Bachelorarbeit, 2010
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung der Gewalt im Fußball
1.2. Fußball im Wandel der Zeit
2. Begriffserklärungen
2.1. Ausdifferenzierung der Fanszene
2.1.1. Normalos
2.1.2. Kuttenfans
2.1.3. Hooligans
2.1.4. Ultras
2.2. Fußballfans als Teil einer Subkultur
2.3. Definitionen Gewalt, Aggression, Formen der Zuschaueraggression
2.3.1. Gewalt
2.3.2. Aggression
2.3.3. Formen der Zuschaueraggression
3. Theoretische Erklärungsansätze zur Entstehung von Gewalt
3.1. Aggressionstheorien
3.1.1. Trieb- und instinkttheoretische Ansätze mit Katharsismodell
3.1.2. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
3.1.3. Die behaviouristische Lerntheorie
3.2. Massenpsychologische Ansätze
4. Interventions- und Präventionsansätze zur Gewalt
4.1. Rechtliche Grundlagen
4.1.1. Nationales Konzept Sport und Sicherheit
4.1.2. Stadionverbote
4.1.3. Datei Gewalttäter Sport
4.2. Kontrollinstanzen
4.2.1. Polizei
4.2.2. Ordnungsdienste
4.3. Fanprojekte
4.3.1. Entstehung und Konzeption der Fanprojekte
4.3.2. Finanzierung
4.3.3. Zielsetzung
4.3.4. Pädagogische Handlungsansätze
4.3.5. Beispiel Fanprojekt Nürnberg
4.4. Akzeptierende Jugendarbeit nach Krafeld
5. Zukünftiger Stellenwert der Anpassung von Präventionsmaßnahmen auf die Aggressionstheorien
Diese Arbeit untersucht die Ursachen und Entstehungsweisen aggressiven Verhaltens bei Fußballfans und analysiert kritisch die existierenden Interventions- sowie Präventionsmaßnahmen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen der Gewalt rund um Fußballspiele zu entwickeln und aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Ansätze, insbesondere Fanprojekte, deeskalierend wirken können.
3.1.1. Trieb- und instinkttheoretische Ansätze mit Katharsismodell
Dieses Modell basiert auf Freuds psychoanalytischer Trieblehre und dem Triebmodell aus der Verhaltensforschung nach Lorenz. Aus dieser Koppelung ist die Hypothese entwickelt worden, dass durch aktive oder rezeptive Teilnahme an aggressivem Verhalten eine Aggressionsminderung eintritt (Thomas König 2002 : 96).
Nach Freud (1920) hat der Mensch von Geburt an zwei Triebe. Diese Triebe sind fest im Unterbewusstsein des Menschen verankert und ein Teil von diesem. Dabei handelt es sich um den Sexualtrieb (Eros), mit dem Trieb nach Selbsterhaltung und dem Destruktionstrieb (Thanatos), mit dem Ziel der Selbstzerstörung. Nach Freud ist jede Person bereit, je nach vorhandener Energiemenge der aggressiven Impulse, gegen Objekte seiner Umwelt aggressiv Vorzugehen. Somit ist die Aggression ein Bestandteil jedes Menschen und von Natur aus angeboren. Je nachdem wie stark die Energiemenge ist, können sich die aggressiven Impulse stärker oder schwächer entladen. Die Triebkraft des Aggressionstriebes kann auch verringert werden, indem das Individuum diese Energie in sozial annehmbare Destruktionen ableiteten kann (Hans Joachim Schulz 1986 : 70).
Wichtig bei der Ansicht von Freud ist nicht die Konstruktion seiner Triebtheorie, sondern die Erkenntnis, dass Aggression ein unterbewusster Prozess ist. Es ist zu beachten, dass die Theorie nicht aufgrund von naturwissenschaftlicher Erkenntnis zustande gekommen ist, sondern auf Grund von philosophischen und wissenschaftlichen Überlegungen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Zuschauergewalt im deutschen Profifußball und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Ursachen von Aggression und wirksamer Prävention.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel differenziert die heterogene Fanszene in verschiedene Typen (Normalos, Kutten, Hooligans, Ultras) und definiert zentrale Begriffe wie Gewalt, Aggression und Subkultur im Kontext des Fußballs.
3. Theoretische Erklärungsansätze zur Entstehung von Gewalt: Hier werden wissenschaftliche Aggressionstheorien sowie massenpsychologische Ansätze vorgestellt, um die Entstehung von aggressivem Verhalten bei Fußballfans theoretisch zu begründen.
4. Interventions- und Präventionsansätze zur Gewalt: Das Hauptkapitel analysiert bestehende rechtliche und ordnungspolitische Maßnahmen sowie den sozialpädagogischen Ansatz der Fanprojekte und der akzeptierenden Jugendarbeit.
5. Zukünftiger Stellenwert der Anpassung von Präventionsmaßnahmen auf die Aggressionstheorien: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine Professionalisierung der Sozialarbeit sowie einen kritischen Umgang mit rein repressiven Maßnahmen der Sicherheitsbehörden.
Aggression, Fußballfans, Gewalt, Prävention, Fanprojekte, Subkultur, Hooligans, Ultras, Sozialarbeit, Massenpsychologie, Stadionverbote, Intervention, Deeskalation, Triebtheorie, Jugendkultur.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gewalt bei Fußballfans, analysiert die psychologischen Ursachen für aggressives Verhalten und bewertet den Nutzen verschiedener Präventions- und Interventionskonzepte.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Einordnung von Fanszenen, klassische Aggressionstheorien, die Rolle der Massenpsychologie in Stadien sowie die Wirksamkeit staatlicher Repression gegenüber sozialpädagogischer Fanarbeit.
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die Entstehung von Aggression im Fußball zu schaffen und Argumente für eine stärkere Professionalisierung der präventiven Sozialarbeit zu liefern.
Es werden u.a. die Triebtheorie nach Freud, die Frustrations-Aggressions-Hypothese, die behaviouristische Lerntheorie sowie massenpsychologische Konzepte von Gustave Le Bon herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse der Entstehung von Gewalt und eine kritische Untersuchung der Interventions- und Präventionsmaßnahmen, wie Stadionverbote und die Arbeit von Fanprojekten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Subkultur, Aggression, Fanprojekte, Gewaltprävention, Deeskalation und soziale Arbeit im Kontext des Fußballs charakterisieren.
Die Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, dass Fußballfans keine homogene Gruppe sind; unterschiedliche Typen wie Ultras oder Hooligans verfolgen verschiedene Intentionen, auf die pädagogisch differenziert reagiert werden muss.
Der Autor kritisiert, dass Stadionverbote oft als Strafe ohne rechtsstaatliches Verfahren wirken, die Betroffenen aus ihrem sozialen Umfeld reißen und Gewalt lediglich an andere Orte verlagern, statt sie zu verhindern.
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