Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Tod im Kontext von Kindern
2.1 Todeskonzepte von Kindern
2.2 Jenseitsvorstellungen von Kindern
3 Trauer im Kontext von Kindern
3.1 Theoretische Grundlagen der Trauer
3.2 Ausdruck kindlicher Trauer
4 Eschatologie – Tod und Auferstehung aus theologischer Perspektive
4.1 Tod und Eschatologie im Alten Testament
4.2 Tod und Eschatologie im Neuen Testament
4.2.1 Die Auferstehung der Toten
4.2.2 Auferstehungshoffnung bei Paulus
5 Religionspädagogische Konsequenz
5.1 Kinderbuch
5.1.1 Chancen
5.1.2 Inhalt
5.1.3 Bewertungskriterien
5.1.4 Analyse
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern eschatologische Vorstellungen aus der Theologie, insbesondere der Auferstehungsglaube, als sinnstiftende Hoffnungsbilder für Grundschulkinder im Kontext von Tod und Trauer nutzbar gemacht werden können, um eine kindgerechte religiöse Erziehung zu unterstützen.
4.2.1 Die Auferstehung der Toten
Zur Auferstehung der Toten gibt es im Neuen Testament mehrere Hoffnungen, die durch explizite und implizite Antworten auf das Leben nach dem Tod reagieren. Zunächst ist jedoch der Bedeutungsumfang der Auferstehung nicht festgelegt. Das Spektrum reicht also von etwa medizinischen Formulierungen bis hin zu Aussagen über die Rückkehr eines Menschen aus dem Tod. Gleichwohl ist die „endgültige Errettung aus dem Tod“ von vorherigen Aussagen unbedingt zu unterscheiden.
Voraussetzung für die eigene Auferstehung der Urchristen war die Auferstehung Jesu Christi, denn ohne sein Sterben am Kreuz wäre auch der Glaube an die Auferstehung der Menschen nicht zu denken. Diese Akzentuierung wird vor allem in der paulinischen Eschatologie hervorgehoben. Das Thema der Auferstehung beginnt also mit Ostern. Die Jünger machen die Erfahrung, dass der zuvor gekreuzigte Jesus nicht mehr in seiner Grabhöhle liegt und nun zunächst unerklärlich zum Lebenden erweckt wurde. „Ihn hat Gott auferweckt und aus den Wehen des Todes befreit [...]“ (vgl. Apg 2,24). Diese reine Begebenheit führte jedoch nicht zum Glauben, laut FRISCH. Die Geschichte der Emmaus-Jünger (vgl. Lk 24,13-35) verdeutlicht jedoch, dass die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus das Leben der Menschen veränderte.
„Grundlegend also für den Glauben der Christen ist das Bekenntnis zu Tod und Auferstehung Jesu. Das gibt dem eigenen Leben eine neue Ausrichtung. [...] Tod und Auferstehung Jesu werden zum Modell für den Weg der Christen: durch den Tod hindurch zur Auferweckung durch Gott gelangen.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes und die daraus resultierende Notwendigkeit, Kinder präventiv durch kindgerechte Hoffnungsbilder zu unterstützen.
2 Tod im Kontext von Kindern: Dieses Kapitel erläutert, wie Kinder entwicklungspsychologisch den Tod begreifen und welche Einflüsse durch das soziale Umfeld und Tabus auf ihr Verständnis wirken.
3 Trauer im Kontext von Kindern: Hier werden theoretische Trauermodelle vorgestellt und der spezifische Ausdruck von Trauer bei Kindern sowie deren notwendige Begleitung durch Erwachsene thematisiert.
4 Eschatologie – Tod und Auferstehung aus theologischer Perspektive: Dieses Kapitel verknüpft biblische Befunde zur Eschatologie mit der Frage nach einem hoffnungsvollen Leben nach dem Tod, wobei der Schwerpunkt auf den Schriften des Neuen Testaments liegt.
5 Religionspädagogische Konsequenz: Es wird untersucht, wie die theoretischen Erkenntnisse praktisch im Religionsunterricht angewendet werden können, evaluiert am Beispiel des Kinderbuches „Pelle und die Geschichte mit Mia“.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer vorsichtigen, bildgestützten theologischen Vermittlung, während der Ausblick weitere praktische Forschung vorschlägt.
Eschatologie, Auferstehung, Tod, Trauer, Kindheit, Religionspädagogik, Lebens nach dem Tod, Kinderliteratur, Hoffnungsbilder, Entwicklungspsychologie, Leiblichkeit, christlicher Glaube, Auferstehungshoffnung, Seelenverständnis, Trauerprozess
Die Arbeit untersucht, wie das komplexe theologische Thema von Tod und Auferstehung in der Grundschule kindgerecht thematisiert werden kann, um Kindern Unterstützung in ihrer Trauerarbeit zu bieten.
Die Schwerpunkte liegen in der entwicklungspsychologischen Betrachtung kindlicher Todeskonzepte, der theologischen Interpretation der paulinischen Eschatologie sowie der religionspädagogischen Analyse von Medien wie Kinderbüchern.
Das primäre Ziel ist es, christliche Hoffnungsbilder (wie die Auferstehung) als Ressource zu identifizieren, die Kindern hilft, den Tod ohne Angst und mit einer hoffnungsvollen Perspektive zu bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur sowie einer exemplarischen Inhaltsanalyse eines Kinderbuches.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung kindlicher Todeskonzepte und Trauerreaktionen sowie in eine tiefgehende biblisch-theologische Auseinandersetzung mit Auferstehungsvorstellungen, speziell bei Paulus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eschatologie, Auferstehungshoffnung, Trauerbegleitung, Kinderschutz, Religionsdidaktik und Kinderliteratur geprägt.
Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, anhand dessen die Autorin bewertet, wie gut ein Medium komplexe theologische Inhalte in eine kindgerechte Sprache und Bildsprache übersetzen kann.
Es bezeichnet den vergleichbaren Punkt in den biblischen Gleichnissen, etwa des Weizenkorns bei Paulus, durch den das christliche Verständnis vom Sterben und der Auferstehung in einer Metapher für Kinder greifbar gemacht wird.
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