Magisterarbeit, 2010
151 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 FORSCHUNGSZIEL
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORIE
2.1 SOZIALE ROBOTIK
2.1.1 Was ist die Machiavellian Intelligence Hypothesis?
2.1.2 Was ist ein Roboter?
2.1.3 Was ist künstliche Sozialität?
2.1.4 Was ist ein Sozialer Roboter?
2.1.5 Was ist ein Humanoid?
2.1.6 Was ist Anthropomorphismus?
2.1.7 Was ist das Uncanny Valley?
2.1.8 Was ist die Mensch-Roboter Interaktion?
2.2 KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT
2.2.1 Was ist Kommunikation?
2.2.2 Was ist ein Dialog?
2.2.3 Was ist ein Medium?
2.3 ROBOTER ALS KOMMUNIKATIONSMEDIUM
3 FORSCHUNGSFRAGEN UND HYPOTHESEN
3.1 KOMMUNIKATIONSBEREITSCHAFT
3.2 KOMMUNIKATIONSBEDINGUNGEN
3.3 KOMMUNIKATIONSPERFORMANCE
3.4 KOMMUNIKATIONSAUFWAND
3.5 SOZIALER KOMMUNIKATIONSEINFLUSS
3.6 KOMMUNIKATIONSABSICHT
3.7 HYPOTHESENMODELL
4 METHODE
4.1 GRUNDGESAMTHEIT UND STICHPROBE
4.2 ERHEBUNGSMETHODE
4.3 PRETEST
4.4 AUSWERTUNGSMETHODE
4.5 GÜTEKRITERIEN
4.6 UNTERSUCHUNGSDESIGN
5 ERGEBNISSE
5.1 SOZIODEMOGRAPHIE
5.1.1 Geschlecht
5.1.2 Alter
5.1.3 Bildung
5.1.4 Beruf
5.1.5 Roboternutzung
5.1.6 Roboterfahrung
5.2 KOMMUNIKATIONSBEREITSCHAFT
5.2.1 ReplieeQ vs. Autom
5.2.2 EveR-1 vs. Aibo
5.2.3 Hrp4C vs. Nexi
5.2.4 Geminoid vs. Nao
5.2.5 Actroid-DER2 vs. Leonardo
5.3 HYPOTHESENPRÜFUNG
5.3.1 Kommunikationsbereitschaft (widerlegt)
5.3.2 Kommunikationsbedingungen (teilweise bestätigt)
5.3.3 Kommunikationsperformance (bestätigt)
5.3.4 Kommunikationsaufwand (bestätigt)
5.3.5 Sozialer Kommunikationseinfluss (widerlegt)
5.3.6 Kommunikationsabsicht (teilweise bestätigt)
5.4 KORRIGIERTES HYPOTHESENMODELL
6 DISKUSSION
7 SCHLUSS
7.1 ZUSAMMENFASSUNG
7.2 FAZIT
7.3 AUSBLICK
Die Magisterarbeit untersucht die "Gesprächsakzeptanz von Robotern" durch Menschen. Das primäre Ziel ist es, empirisch zu ermitteln, ob Menschen Roboter als Gesprächspartner akzeptieren, und zu erforschen, welchen Einfluss die Faktoren "Menschenähnlichkeit" und "Kommunikationsfähigkeit" eines Roboters auf diese Akzeptanz haben. Dabei wird eine interdisziplinäre Brücke zwischen der sozialen Robotik und der Kommunikationswissenschaft geschlagen.
1.1 Problemstellung
Mit der Entwicklung der limitierten sozialen Intelligenz für autonome Roboter sind Begriffe wie Kommunikation und Interaktion wesentliche Begriffe in der sozialen Robotik geworden. In der interdisziplinären sozialen Robotik, in der es vorrangig um soziale Interaktion und Kommunikation zwischen einem Roboter und einem Menschen geht, sind allerdings kaum Kommunikationswissenschaftler involviert. Dabei wäre ein kommunikationswissenschaftlicher Diskurs dringend notwendig. Erstens, da durch die zunehmende Vergesellschaftung von technischen Robotern ein „neues“ Medium entstanden ist, das in eine bestehende oder neue Medienkategorie eingeordnet gehört. Und zweitens, weil Kommunikation durch eine kommunikationstheoretische Perspektive ergänzt gehört, damit beide Disziplinen von den Erkenntnissen profitieren können. Die vorliegende Arbeit will dieses Defizit ausgleichen, und kommunikationswissenschaftliche Zugänge in der Mensch-Roboter Interaktion eröffnen. Der Kommunikationsbegriff und -prozess soll aus kommunikationswissenschaftlicher geklärt werden und in den Zusammenhang der sozialen Robotik eingebettet werden.
