Magisterarbeit, 2010
83 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Rahmenbedingungen
2.1 Formen der Ungleichheit
2.2 Segregationsforschung
2.3 Medizinsoziologie
2.4 Medizinische Versorgungslage
2.4.1 Das deutsche Gesundheitssystem
2.4.2 Die ambulante Versorgung
2.4.3 Die Bedarfsplanung
2.4.4 Vergütung und Standortwahl
2.4.5 Medizinische Versorgungsforschung
2.4.6 Das Akteursnetz
2.5 Hypothesen
2.6 Das Untersuchungsgebiet
3. Methodik und Datenbasis
3.1 Datengrundlage
3.2 Variablen
3.3 Datenaufbereitung
3.4 Methodische Vorgehensweise
3.5 Das Logitmodell
3.6 Methodenkritik
4. Untersuchungsergebnisse
4.1 Deskriptive Auswertung
4.2 Bivariate Analyse – Prüfung von H1
4.3 Bivariate Analyse – Prüfung von H2
4.4 Einfache multivariate Analyse – Prüfung von H3
4.5 Logistische Regressionsanalyse – Einbezug der Kontrollvariable
4.6 Prüfung von H4
4.7 Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht empirisch, in welchem Maße soziale Segregation in Köln mit einer ungleichen räumlichen Verteilung ambulanter medizinischer Versorgung korreliert. Es wird geprüft, ob armutsgeprägte Stadtteile strukturell benachteiligt sind und ob die aktuelle Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung diese kleinräumigen Disparitäten ignoriert.
1. Einleitung
Die immer stärker wachsende sozialräumliche Ungleichheit in vielen deutschen Großstädten stellt sich sowohl für die Stadt- und Kommunalpolitik als auch für Teile der Stadtbevölkerung als ernsthaftes Problem dar (Friedrichs/Triemer 2009). Grund hierfür ist der zunehmende Verarmungsprozess im städtischen Raum. Bedingt durch den wirtschaftlichen Strukturwandel ist die Zahl der Arbeitslosen und Transfergeldbezieher in den letzten Jahrzehnten immens gestiegen (Friedrichs/Blasius 2000: 9). Im Februar 2005 wurden 5,29 Mio. Arbeitslose (14,1%) und damit die höchste jemals gemessene Arbeitslosenzahl seit der Wiedervereinigung ermittelt (3. Armuts- und Reichtumsbericht 2008).
Im Zuge der ansteigenden Verarmung haben sich die gut situierten Mittelschichten verstärkt aus bestimmten Stadtteilen zurückgezogen. Zugleich sehen sich viele Migranten und Arbeitslose aufgrund ihrer finanziellen Notsituation gezwungen, in Sozialwohnungen und preisgünstige Wohnviertel auszuweichen. Das Resultat dieser Entwicklung ist ein immer stärkeres räumliches Auseinanderdriften unterschiedlicher Sozialgruppen in der Stadt sowie eine immer stärkere Verarmung der städtischen Armutsgebiete (Friedrichs/Triemer 2009).
1. Einleitung: Beschreibt den Kontext der wachsenden sozialräumlichen Ungleichheit in deutschen Großstädten und definiert die Forschungsfrage bezüglich der medizinischen Versorgung in Köln.
2. Theoretische Rahmenbedingungen: Erläutert die soziologischen Grundlagen von Segregation, gesundheitlicher Ungleichheit sowie die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems und der Bedarfsplanung.
3. Methodik und Datenbasis: Legt die Datenquellen (Ärztezahlen der KVNO, soziodemographische Daten) sowie das methodische Vorgehen mittels Logit-Regression dar.
4. Untersuchungsergebnisse: Präsentiert die empirische Auswertung und Prüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Ärztedichte, Armut und Lagefaktoren.
5. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die strukturelle Benachteiligung segregierter Gebiete und diskutiert politische Implikationen für die Bedarfsplanung.
Soziale Segregation, Medizinsoziologie, ambulante Versorgung, Bedarfsplanung, Köln, Armut, Gesundheit, Gebietseffekte, Hausarztdichte, Kinderarztdichte, Standortwahl, Versorgungsforschung, Sozialstatus, Logitmodell, Strukturwandel.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sozialen Segregation in der Stadt Köln und der ungleichen räumlichen Verteilung von Haus- und Kinderärzten.
Die zentralen Felder sind die Stadtsoziologie, die Medizinsoziologie, das deutsche Gesundheitssystem sowie die Versorgungsforschung.
Ziel ist es zu klären, ob es einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Sozialstatus eines Stadtteils und der dortigen Dichte an niedergelassenen Ärzten gibt.
Die Autorin nutzt quantitative Verfahren, darunter deskriptive Statistik, bivariate Mittelwertvergleiche sowie eine logistische Regressionsanalyse (Logitmodell).
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Segregation, die Datenbasis sowie die empirische Überprüfung der vier aufgestellten Hypothesen anhand des Kölner Stadtgebiets.
Segregation, Ärztedichte, Bedarfsplanung, Köln, Armut und soziale Benachteiligung.
Die Lagevariable ("Zentrumsentfernung") dient als Proxy für städtische Standortvorteile; die Analyse zeigt, dass diese oft einen stärkeren Einfluss auf die ärztliche Niederlassung hat als der Sozialstatus allein.
Die Autorin schlussfolgert, dass die aktuelle Bedarfsplanung aufgrund zu großflächiger Planungsbezirke die medizinische Unterversorgung einzelner benachteiligter Stadtviertel nicht adäquat abbilden und beheben kann.
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