beispiel für eine weibliche Mentorin dar, die den Helden durch schwierige Entwicklungsprozesse begleitet.
Die Arbeit identifiziert Kylo Ren zunächst als Verräter und Gestaltwandler, der durch eine Metamorphose eine Entwicklung vom Dunklen zum Licht durchläuft, was ihn zu einem vielschichtigen Charakter macht.
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