Diplomarbeit, 2010
145 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Identität
2.1 Was steckt hinter dem Begriff Identität?
2.2 Vorstellung drei unterschiedlicher Identitätstheorien
2.2.1 Identitätstheorie von Erik H. Erikson
2.2.2 Identitätstheorie von George H. Mead
2.2.3 Identitätstheorie von Lothar Krappmann
2.3 Identitätsbildung als zentrale Entwicklungsaufgabe in der Jugendphase
3 Jugend und Jugendkultur
3.1 Was sind Jugendkulturen?
3.2 Jugendkultur und Identität
3.3 Szenenzugehörigkeiten als spezifische Lebensstile von Jugendkulturen
4 Skateboarding
4.1 Geschichte des Skateboardings
4.2 Techniken des Skateboardings und die Bedeutung für die Identitätsbildung
4.3 Was sind die Motivationsmerkmale des Skateboardings?
4.4 Was sind die mit der Dimension Skateboarding einhergehenden Identitätsimpulse?
5 Skateboarding und Identität im Jugendalter: Befragung von vier jugendlichen Skatern
5.1 Methodik
5.1.1 Vorgehensweise
5.1.2 Auswertungsverfahren
5.2 Interviews
5.2.1 Soziodemographische Daten der Interviewpartner
5.2.2 Aufzeigen der Kategorien
5.2.3 Kategorisierung der Interviewergebnisse
5.2.4 Zusammenfassung der Kategorisierungen
5.2.5 Ergebnispräsentation
6 Sozialpädagogische Relevanz
6.1 Mögliche Konsequenzen für die Sozialarbeit / Sozialpädagogik
6.2 Experteninterview
6.2.1 Methodik
6.3 Zusammenfassung des Interviewergebnisses
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert von Jugendkulturen – konkret am Beispiel des Skateboardings – für die Identitätsbildung im Jugendalter. Ziel ist es, den Einfluss dieser spezifischen Subkultur auf die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher zu analysieren und Konsequenzen für die sozialpädagogische Praxis abzuleiten.
2.1 Was steckt hinter dem Begriff Identität?
Über wohl kaum einen anderen sozial-wissenschaftlichen Begriff existieren so viele Definitionen wie über den der Identität. Diese Vielfalt rührt größtenteils daher, dass diese Thematik für viele unterschiedliche Felder von großer Relevanz ist und dementsprechend von beispielsweise Psychologen, Soziologen, Pädagogen, Philosophen und Literaturwissenschaftlern entsprechend ihres jeweiligen spezifischen Bereiches gedeutet und definitorisch ausgelegt wird (vgl. Göppel, 2005, S. 218). Dies erklärt auch, warum kaum ein Begriff bei seinem Gebrauch so wenig Identität aufweist, wie der Begriff „Identität“ selbst (Platta, 2002, S. 50).
Für den Theoretiker Abels ist Identität „...das Bewusstsein ein unverwechselbares Individuum mit einer eigenen Lebensgeschichte zu sein, in seinem Handeln eine gewisse Konsequenz zu zeigen und in der Auseinandersetzung mit anderen eine Balance zwischen individuellen Ansprüchen und sozialen Erwartungen gefunden zu haben“ (2006, S. 254). Neben dieser Definition gibt es noch unzählige andere, die jedoch hinsichtlich ihres definitorischen Ansatzes sehr stark variieren können.
Zumindest existiert aber ein gemeinsamer Bedeutungskern, über den sich sowohl Psychologen, als auch Soziologen einig sind. So ist von Identität dann die Rede, wenn sich eine Person als einzigartig und von anderen unterscheidbar beschreibt und wenn diese Ansicht zusätzlich vom sozialen Umfeld geteilt wird. Daraus erschließt sich, dass Identität zwei unterschiedliche Komponenten umfasst, nämlich die personale und die soziale Identität. Während in der personalen Identität die im Lebenslauf gemachten Erfahrungen verarbeitet und in einem Selbstbild zusammengefasst werden, entsteht die soziale Identität aus dem Bild, welches das Individuum von sich selbst durch andere Personen aus seiner Umwelt vermittelt bekommt (vgl. Brettschneider/Bredenbreck, 1997, S. 157).
1 Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation und des Rahmens der Diplomarbeit zur Identitätsbildung durch Skateboarding.
2 Identität: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Identitätsbegriff und den Theorien von Erikson, Mead und Krappmann im Jugendkontext.
3 Jugend und Jugendkultur: Definition von Jugendkulturen und Analyse der Identitätsrelevanz sowie Szenenzugehörigkeiten.
4 Skateboarding: Geschichtlicher Überblick, technische Analyse und Bedeutung für die Identitätsfindung der Skater.
5 Skateboarding und Identität im Jugendalter: Befragung von vier jugendlichen Skatern: Dokumentation und Auswertung qualitativer Interviews mit Jugendlichen zur Bedeutung ihrer Skater-Identität.
6 Sozialpädagogische Relevanz: Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Jugendarbeit sowie Auswertung eines Experteninterviews.
7 Fazit: Zusammenfassende Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse über die identitätsstiftende Kraft des Skateboardings.
Identitätsbildung, Jugendkultur, Skateboarding, Szenenzugehörigkeit, Sozialpädagogik, Jugendarbeit, Adoleszenz, Selbstbild, Lebensstil, qualitative Sozialforschung, Identität, Sozialisation, Subkultur, Jugendszenen, Identitätsimpulse
Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Jugendkulturen für die Identitätsbildung im Jugendalter, wobei das Beispiel des Skateboardings als zentraler Untersuchungsgegenstand dient.
Die Arbeit verknüpft entwicklungspsychologische Identitätstheorien mit soziologischen Konzepten zu Jugendkulturen und deren Bedeutung für Jugendliche in der heutigen Gesellschaft.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie und in welchem Maße Skateboarding als Jugendkultur Prozesse der Identitätsbildung unterstützt und welche Bedeutung dies für die sozialpädagogische Praxis hat.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der eine theoretische Literaturanalyse mit leitfadengestützten Interviews von vier jugendlichen Skatern und einem Experteninterview kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Identität und Jugendkultur, eine detaillierte Analyse der Skaterszene und eine empirische Auswertung von Interviewdaten.
Identitätsbildung, Skateboarding, Jugendszenen, Sozialpädagogik, Adoleszenz und Lebensstilbildung.
Laut den Ergebnissen bietet die Skaterszene den Jugendlichen durch ihre Offenheit, den familiären Zusammenhalt und die Möglichkeit, individuelle Fähigkeiten sowie soziale Anerkennung zu erlangen, eine starke Stütze für die Persönlichkeitsentwicklung.
Die Jugendarbeit sollte Skateboarding als barrierefreien Sport anerkennen, geeignete Infrastruktur bereitstellen und als unterstützende Instanz agieren, ohne die Autonomie der Subkultur zu beschneiden.
Der Autor fordert eine stärkere Partizipation von Skatern bei der Planung von Skateparks, um Fehlplanungen zu vermeiden und Orte zu schaffen, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen.
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