Magisterarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert das Werk von Durs Grünbein mit dem Fokus auf sein Interesse an naturwissenschaftlichen Inhalten. Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit sich dieses Interesse in seinen Veröffentlichungen widerspiegelt. Die Prämisse ist, dass Grünbein ein pathologisches Interesse an naturwissenschaftlichen Themen hat. Die Arbeit untersucht exemplarisch Auszüge aus seinem Werk, um Grünbeins einleitende Frage zu diesem Thema zu beantworten: „Was haben die Schädelnerven der Wirbeltiere mit Dichtung zu tun?“. Die Hypothese, die im Laufe der Arbeit belegt werden soll, ist, dass Grünbein gesellschaftliche Missstände rhetorisch mit Krankheiten gleichsetzt, an denen die jeweilige Gesellschaft aus seiner Sicht leidet.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und definiert den Begriff des ,pathologischen Interesses‘. Anschließend wird Durs Grünbeins Biographie vorgestellt, wobei sein Interesse für Literatur und seine Erfahrungen in der ehemaligen DDR im Mittelpunkt stehen.
Der erste Hauptteil widmet sich Grünbeins Poetologie, wie er sie in einigen seiner Essays entwirft. Dieser Teil untersucht seine Ansichten über die Rolle von Sprache und Literatur in der Gesellschaft.
Der zweite Hauptteil analysiert eine Reihe von Gedichten aus zwei Sammlungen, die in den Jahren um die Wiedervereinigung Deutschlands herum entstanden und erschienen sind. Diese Gedichte werden im Kontext von Grünbeins Poetologie und seinem ,pathologischen Interesse‘ interpretiert.
Pathologisches Interesse, Naturwissenschaften, Literatur, Poetologie, Gesellschaft, Rhetorik, Sarkasmus, Durs Grünbein, Postmoderne, Wiedervereinigung
Es beschreibt Grünbeins intensive Beschäftigung mit medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen, die er nutzt, um gesellschaftliche Zustände als „krankhaft“ zu diagnostizieren.
Er verwendet anatomische Fachbegriffe und physiologische Konzepte als Metaphern in seiner Dichtung, um die Conditio humana und geschichtliche Prozesse zu beschreiben.
In Werken wie „Grauzone morgens“ verarbeitet er die Tristesse der DDR und den Umbruch der Wendezeit, oft mit einem sarkastischen und sezierenden Blick auf die Gesellschaft.
Seine Poetologie ist stark körperbezogen. Er sieht das Gedicht oft als eine Reaktion auf physische Reize oder als eine Form der „Anatomie“ der Sprache.
Der Sarkasmus dient ihm als rhetorisches Werkzeug, um Distanz zu schaffen und die von ihm wahrgenommenen gesellschaftlichen Missstände schonungslos offenzulegen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