In naher Zukunft wird erwartet, dass Roboter eine aktive Rolle in der Gesellschaft übernehmen werden. Diese Entwicklung erfordert allerdings, dass Roboter von den Menschen sozial akzeptiert werden. Zahlreiche Forscher haben im Zuge dessen das Phänomen „soziale Akzeptanz von Robotern“ in Experimenten empirisch untersucht und aus den Forschungsergebnissen Kriterien ausgearbeitet, anhand derer man die soziale Akzeptanz von Robotern verbessern kann. Unbeantwortet blieb jedoch, ob Roboter auch als Gesprächspartner, also kommunikativ akzeptiert werden. „Mit Robotern sprechen“, also Roboter als Gesprächspartner akzeptieren, ist ein aufstrebendes Forschungsfeld innerhalb der sozialen Robotik und gleichzeitig auch eine größten Herausforderungen innerhalb der Disziplin. Denn: die Mensch-Roboter-Kommunikation ist durch zahlreiche Missverständnisse und Kommunikationsprobleme gekennzeichnet. Aktuelle Forschungen bemühen sich deshalb Fehlervermeidung-Mechanismen auszuarbeiten, um den Kommunikationserfolg zwischen Menschen und Robotern zu verbessern. Der Schwerpunkt wird dabei hauptsächlich auf sprachwissenschaftliche Ansätze gelegt, die eine optimale Dialogstruktur evaluieren.
1 EINLEITUNG: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz von Robotern als soziale Kommunikationspartner und Definition der Forschungsfrage.
2 THEORIE: Erarbeitung des theoretischen Rahmens durch die Verbindung von Inhalten der Sozialen Robotik und der Kommunikationswissenschaft.
3 FORSCHUNGSFRAGEN UND HYPOTHESEN: Herleitung und Operationalisierung der zentralen Hypothesen mittels eines angepassten Akzeptanzmodells.
4 METHODE: Beschreibung des experimentellen Online-Befragungsdesigns zur empirischen Untersuchung der Gesprächsakzeptanz.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der statistischen Auswertung und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 DISKUSSION: Interpretation der gewonnenen empirischen Erkenntnisse im Kontext der theoretischen Vorgaben.
7 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Soziale Robotik, Mensch-Roboter-Kommunikation, Gesprächsakzeptanz, Humanoid, Anthropomorphismus, Uncanny Valley, Kommunikationsfähigkeit, Kommunikationsmodell, Social Intelligence, Akzeptanzforschung, Technologieforschung, Dialogstruktur, Interaktion, Soziale Akzeptanz, UTAU-Modell.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Menschen Roboter als Gesprächspartner akzeptieren und welche kommunikativen Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Die Arbeit vereint Disziplinen der Sozialen Robotik, der Kommunikationswissenschaften und der empirischen Akzeptanzforschung.
Das Ziel ist es, Kriterien für die "soziale Akzeptanz von Robotern" als Gesprächspartner wissenschaftlich zu bestimmen und empirisch zu prüfen.
Es wurde ein quantitatives, experimentelles Online-Befragungsdesign gewählt, bei dem Testpersonen mittels Videostimuli bewerteten, wie gut sie mit verschiedenen Robotertypen kommunizieren können.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Ableitung eines Hypothesenmodells, die detaillierte Methodenbeschreibung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Soziale Robotik, Kommunikationsfähigkeit, Anthropomorphismus, das Uncanny Valley sowie die Gesprächsakzeptanz von Robotern.
Die Untersuchung ergab, dass die Kommunikationsfähigkeit eines Roboters zwar einen Einfluss auf die Einschätzung hat, ein direkter positiver Zusammenhang zur Akzeptanz als Gesprächspartner jedoch statistisch nicht bestätigt werden konnte.
Die Studie konnte signifikante Geschlechterunterschiede in der Interaktionspräferenz feststellen, insbesondere bei der Wahl zwischen menschenähnlichen und tierähnlichen Robotermodellen.
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