Bachelorarbeit, 2009
36 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2. Forschungsfragen und Hypothesen
1.3. Methode
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Hans Dichand und seine Partner
2.1. Vom Nobody zum Chefredakteur der Krone
2.2. Dichand und die Macht „seiner“ Zeitung
2.3. Das Erfolgsrezept
2.4. Kurt Falk
2.5. Friedrich Dragon
2.6. Der Streit mit der WAZ
3. Die Wiederauferstehung einer Zeitung
3.1. Die „alte“ Krone
3.2. Voraussetzungen für eine neue Tageszeitung
3.3. Gründung der „neuen“ Krone
3.4. Die Olah-Affäre
3.5. Weitere Entwicklung der Zeitung
3.6. Die Gegenwart
4. Eine Zeitung macht Politik
4.1. Politische Kampagnen der Krone
4.1.1. Nein zu Temelin
4.1.2. Die Waldheim-Verteidigung
4.2. Die EU als Feind
4.3. Antisemistismus und Rassismus
4.4. „Onkel Hans“ als Kanzlermacher?
5. Konklusion
5.1. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2. Schlussfolgerungen
Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit analysiert die Entwicklung der „Kronen Zeitung“ seit ihrer Neugründung im Jahr 1959. Ziel der Untersuchung ist es, den Aufstieg des Mediums zum mächtigsten Printmedium Österreichs nachzuvollziehen sowie den Einfluss von Hans Dichand und seinen Geschäftspartnern auf die Berichterstattung und die österreichische Politik kritisch zu hinterfragen.
2.1. Vom Nobody zum Chefredakteur der Krone
Hans Dichand wurde am 29. Jänner 1921 in Graz geboren. Seine Mutter (Leopoldine Dichand) war Hausdame, sein Vater (Johann Dichand) ein Unternehmer. Die einst gut situierte Familie musste nach dem Bankrott des Vaters in ärmliche Verhältnisse absteigen. Dichand wuchs in einer armen Gegend von Graz auf (vgl. Janitschek 1992, 31ff.). Dass Hans Dichand Journalist werden wollte, wusste er schon bald. Auf dem Schulweg kam er stets an der Druckerei der „Kleinen Zeitung“ vorbei, damals eine Nachbildung der „Illustrierten „Kronen Zeitung“ (Anm.: Vorgängerin der „Neuen „Kronen Zeitung“). Vor allem die Überschriften und Illustrationen sollen es dem kleinen Dichand damals angetan haben.
Bald war er der einzige seiner Klasse, der den Wunsch hegte, Journalist zu werden (vgl. Janitschek 1992, 46f.). Dichand schrieb bereits in jungen Jahren an die Redaktion der „Kronen Zeitung“ mit der Frage, wie er seinen Traumberuf erlernen könnte. Die Zeitung antwortete ihm mit dem Rat, das Buchdruckergewerbe zu erlernen. Dichand war 13 Jahre alt, als er diesen Rat befolgte und nach seiner Hauptschulzeit Schriftsetzerlehrling wurde (vgl. Janitschek 1992, 48). Dichand meldete sich im zweiten Weltkrieg freiwillig der Kriegsmarine. Bei einem seiner Einsätze wäre der heute 87-Jährige beinahe umgekommen.
1. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach der Macht der „Kronen Zeitung“ und Hans Dichands sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Hans Dichand und seine Partner: Beleuchtet den Werdegang von Hans Dichand, seine Arbeitsweise und die konfliktreichen Beziehungen zu Partnern wie Kurt Falk, Friedrich Dragon und der WAZ.
3. Die Wiederauferstehung einer Zeitung: Beschreibt die Geschichte der Krone von der historischen Gründung über die Olah-Affäre bis hin zur modernen Marktstellung und internen wirtschaftlichen Verflechtungen.
4. Eine Zeitung macht Politik: Analysiert den Kampagnen-Journalismus der Krone anhand von Beispielen wie Temelin, Waldheim und der Rolle im Wahlkampf 2008 sowie rassistische Tendenzen.
5. Konklusion: Fasst die Ergebnisse zusammen, interpretiert die politische Macht des Herausgebers und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Zeitung.
Kronen Zeitung, Hans Dichand, Boulevardjournalismus, Medienpolitik, Österreich, Kurt Falk, Mediaprint, Politische Kampagnen, WAZ, Pressefreiheit, Boulevardisierung, Macht, Wahleinfluss, Olah-Affäre, Printmedien.
Die Arbeit analysiert den Aufstieg und den politischen Einfluss der „Kronen Zeitung“ in Österreich unter der Führung ihres langjährigen Herausgebers Hans Dichand.
Zentral sind die Biografie Dichands, die wirtschaftliche Entwicklung des Blattes, die Rolle von Geschäftspartnern sowie die politische Instrumentalisierung durch boulevardeske Kampagnen.
Das Ziel ist es zu klären, wie die „Krone“ zum mächtigsten Printmedium Österreichs wurde und welchen realen Einfluss Hans Dichand auf die nationale Politik ausübt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse unter Einbeziehung von Fachquellen, Medienberichten, Transkripten und Internetrecherche zu aktuellen Geschehnissen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte, den Zerwürfnissen mit Geschäftspartnern (Falk, WAZ), der Olah-Affäre sowie konkreten Beispielen politischer Kampagnen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hans Dichand, „Kronen Zeitung“, Boulevard, politische Kampagnen, Machtpotenzial und Medienkonzentration.
Das Verhältnis zwischen dem deutschen Investor WAZ und Dichand war von jahrelangen Konflikten geprägt, insbesondere bezüglich der Chefredaktion und der strategischen Ausrichtung des Verlages.
Die Affäre war eine existenzielle Krise für die Zeitung, da der ÖGB aufgrund verpfändeter Sparbücher versuchte, den Besitzanspruch auf das Blatt geltend zu machen.
Die Zeitung nutzt tendenziöse Berichterstattung, Reizwörter und gezielte Kampagnen, um Themen oder politische Personen entweder zu diskreditieren oder zu unterstützen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

