Diplomarbeit, 2006
132 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Thema, Forschungslage und Relevanz der Untersuchung
1.2 Methodik, Vorgehensweise und Quellenlage
1.3 Themenwahl
2 Vorgeschichte und Zusammenschluss
2.1 HISPA
2.2 ICOSH
2.3 Separation und Zusammenschluss der Vorgänger und Gründung der ISHPES
3 Struktur und Organisation
3.1 Ziele und Zweck der Gesellschaft
3.2 Organe der ISHPES
3.2.1 Mitglieder
3.2.1.1 Mitgliederarten
3.2.1.2 Mitgliederentwicklung und –verteilung
3.2.2 Organisationsstruktur und Amtsinhaber der ISHPES
3.2.3 Publikationsorgane
3.2.3.1 Bulletin
3.2.3.2 Neue Medien
3.3 Verbindungen der ISHPES zu anderen Organisationen
4 Veranstaltungen
4.1 Kongresse und Seminare
4.1.1 Funktionsweise, Richtlinien und Proceedings
4.1.2 Tagungsorte und geographischer Vergleich mit den Vorgängerorganisationen
4.1.3 Die einzelnen Veranstaltungen
4.1.3.1 Gran Canaria
4.1.3.2 Berlin
4.1.3.3 Kapstadt
4.1.3.4 Lyon
4.1.3.5 Sonniger Strand
4.1.3.6 Budapest
4.1.3.7 Montpellier
4.1.3.8 Urbino
4.1.3.9 Köln
4.1.3.10 Seminare
4.1.4 Anzahl der Teilnehmer und Beiträge
4.2 Sommerakademie
4.2.1 Entstehung, Entwicklung und Zweck der Akademie
4.2.2 Funktionsweise, Organisation und Inhalte
4.2.3 Herkunftsländer und Anzahl der Teilnehmer
4.2.4 Anteil der Themen mit sporthistorischem Bezug
5 Preise und Auszeichnungen
5.1 Entstehung, Zweck, Funktionsweise und Arten
5.2 Preisträger
5.2.1 ISHPES Award
5.2.2 Reinhard Sprenger Award
5.2.3 Herkunftsländer der Preisträger
5.3 Auswahlgremium und Vergleich zwischen den Herkunftsländern von Preisträgern und Expertenstab
6 Schlussbetrachtung
6.1 Rückblick
6.2 Ergebnisse der Arbeit
6.3 Konsequenzen
Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung, die Entwicklung und die strukturelle Organisation der Internationalen Gesellschaft für die Geschichte der Leibeserziehung und des Sports (ISHPES). Das Hauptziel ist es, die Gründung aus den Vorgängerorganisationen HISPA und ICOSH sowie die Etablierung als internationaler Dachverband nachzuvollziehen, wobei insbesondere der globale Ausbreitungsgrad und die Forschungsschwerpunkte kritisch analysiert werden.
2.2 ICOSH
Westeuropäische Historiker betonen, dass osteuropäische Vereinigungen in sozialistischen Gesellschaftsformen in der Ära des kalten Krieges ideologisch geprägt waren – Systemkonflikt. Der Historiker Christoph Kleßmann sah in der stalinistischen Transformation: „[…] die rücksichtslose Ausschaltung jeder Opposition, die bürokratische Kontrolle des gesamten Staatsapparats und der gesellschaftlichen Organisationen durch die „führende Partei“ […].“
Funktionäre derartiger Organisationen mussten sich dem System unterordnen und standen unter politischer Beobachtung. Folglich mussten Genossen und Genossinnen aus diesen Staaten, um aufzusteigen zu können, systemkonform agieren. Kontrollierende Einrichtungen waren die Politbüros, die mit ihren ausführenden Organen wie beispielsweise der Staatssicherheit dafür sorgten, dass die ideologischen Richtlinien des Marxismus eingehalten wurden. Um die Spannungen zu verstehen, die insbesondere zu Beginn der beiden parallel existierenden Organisationen – HISPA und ICOSH – bestanden, ist es wichtig die Thematik unter dem oben dargelegten Hintergrund zu betrachten.
Im Folgenden wurde das ICOSH nüchtern und sachlich erörtert und dargestellt. Der Verfasser nahm eine distanzierte Position ein und berief sich auf die Informationen, die er belegen konnte. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die verfügbaren Protokolle und Beiträge aus Archiven ehemaliger sozialistischer Staaten ebenfalls systemkonform verfasst werden mussten, so dass die Ideologie geschützt und die „Sicherheit“ gewährleistet wurde und diese Staaten den Anschein vermitteln wollten, unvoreingenommen zu sein. Pressefreiheit und Meinungsfreiheit wie in westlichen Ländern gab es in sozialistischen Staaten nicht.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Forschungslücke sowie der methodischen Herangehensweise und Quellengrundlage für die Untersuchung der ISHPES.
2 Vorgeschichte und Zusammenschluss: Analyse der Ursprungsorganisationen HISPA und ICOSH sowie des komplexen Verschmelzungsprozesses in den 1980er Jahren.
3 Struktur und Organisation: Detaillierte Darstellung der Satzungsziele, der Organe sowie der Mitgliederstruktur und der internen Publikationsorgane der ISHPES.
4 Veranstaltungen: Untersuchung der Kongress- und Seminartätigkeiten sowie der Sommerakademie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
5 Preise und Auszeichnungen: Erörterung der Vergabekriterien und der Preisträger von ISHPES-Award und Reinhard Sprenger Preis.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassender Rückblick auf die Entwicklung sowie Ableitung von Konsequenzen für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes.
ISHPES, HISPA, ICOSH, Sportgeschichte, Sportwissenschaft, internationale Organisation, wissenschaftliche Kongresse, Sommerakademie, Mitgliederentwicklung, Nachwuchsförderung, Sport und Politik, Publikationsorgane, Verbandsstruktur, Preisträger, Kooperation
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Internationalen Gesellschaft für die Geschichte der Leibeserziehung und des Sports (ISHPES).
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Vorgängerorganisationen HISPA und ICOSH, die interne Organisationsstruktur, die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie die Vergabe von Preisen.
Ziel ist es, die Forschungslücke über die Strukturen der ISHPES zu schließen und darzustellen, inwieweit der Verband als internationale Dachorganisation weltweit agiert.
Die Arbeit folgt einer deduktiven Vorgehensweise, wobei historische Daten, Satzungsdokumente und interne Protokolle systematisch ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden neben der Historie vor allem die Organisationsorgane, die Veranstaltungspraxis (Kongresse, Seminare, Sommerakademie) und das Auszeichnungswesen analysiert.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen ISHPES, Sportgeschichte, internationale Sportorganisation, Mitgliederentwicklung und wissenschaftlicher Nachwuchs.
Die HISPA war eher westlich orientiert, während das ICOSH einen Schwerpunkt in osteuropäischen Staaten hatte und als Unterkomitee des Weltrats für Sportwissenschaft eingebunden war.
Sie diente als neue Institution zur gezielten Förderung von Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern im internationalen Kontext.
Das ICSSPE übte Druck auf die konkurrierenden Organisationen aus, um eine professionelle Verschmelzung zu forcieren und die Zersplitterung der sporthistorischen Forschung zu beenden.
Es existiert Uneinigkeit darüber, ob die Gründungsveranstaltung in Olympia als erster Kongress zu werten ist, was zu verschiedenen Zählweisen in der Literatur und auf der Internetseite führt.
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