Bachelorarbeit, 2021
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Geschlecht als soziologische Kategorie
2.1. Alltägliche Basisannahme der Zweigeschlechtlichkeit – biologische und psychologische Differenzierung von Geschlecht
2.2. Das Ordnungsprinzip Geschlecht im 18. Jahrhundert
2.3. Die soziale Konstruktion von Geschlecht – Doing Gender
3. Soziologischer Hintergrund in Bezug auf Medien und Geschlechterstereotypen
3.1. Definition des Begriffs Geschlechterstereotype
3.2. Die soziale Konstruktion von Geschlecht nach Berger/ Luckmann
3.3. Geschlechtliche Sozialisation
3.4. Tradierung von Geschlechterstereotypen: Mediensozialisation
4. Mediensozialisation in der Jugend
4.1. Die Jugendzeitschrift „Bravo Girl“
4.2. Geschlechterstereotype Selbstdarstellung auf Instagram
4.3. Exkurs: Selbstdarstellung auf YouTube
4.4. (Disney-)Filme als Sozialisationsinstanz
5. Methodologisches Vorgehen
5.1. Erhebungsinstrument: soziologische Film- und Fernsehanalyse nach Peltzer und Keppler
5.2. Theoretische Grundlagen und methodologische Verortung
5.3. Auswertungsinstrument: Grounded Theory Methodologie
5.3.1. Theoretisches Kodieren und Sampling
5.3.2. Vergleichen
6. Analyse: Disney-Filme
6.1. Inhaltsangabe: „Schneewittchen und die sieben Zwerge“
6.2. Inhaltsangabe: „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“
6.3. Samples aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und „Die Eiskönigin“ im Vergleich
6.4. Analyse: „Schneewittchen und die sieben Zwerge“
6.4.1. Schönheit als Handlungsrahmen
6.4.2. Darstellung von Schneewittchen
6.4.3. Rollenbilder in Schneewittchen
6.5. Analyse: „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“
6.5.1. Geschwisterliche Beziehung als Handlungsrahmen
6.5.2. Darstellung von Elsa
6.5.3. Diskussion: Elsa und Schneewittchen
7. Analyse: Bravo Girl
7.1. Beauty und Mode
7.2. Körper und Attraktivität
7.3. Jungs und Beratung
8. Analyse: Selbstdarstellung auf Instagram
8.1. Körperliche Inszenierung
8.2. Body-Positivity
9. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Medien auf die geschlechtliche Sozialisation von Heranwachsenden, mit einem besonderen Fokus darauf, wie Geschlechterstereotype konstruiert und reproduziert werden.
Die soziale Konstruktion von Geschlecht nach Berger/ Luckmann
Berger und Luckmann benennen Folgendes als Aufgabe der Wissenssoziologie: „Die Wissenssoziologie hat die Aufgabe, die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit zu analysieren.“ (Berger/ Luckmann 2018, S. 3). Durch die Untersuchung dieser Sozialordnung kann die Theorie des Sozialkonstruktivismus dabei helfen, die in den Medien konstruierten Geschlechterstereotypen einzuordnen und dabei helfen, diese zu interpretieren.
Berger und Luckmann unterscheiden drei Faktoren, die Einfluss auf die Sozialisation des Menschen haben. Zunächst wäre dies der Faktor der biologischen Grenzen beziehungsweise der genetischen. Dazu zählen zum Beispiel das Aussehen sowie Behinderungen oder Talente. Des Weiteren benennen Berger und Luckmann die Grenzen der materiellen Umwelt, die den Menschen beeinflussen. Dazu spielen neben den klimatischen Bedingungen die Möglichkeiten zur Ernährung eine Rolle.
Zuletzt benennen die Autoren den Faktor der Sozialisation des Individuums in die Gesellschaft. Berger und Luckmann stellen sich hierzu die Frage: „Wie ist es möglich, daß subjektiv gemeinter Sinn zu objektiver Faktizität wird? Oder, in der Terminologie Webers und Durkheims: Wie ist es möglich, daß menschliches Handeln (Weber) eine Welt von Sachen hervorbringt?“ (Berger/ Luckmann 2018, S. 20).
1. Einleitung: Erläutert die Relevanz des Themas im Kontext der Sozialisation und führt in die Fragestellung zur Mediennutzung ein.
2. Geschlecht als soziologische Kategorie: Bietet einen Überblick über die historische und soziologische Entwicklung der Geschlechtertheorien.
3. Soziologischer Hintergrund in Bezug auf Medien und Geschlechterstereotypen: Verknüpft die Theorie von Berger und Luckmann mit der Definition von Stereotypen.
4. Mediensozialisation in der Jugend: Beleuchtet die spezifische Rolle der Adoleszenz und die Funktion von Medien als Sozialisationsinstanzen.
5. Methodologisches Vorgehen: Beschreibt die Anwendung der Film- und Fernsehanalyse sowie die Grounded Theory als Auswertungsmethode.
6. Analyse: Disney-Filme: Untersucht anhand von Inhaltsbeispielen, wie Disney-Filme zur Reproduktion oder Überwindung von Geschlechterstereotypen beitragen.
7. Analyse: Bravo Girl: Analysiert, wie die Zeitschrift durch Produktplatzierungen und Tipps ein stereotypisches Mädchenbild konstruiert.
8. Analyse: Selbstdarstellung auf Instagram: Betrachtet die Rolle von Influencerinnen bei der Vermittlung von Schönheitsidealen und Gegenbewegungen wie Body-Positivity.
9. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Medien bei der Internalisierung gesellschaftlicher Geschlechtsbilder.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Medien zur Sozialisation des Menschen beitragen und wie dabei Geschlechterstereotype konstruiert und verfestigt werden.
Die zentralen Felder sind die soziologische Konstruktion von Geschlecht, die Rolle der Medien in der Adoleszenz und die Analyse spezifischer Medienformate wie Disney-Filme, Jugendzeitschriften und soziale Netzwerke.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Medienformate zum Prozess der Sozialisation beitragen und ob sie die gesellschaftlich dominante Geschlechterordnung reproduzieren.
Verwendet wird ein qualitativer Ansatz, bestehend aus einer Film- und Fernsehanalyse nach Peltzer und Keppler sowie der Grounded Theory zur systematischen Auswertung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Erläuterungen und eine umfassende Analyse von Disney-Filmen, der Zeitschrift "Bravo Girl" und Instagram-Profilen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sozialisation, Geschlechterstereotype, Konstruktion von Wirklichkeit, Doing Gender und mediale Inszenierung.
Die Analyse verdeutlicht, dass Filme wie "Schneewittchen" eher traditionelle Rollenbilder reproduzieren, während neuere Filme wie "Die Eiskönigin" Ansätze zeigen, diese gesellschaftlichen Muster kritisch zu hinterfragen.
Influencerinnen fungieren oft als Trägerinnen stereotyper Körperbilder, obwohl sich durch Bewegungen wie Body-Positivity auf dieser Plattform auch Ansätze finden, die diese Ideale bewusst hinterfragen oder kritisieren.
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