Diplomarbeit, 2010
192 Seiten, Note: 1
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
2 Stand der Forschung zum Burnout
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.3 Symptome und Verlauf
2.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Diagnosen und ähnlichen Begriffen
2.5 Gruppe der Betroffenen und Zahlen
2.6 Messung
2.7 Präventions- und Interventionskonzepte
2.8 Offene Fragen in der Forschung
3 Das Seminarkonzept
3.1 Zugrundeliegende Theorie für die Seminarstruktur
3.2 Rahmenbedingungen der Seminare
3.3 Aufbau der Seminarstruktur
4 Fragestellungen und Hypothesen
5 Methode
5.1 Datenerhebung
5.1.1 Allgemeine Vorüberlegungen
5.1.2 Fragebögen
5.2 Datenauswertung
5.3 Beschreibung der Stichprobe
5.3.1 Rücklauf
5.3.2 Demografische Daten
5.4 Gütekriterien
6 Ergebnisse
6.1 Hauptergebnisse
6.1.1 Zu den Skalen und Items
6.1.2 Zu den offenen Fragen und sonstigen Einschätzungen
6.2 Nebenergebnisse
6.2.1 Übereinstimmung der Selbst- und Fremdeinschätzung
6.2.2 Unterschiede zwischen Abbrechern der Befragung und Teilnehmern
6.2.3 Auswertungen zu den demografischen Merkmalen
6.2.4 Zusammenhänge ausgewählter offener Fragen mit den Skalen
6.2.5 Überprüfung sonstiger Aspekte
7 Diskussion
7.1 Kritische Bewertung der methodischen Aspekte
7.2 Fazit und Interpretation der Ergebnisse
8 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern, die in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse und dem „Institut für Burnout-Prävention-Hamburg“ durchgeführt wurden. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob dieses fünftägige Präventionskonzept dazu beiträgt, Burnout-Symptome bei stark belasteten Männern zu reduzieren und welche persönlichen Faktoren sowie Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen.
1 Einleitung
Das Thema Burnout interessiert mich aus beruflichen und persönlichen Gründen:
In der Berufswelt und im Alltagsleben klagt inzwischen fast jeder über Stress. Außerdem kennt jeder Menschen, die gestresst wirken und eine gewisse Erschöpfung zeigen. Von Burnout wird beispielsweise dann gesprochen, wenn dieser Erschöpfungszustand über Monate anhält, die Gestressten gleichgültig, depressiv oder aggressiv reagieren, den Kontakt meiden, unter psychosomatischen Beschwerden leiden und ihr vormals engagiertes Leben aufgeben. Letztlich ist das Endstadium des Burnout-Syndroms durch Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Selbstmordgedanken oder sogar Selbstmordversuch gekennzeichnet.
Im Rahmen meines Praktikums beim Milton-Erickson-Institut in Hamburg wurde mir deshalb vorgeschlagen, mich beruflich in diese Richtung zu orientieren, wenn ich nach dem Studium beraterisch in der Wirtschaft tätig sein wollte.
Auch die Medien greifen dieses Thema inzwischen vielfach auf. Zwar ist dadurch das Bewusstsein für die Gefahr eines Burnouts gestiegen. Dennoch ist es in unserer Gesellschaft ein Tabu zuzugeben, in einer Krise zu stecken, weil jemand den hohen eigenen oder äußeren Ansprüchen nicht gerecht wird. So merkte ein enger Freund von mir, dass er völlig überlastet war. Er zeigte einige typische Stress-Symptome, konnte kaum noch etwas genießen und reagierte immer häufiger genervt auf seine Klienten und Familie. Doch als selbständiger Berater wollte er sich weder die Zeit nehmen, sich Unterstützung zu suchen, noch konnte er dieses Vorhaben in Einklang mit seiner Selbstachtung bringen. Und ich konnte ihm damals leider noch nicht helfen.
Als Außenstehender ist es leicht, den überforderten Personen mehr Gelassenheit und Freude am Leben zu empfehlen. Doch wie kann ein Betroffener das konkret erreichen? Die unzähligen Ratgeber reichen anscheinend nicht aus, um Gewohnheiten zu verändern. Denn im Gesundheitssystem werden zunehmend Folgekosten verzeichnet.
Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Burnout-Themas ein, begründet das Forschungsinteresse durch persönliche Erfahrungen und beschreibt die Motivation zur Untersuchung des spezifischen Seminarkonzepts für Männer.
Stand der Forschung zum Burnout: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand zu Begriffsdefinitionen, Ursachen, Symptomen, Abgrenzungen zu anderen Diagnosen sowie existierende Messinstrumente und Präventionsansätze.
Das Seminarkonzept: Hier werden der theoretische Hintergrund (Salutogenese), die Rahmenbedingungen der Seminare sowie die methodische Struktur der fünf Seminartage detailliert beschrieben.
Fragestellungen und Hypothesen: Dieses Kapitel definiert die Ziele der Evaluation, leitet die zentralen Fragestellungen ab und formuliert Hypothesen hinsichtlich des Seminarerfolgs und der Stichprobenbeschaffenheit.
Methode: Die Arbeit beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Längsschnittstudie, der verwendeten Fragebögen, der Stichprobenbeschreibung, der statistischen Auswertungsmethoden und der Gütekriterien.
Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Hauptergebnisse zur Seminarwirksamkeit sowie die Nebenergebnisse, darunter der Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung sowie der Zusammenhang mit persönlichen Merkmalen.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, methodische Grenzen aufgezeigt und die Bedeutung des Seminarkonzepts interpretiert.
Ausblick: Abschließend werden zukünftige Forschungsfragen aufgeworfen und Potenziale zur Optimierung des Seminarkonzepts für die Burnout-Prävention skizziert.
Burnout, Männer, Prävention, Evaluation, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Stressmanagement, Psychologie, Längsschnittstudie, Fragebogen, Arbeitswelt, psychische Belastung, Intervention, Seminarkonzept, Arbeitsunfähigkeit.
Die Diplomarbeit evaluiert ein fünftägiges Präventionsseminar gegen Burnout, das speziell für Männer entwickelt wurde und von der Techniker Krankenkasse unterstützt wird.
Die Arbeit behandelt die Ursachen und Symptome von Burnout, die Wirksamkeit präventiver Interventionen sowie die Bedeutung des Salutogenese-Modells nach Aaron Antonovsky.
Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit des speziellen Seminarkonzepts hinsichtlich der mit Burnout verbundenen Aspekte zu prüfen und zu untersuchen, ob sich bei den Teilnehmern positive Veränderungen zeigen.
Es wird ein quantitativer Ansatz in Form einer Längsschnittstudie gewählt, wobei Teilnehmer und deren nahestehende Personen (Partnerinnen) zu drei Zeitpunkten mittels Fragebögen befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Burnout-Phänomens, eine detaillierte Beschreibung des untersuchten Seminarkonzepts, die methodische Darstellung der Datenerhebung sowie die ausführliche Analyse und Diskussion der Studienergebnisse.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Burnout-Prävention, Salutogenese, Evaluation, Männer, psychische Belastung und Interventionskonzepte charakterisiert.
Der Einbezug der Fremdeinschätzung durch die Partnerin dient dazu, das Selbstbild des Teilnehmers zu validieren und mögliche Diskrepanzen bei der Wahrnehmung der Stressbelastung oder positiven Veränderungen zu identifizieren.
Die Salutogenese bildet das theoretische Fundament. Ziel ist es, das Kohärenzgefühl der Teilnehmer zu stärken, damit sie Ressourcen besser nutzen können, um Stresssituationen erfolgreich zu bewältigen.
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