Bachelorarbeit, 2023
91 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Theoretischer Teil
1. Mehrsprachigkeit und Migrationshintergrund im Klassenzimmer
1.1 Ursachen und Hintergründe von Mehrsprachigkeit in deutschen Bildungseinrichtungen
1.2 Begriffliche Klärungen: Erstsprache - Zweitsprache - Fremdsprache - Mehrsprachigkeit
1.2.1 Erstsprache/Muttersprache
1.2.2 Zweitsprache/ Fremdsprache
1.2.3 Mehrsprachigkeit
1.3 Mehrsprachigkeit und Bildungserfolg
1.4 Lernbarrieren und Bildungsnachteile im Kontext von Zwei- und Mehrsprachigkeit in der Schule
1.4.1 Mehrsprachigkeit als Bildungsnachteil
1.4.2 BICS und CALP
1.4.3 Notwendigkeit der Sprachförderung für Kinder und Jugendliche mit Mehrsprachigkeitskontexten
2. Digitale Medien in schulischen Bildungszusammenhängen
2.1 Digitale Medien im Zusammenhang mit (Sprachen-)Lernen
2.1.1 Lernchancen digitaler Medien für Individualisierung und Differenzierung
2.1.2 Grenzen digitaler Medien in schulischen Bildungszusammenhängen
2.2 Lernvideos
2.2.1 Begriffliche Klärung: Lernvideos, Erklärvideos und Tutorials
2.2.2 Lernchancen von Lernvideos allgemein und im Kontext von Sprachförderung/-erwerb
2.2.3 Qualitätskriterien zur zur Entwicklung von digitalen Lernvideos
2.2.3.1 Didaktische Kriterien
2.2.3.2 Ästhetische Kriterien
2.2.3.3 Sprachliche Kriterien
3. Hei-MaT, die Interkulturelle Lernbegleitung und Mini-Projekte
3.1 Zielgruppe der Lernplattform
3.2 Forschendes Lernen in Mini-Projekten
3.2.1 Forscher-Kreislauf-Modell nach Marquardt-Mau
3.2.2 Forscher-Kreislauf-Model der Interkulturellen Lernbegleitung
3.2.3 Abschluss und Unterstützung eines Mini-Projektes
III. Praktischer Teil
4. Erstellung des Mini-Projekts zum Entdecken von Farben
4.1 Begründung zur Themenwahl „Farben“
4.2 Bezug zum Bildungsplan Baden-Württemberg
4.3 Bildungspotenziale des Themenbereichs „Farbe“ für Kinder und Jugendliche mit Mehrsprachigkeitskontexten
4.4. Entwicklungsschritte zum Mini-Projekt zum Entdecken von Farben
4.4.1 Vorbereitung
4.4.1.1 Zielsetzung des Mini-Projekts festlegen
4.4.1.2 Auswahl des Inhalts vornehmen
4.4.1.3 Erklärniveau finden
4.4.1.4 Gestalterische Struktur festlegen
4.4.2 Produktion
4.4.2.1 Einstieg
4.4.2.2 Problemeröffnung durch Forschungsfragen
4.4.2.3 Problementfaltung und Problembearbeitung
4.4.2.4 Neues Wissen und der Lösungsansatz
4.4.2.5 Zusammenfassung
4.4.2.6 Erzählskript entwickeln
4.4.2.7 Lernvideo und Trailer erstellen
4.4.3 Nachbereitung
4.4.3.1 Zusammenfassung der Lernchancen des Mini-Projekts
4.4.3.2 Reflexion des Mini-Projekts zum Entdecken von Farben
IV. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Lernvideos als didaktisches Instrument eingesetzt werden können, um Bildungsbarrieren abzubauen und das Sprachenlernen bei Kindern und Jugendlichen mit Mehrsprachigkeitskontexten im schulischen Umfeld zu fördern.
