Diplomarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Biographien
2.1 Terry Pratchett
2.2 Stephen Briggs
2.3 Colin Smythe
2.4 Josh Kirby
2.5 Paul Kidby
2.6 Jack Cohen
2.7 Ian Stewart
2.8 Bernard Pearson
3. Mediale Transformationen
3.1 Radio und Hörbücher
3.2 Theater
3.3 Animationsfilme
3.4 Kino und Fernsehen
3.5 Spiele
4. Ausgewählte Figurenkonstellationen der Discworld Romane
4.1 Death
4.1.1 Death und die Menschen
4.1.2 Death, Arbeit und Verantwortung
4.2 Die City Watch
4.2.1 Die City Watch Romane als Kriminalparodie
4.2.2 Die City Watch Romane und Politik
5. Ausgewählte Themenbereiche der Discworld Romane
5.1 Theologie auf der Discworld
5.2 Die Rolle der Frau in den Discworld Romanen
6. Schlussbemerkungen
7. Bibliographie
7.1 die Discworld Reihe
7.1.1 Discworld Romane
7.1.2 The Science of Discworld
7.1.3 weitere Discworld Publikationen
7.2 Bücher für jüngere Leser
7.2.1 Discworld
7.2.2 Roundworld
7.3 Andere Werke
7.3.1 Romane
7.3.2 Kurzgeschichten, Gedichte und Essays
Die vorliegende Arbeit untersucht die Discworld-Romane von Terry Pratchett unter dem Fokus, wie der Autor das Fantasy-Genre durch die untrennbare Verbindung mit parodistischen Elementen transformiert. Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Pratchett bekannte Motive durch die Verlegung in eine phantastische Welt humorvoll verfremdet, um den Leser zur Reflexion über soziale, politische und moralische Fragen anzuregen.
4.1.2 Death, Arbeit und Verantwortung
Während sich der Großteil der komischen Aspekte in den Romanen der Death Reihe aus dem Verhältnis von Death zu den Menschen ergibt, so ist es das Verhältnis von Death zu seiner Arbeit und die Bedeutung von Arbeit und Arbeitsmoral allgemein, welches das zentrale Thema der Romane darstellt. Pratchett parodiert hier reale Verhältnisse: zwischen „Mort“ aus dem Jahre 1987 und „Hogfather“, welches 1996 erschienen ist, liegt eine Dekade der Umstrukturierung des Arbeitsmarktes mit einer hohen Arbeitslosenquote. Die vier Romane befassen sich mit verschiedenen Gesichtspunkten der Berufswelt – Ausbildung, (unfreiwillige) Pensionierung, das Streben danach, mehr als nur seine Aufgabe zu erledigen, und schließlich damit, einen Beruf auszuüben, für den man nicht unbedingt geeignet ist. Hier spielt es fast keine Rolle, dass die Handlung in einer Fantasywelt spielt und der Protagonist ein Skelett ist – diese Umstände ermöglichen es Pratchett nur, die ohnehin schon absurde reale Situation noch bizarrer zu gestalten.
Fast jeder Leser kann sich mit Death identifizieren, wenn er mit seiner Aufgabe hadert. Wie Nickianne Moody in ihrem Essay über Death so treffend bemerkt: „For many of us, work is the root of our identity, and Death, an anthropomorphic personification, is the embodiment of his work. Without it, can Death actually exist?” Dies ist die ultimative Metapher des Arbeiters – Death existiert ursprünglich nur, um seine Arbeit zu tun; es ist der einzige Sinn und Zweck seines Daseins. Death und seine Aufgabe sind untrennbar, seine Arbeit ist seine Identität. Wenn Death diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, hat er dann noch eine Daseinsberechtigung – hat er überhaupt noch die Möglichkeit zum Dasein?
1. Einleitung: Einführung in die Discworld als einzigartige Fantasywelt und Darlegung der Zielsetzung, Pratchetts Verknüpfung von Fantasy und Parodie zu analysieren.
2. Biographien: Vorstellung von Terry Pratchett und wichtigen Wegbegleitern, die das Bild und den Erfolg der Discworld entscheidend mitgeprägt haben.
3. Mediale Transformationen: Überblick über die vielfältige Adaption der Discworld-Werke in Radio, Theater, Film und Spiele.
4. Ausgewählte Figurenkonstellationen der Discworld Romane: Detaillierte Untersuchung der Charaktere Death und der Ankh-Morpork City Watch hinsichtlich ihrer parodistischen Funktion.
5. Ausgewählte Themenbereiche der Discworld Romane: Analyse der Theologie auf der Discworld sowie der Darstellung weiblicher Charaktere unter feministischen Aspekten.
6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Würdigung von Pratchetts Werk als sozialkritische Parodie.
Terry Pratchett, Discworld, Scheibenwelt, Fantasy, Parodie, Death, Ankh-Morpork City Watch, Theologie, Feminismus, Arbeitsmoral, Literaturkritik, Phantastik, Mediale Transformation, Gesellschaftskritik, Identität.
Die Diplomarbeit untersucht die Romanreihe „Discworld“ des britischen Autors Terry Pratchett mit dem Fokus darauf, wie Fantasy-Elemente gezielt mit Parodie und humorvoller Verfremdung kombiniert werden, um soziale und gesellschaftliche Themen zu behandeln.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Charakteranalyse, insbesondere von „Death“ und der „City Watch“, sowie auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Theologie und der Rolle der Frau innerhalb der Discworld.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Pratchett durch den Einsatz von parodistischen Stilmitteln innerhalb einer fantastischen Welt den Leser dazu herausfordert, eigene Werte und die Realität kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der Pratchetts Texte auf ihre parodistischen Elemente hin untersucht und in Bezug auf soziologische und zeitgenössische Kontexte (wie etwa Arbeitswelt oder gesellschaftliche Rollenbilder) interpretiert werden.
Der Hauptteil beleuchtet die Biographien der Akteure hinter der Discworld, die verschiedenen medialen Umsetzungen der Stoffe, sowie eine vertiefende Betrachtung von Figurenkonstellationen und spezifischen Themenbereichen wie Religion und Geschlechterrollen.
Wesentliche Begriffe sind Fantasy, Parodie, Scheibenwelt, soziale Identität, Arbeitsmoral, Feminismus und gesellschaftliche Kritik.
Für Death ist die Arbeit untrennbar mit seiner Existenz verbunden; sie bildet seine Identität. Die Arbeit behandelt ihn als Metapher für den modernen Arbeiter, dessen Sinnhaftigkeit direkt von der Ausführung seiner Aufgabe abhängt.
Die City Watch greift bekannte Klischees aus Kriminalromanen und -filmen auf, nutzt den Fantasy-Schauplatz jedoch, um diese zu unterlaufen, bürokratische Strukturen zu karikieren und gesellschaftliche Missstände wie Rassismus subtil zu kritisieren.
Die Götter auf der Scheibenwelt sind nicht allmächtig, sondern in ihrer Existenz und Macht direkt vom Glauben der Menschen abhängig. Dies dient als satirischer Kommentar zu realen religiösen Institutionen.
Pratchett schafft starke, unabhängige und realistische weibliche Charaktere, die traditionelle Geschlechterrollen hinterfragen und emanzipatorische Ansätze verfolgen, ohne dabei in Klischees zu verfallen.
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