Magisterarbeit, 2010
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Guteigenschaften von Musik
2.1 Musik als ökonomisches Gut
2.1.1 Gebrauchswert und Nutzen von Musik
2.1.2 Nachfrage nach Musik
2.1.3 Knappheitsprinzip in der Musikindustrie?
2.2 Musikprodukte
2.2.1 Physische Produkte
2.2.2 Nicht-physische Produkte
2.2.3 Live-Events
2.3 Musik als Kulturgut und meritorisches Gut
2.4 Musikprodukte: Sach- oder Dienstleistung?
2.5 Musikprodukte sind Informationsgüter
3. Das lineare Wertschöpfungskonzept der Musikbranche
3.1 Das Wertschöpfungskonzept nach Michael E. Porter
3.2. Wertschöpfungskette innerhalb der traditionellen Musikbranche
3.2.1 Kosten- und Erlösstruktur physischer Musikprodukte
3.2.2 Vertriebssituation für physische Produkte
3.3 Wertschöpfungskette für nicht-physische Musikprodukte
3.3.1 Kosten- und Erlösstruktur nicht-physischer Musikprodukte
3.3.2 Vertriebssituation für nicht-physischer Produkte am Beispiel des iTunes Stores
3.4 Kritik am linearen Wertschöpfungsmodell
4. Veränderte Realitäten im Musikmarkt
4.1 Globalisierung und Regionalisierung der Musikindustrie
4.2 Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft
4.3 Konvergenz
4.4 Von der Wertschöpfungskette zum Wertschöpfungsnetzwerk
5. Neue Wertschöpfungsperspektiven für Musikunternehmen
5.1 Prozessöffnung und Kooperation: TIME Konvergenz
5.2 Blaue und rote Ozeane: Nutzeninnovation und Implementierung von neuen Technologien
5.3 Nutzung von globalen Ressourcen: R=G Konzept
5.4 Kundenzentrierung und Co-Kreation: N=1 Konzept
5.5 Nischenversorgung: The long Tail
5.6 Das Rundum-Sorglos-Paket: 360-Grad-Modelle
6. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Herausforderungen der Musikindustrie infolge der Digitalisierung, um neue strategische Wertschöpfungsperspektiven aufzuzeigen, anstatt endgültige Problemlösungen zu präsentieren. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Veränderungen der Wertschöpfung und Vertriebssituation für Musikprodukte sowie die Ableitung zukunftsfähiger Ansätze aus veränderten Marktbedingungen.
2.1.2 Nachfrage nach Musik
Die zweite Bedingung für ökonomische Güter ist, dass diese nachgefragt werden. Bei Betrachtung der Musikbranche, ist festzustellen, dass diese grundsätzliche Frage hier nicht gestellt werden muss, da sich bereits seit langem ein milliardenschwerer Markt gebildet hat und (noch) besteht. Somit wäre die zweite Bedingung erfüllt. Nichtsdestotrotz soll im Folgenden die Entwicklung der Nachfrage nach Musik genauer betrachtet werden. Die nachstehende Grafik Abbildung 1 beschreibt die Absatzentwicklung der Musikindustrie in Deutschland über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Dabei beschreibt die blaue Kurve den Absatz physischer Produkte – also Musik die über verschiedene Tonträger vertrieben wird. Seit 2004 wird der Verkauf von nicht-physischen Produkten (Download und Mobile) registriert, welcher durch die rote Kurve dargestellt wird. Die grüne Kurve ergibt sich aus der Addition der physischen und nicht-physischen Absätze. Aufgrund des Verlaufs der Absatzkurven ist zunächst anzunehmen, dass die Nachfrage nach Musik im Zeitablauf stark zurückgegangen ist und auch die digitalen Absätze diesen Rückgang nicht kompensieren können.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Krise der Musikindustrie im Kontext der Digitalisierung und formuliert das Ziel der Arbeit, neue Wertschöpfungsperspektiven aufzuzeigen.
2. Guteigenschaften von Musik: Dieses Kapitel klassifiziert Musik als ökonomisches Gut, untersucht Nachfrageverhalten sowie Knappheitsprinzipien und differenziert zwischen physischen, nicht-physischen Produkten und Live-Events.
3. Das lineare Wertschöpfungskonzept der Musikbranche: Auf Basis von Michael E. Porters Konzept wird die traditionelle Wertschöpfungskette analysiert, kritisch hinterfragt und die Kosten- sowie Vertriebsstrukturen physischer und nicht-physischer Musikprodukte untersucht.
4. Veränderte Realitäten im Musikmarkt: Hier werden die Rahmenbedingungen wie Globalisierung, Individualisierung, gesellschaftliche Pluralisierung und Konvergenz thematisiert, die das lineare Modell obsolet machen und ein Wertschöpfungsnetzwerk erfordern.
5. Neue Wertschöpfungsperspektiven für Musikunternehmen: Dieses Kapitel leitet konkrete Strategien wie TIME-Konvergenz, Blue-Ocean-Strategien, das R=G Konzept, Co-Kreation und Long-Tail-Ansätze ab, um im veränderten Marktumfeld zu bestehen.
6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass es keine einfache Krisenlösung gibt, betont jedoch die Notwendigkeit einer Abkehr vom starren, linearen Wertschöpfungsdenken zugunsten flexibler, kooperativer Netzwerke.
Musikindustrie, Digitalisierung, Wertschöpfungskette, Tonträger, Musikmarkt, Ökonomisches Gut, Wertschöpfungsnetzwerk, Konvergenz, Distributionsstrukturen, Long-Tail-Prinzip, Co-Kreation, Erlösstruktur, Konsumverhalten, Musikprodukte, Strategie
Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Musikindustrie und hinterfragt traditionelle lineare Wertschöpfungsmodelle.
Die Themen umfassen die ökonomische Einordnung von Musik, die Analyse von Wertschöpfungsketten, Auswirkungen gesellschaftlicher Megatrends und die Entwicklung neuer Geschäftsmodell-Perspektiven.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge aufzuzeigen und strategische Wege zu skizzieren, wie die Musikbranche mit den veränderten Bedingungen durch die Digitalisierung umgehen kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung ökonomischer Modelle (z.B. nach Porter oder Anderson) auf die Musikindustrie.
Im Hauptteil werden Gütereigenschaften, lineare vs. netzwerkbasierte Wertschöpfungsmodelle, Marktveränderungen durch Konvergenz und verschiedene neue Strategieansätze analysiert.
Kernbegriffe sind Wertschöpfungskette, Musikindustrie, Digitalisierung, Geschäftsmodelle, Knappheit und Konvergenz.
Das Modell nach Porter wird kritisiert, da es auf dem Prinzip der Knappheit beruht, das in der digitalen Ära durch den Wegfall physischer Handelsbarrieren an Bedeutung verliert.
Musiklabels müssen sich vom reinen Tonträgeranbieter zum Dienstleister entwickeln, der in einem komplexen Netzwerk mit branchenfremden Partnern agiert.
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