1.2.1 Erstsprache/Muttersprache
Umgangssprachlich kommt dem Begriff der Muttersprache erhebliche Bedeutung zu. Damit ist die Sprache gemeint, die das Kind als Erstes erlernt, in der Regel die Sprache der Mutter oder der Eltern, die es am besten beherrscht und zu der es eine emotionale Bindung hat (vgl. Skutnabb-Kangas, 1992). Der Begriff Muttersprache wird jedoch in vielen Spracherwerbskontexten problematisch: So ist beispielsweise nicht wirklich erkennbar, ob sich der Terminus auf die Sprache bezieht, die zuerst erworben wurde, am besten beherrscht, am häufigsten verwendet wird oder mit der sich ein Individuum am ehesten identifiziert (vgl. Scharff Rethfeldt, 2013). Die Bezeichnung erweist sich zudem als unzureichend präzise im Bezug auf verschiedene Spracherwerbskontexte.
Dies gilt beispielsweise, wenn in einer Familie mehrere Sprachen gesprochen werden oder durch Migration ein Sprachverlust auftritt (vgl. Jeuk, 2017). Um diese Problematik zu umgehen, verwendet Jeuk den Begriff Familiensprache, um die Sprache zu bezeichnen, die in der Familie gesprochen wird. Mit diesem Begriff bleiben der Grad der Beherrschung und der emotionale Bezug offen, da lediglich die Kommunikationssituation gekennzeichnet wird (vgl. ebd.). In der Sprachwissenschaft hat sich mittlerweile der Begriff der Erstsprache und der im erweiterten Kontext benutzte Begriff der Zweitsprache durchgesetzt, die sich auf die Reihenfolge des Erwerbs beziehen. Eine Wertigkeit, insbesondere im Hinblick auf die mehr oder weniger gute Beherrschung einer Sprache, kommt damit nicht zum Ausdruck.
I. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung im Bildungssystem und fokussiert dabei auf Kinder und Jugendliche mit Mehrsprachigkeitskontexten.
II. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe zu Mehrsprachigkeit, beleuchtet die Rolle digitaler Medien und Lernvideos im Unterricht und erläutert Didaktik sowie Qualitätskriterien für digitale Lerninhalte.
III. Praktischer Teil: Hier wird die praktische Umsetzung eines Mini-Projekts zum Themenbereich "Farben" beschrieben, basierend auf dem Modell der Interkulturellen Lernbegleitung, gefolgt von einer Reflexion des Erstellungsprozesses.
IV. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von staatlicher Förderung und einer bewussten Gestaltung digitaler Lernangebote zur Sicherung von Bildungsgerechtigkeit.
Mehrsprachigkeit, Digitale Medien, Lernvideos, DaZ, Bildungssprache, Forschendes Lernen, Mini-Projekte, Interkulturelle Lernbegleitung, Individualisierung, Differenzierung, Sprachförderung, Medienkompetenz, Bildungsplan Baden-Württemberg, Scaffolding, Farbpsychologie.
Die Arbeit analysiert, wie digitale Lernvideos genutzt werden können, um Lernchancen für Kinder und Jugendliche mit Mehrsprachigkeitshintergrund zu verbessern, insbesondere im Rahmen des Konzepts der Interkulturellen Lernbegleitung.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Mehrsprachigkeit, die Auswirkungen auf Bildungserfolge, den Einsatz digitaler Medien im Unterricht sowie die didaktische Gestaltung und Produktion von Lernvideos.
Das Ziel ist die Erstellung und theoretische Fundierung eines Mini-Projekts zum Thema "Farben", das speziell für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) konzipiert wurde, um sowohl fachliches als auch sprachliches Wissen zu vermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit fachdidaktischer Literatur und die praktische Anwendung von Entwicklungsschritten für digitale Lernvideos gemäß dem "Forschenden Lernen in Mini-Projekten".
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Spracherwerb und Medieneinsatz sowie einen praktischen Teil, der detailliert die Vorbereitung, Produktion und Nachbereitung digitaler Lernsequenzen erläutert.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Mehrsprachigkeitsdidaktik, digitale Lernvideos, Scaffolding und Forschendes Lernen geprägt.
Farben dienen als alltagsnahes Thema, das sowohl wissenschaftliche als auch ästhetische und sprachliche Lernbereiche verbindet und sich dadurch hervorragend für die Förderung von Schüler:innen mit Mehrsprachigkeitskontexten eignet.
Die Arbeit integriert konsequent digitale Lehr- und Lernformate mit der methodischen Struktur des "Forschenden Lernens", um Lernende aktiver in den Erkenntnisprozess einzubinden.
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