Masterarbeit, 2024
87 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Megatrends in der Arbeitswelt
2.1 Digitalisierung
2.2 Generationenwechsel und Wertewandel
2.3 New Work
2.4 VUCA-Welt
3 Agilität und agile Führung
3.1 Agilität – Begriffsdefinition und -herkunft
3.2 Agile Führung – Begriffsdefinition und -abgrenzung
3.3 Werte und Prinzipien agiler Führung
3.3.1 Selbstorganisierte Zusammenarbeit
3.3.2 Offene Kommunikation und Transparenz
3.3.3 Fehlerfreundlichkeit und Feedback
3.3.4 Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
3.4 Zwischenfazit
4 Führungskräfteentwicklung
4.1 Begriffsbestimmung und Bedeutung
4.2 Methoden und Instrumente
5 Empirische Untersuchung
5.1 Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung
5.2 Charakteristik Stadtverwaltung Dresden
5.3 Vorgehensweise der Untersuchung
5.4 Auswahl der Erhebungsmethode
5.5 Interviewleitfaden
5.6 Auswahl der Interviewpartner/-innen
5.7 Interviewdurchführung
5.8 Auswertung
5.9 Ergebnisse
5.9.1 Verständnis von Agilität in der Führung
5.9.2 Werte und Führungskompetenzen in der öffentlichen Verwaltung
5.9.3 Selbstorganisierte Zusammenarbeit
5.9.4 Offene Kommunikation und Transparenz
5.9.5 Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
5.9.6 Fehlerfreundlichkeit und Feedback
5.9.7 Entwicklungs- und Unterstützungsbedarf
5.10 Zwischenfazit
6 Handlungsempfehlungen
7 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung aktueller Herausforderungen an Führungskräfte in komplexen Arbeitsumgebungen, insbesondere innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Die Forschungsarbeit analysiert, welche spezifischen Kompetenzen für eine agile und kooperative Führung erforderlich sind und wie Organisationen ihre Führungskräfte bei dieser Transformation unterstützen können.
Agile Führung – Begriffsdefinition und -abgrenzung
Agile Führung wird benötigt, um den aktuellen Megatrends der Arbeitswelt als Führungskraft gerecht zu werden. Für das Verständnis agiler Führung ist es zunächst notwendig, sich mit dem grundlegenden Begriff der Führung auseinanderzusetzen. Lutz von Rosenstiel definiert Führung als bewusste und zielgerichtete Einflussnahme auf Menschen und deren Verhalten. Führung zielt darauf ab, die Geführten zu motivieren, bestimmte Ziele zu verfolgen, die zumeist aus den übergeordneten Zielen der Organisation stammen. Die konkreten Führungsziele unterscheiden sich dabei je nach Kontext der Organisation und umfassen beispielsweise die Umsatzsteigerung, die Verbesserung des Arbeitsklimas oder die Sicherstellung von Qualitätsstandards (vgl. von Rosenstiel und Nerdinger, 2020, S. 21).
Führung kann einerseits durch Strukturen, andererseits durch Menschen erfolgen (vgl. Hofert, 2021, S. 32). Führung durch Strukturen beeinflusst das Verhalten von Menschen zielgerichtet beispielsweise durch Organigramme, Stellenbeschreibungen und Verfahrensvorschriften, ohne dass eine direkte persönliche Einflussnahme durch die Führungskraft erfolgt. Je ausgeprägter diese Führung durch Strukturen, desto seltener muss die Führungskraft agieren. Bei der Führung durch Menschen, auf die der Schwerpunkt der vorliegenden Masterarbeit liegt, steht die gezielte Beeinflussung der Mitarbeitenden durch die Führungskraft mithilfe von Kommunikationsmitteln im Vordergrund. Dabei liegt die Verantwortung bei der Führungskraft, das Handeln der Mitarbeitenden zu lenken bzw. zu ändern. Das Verhalten und die Art der Führungskraft unter anderem in Bezug auf Zielklärung, Aufgabenkoordination, Mitarbeitermotivation und Ergebniskontrolle bilden hier somit den Kern der Führung (vgl. von Rosenstiel und Nerdinger, 2020, S. 22).
Die Verknüpfung der dargelegten Begriffsbestimmungen von Agilität und Führung ermöglicht ein vertieftes Verständnis für das Konzept der agilen Führung:
„Agile Führung steckt das Spielfeld ab, in dem sich Mitarbeiterinnen selbstorganisiert bewegen können. Sie unterstützt Teams, schnell und kreativ auf wechselnde Bedürfnisse von Kunden und Märkten zu reagieren. Sie ist geprägt von einem agilen Mindset, einer Denk- und Handlungslogik, die den Markt und den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Dabei steht das Team im Mittelpunkt, nicht mehr die Einzelperson“ (Hofert, 2021, S. V).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer komplexen, schnelllebigen Arbeitswelt ein und definiert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2 Megatrends in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel erörtert die wesentlichen Treiber des Wandels wie Digitalisierung und demografischen Wandel, die neue Anforderungen an Führung stellen.
3 Agilität und agile Führung: Hier wird der theoretische Rahmen agiler Führung definiert sowie deren Werte und Prinzipien hinsichtlich Selbstorganisation, Kommunikation und Fehlerkultur erläutert.
4 Führungskräfteentwicklung: Diese Sektion bietet einen theoretischen Überblick über die Notwendigkeit und Methoden der gezielten Förderung von Führungskräften.
5 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die qualitative Untersuchung mittels Experteninterviews in der Stadtverwaltung Dresden und analysiert die Erkenntnisse zur aktuellen Führungspraxis.
6 Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den Ergebnissen werden konkrete Maßnahmen wie Experimentierräume oder Lernformate zur Unterstützung agiler Führungsprozesse abgeleitet.
7 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse beider Forschungsfragen zusammen und bewertet die zukünftige Notwendigkeit agiler Führung.
Agile Führung, Führungskompetenzen, Öffentliche Verwaltung, Selbstorganisation, Digitalisierung, New Work, Personalentwicklung, VUCA-Welt, Fehlerkultur, Wissensmanagement, Experteninterviews, Stadtverwaltung Dresden, Mindset, Teamorientierung, Transformation.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Rolle von Führungskräften durch Megatrends wie Digitalisierung und zunehmende Komplexität verändert und welche agilen Kompetenzen für eine erfolgreiche Teamleitung erforderlich sind.
Zu den Schwerpunkten gehören agiles Führen, Personalentwicklung, die Analyse von Megatrends der Arbeitswelt, Fehlerkultur sowie die speziellen Herausforderungen in der öffentlichen Verwaltung.
Das Ziel besteht darin, notwendige Führungskompetenzen zu identifizieren und praxistaugliche Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Führungskräfte in komplexen (privaten und öffentlichen) Organisationen optimal zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einem Mixed-Methods-Ansatz: Einer fundierten theoretischen Literaturanalyse folgt eine empirische qualitative Studie mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit Führungskräften der Stadtverwaltung Dresden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Megatrends und agiler Führung, ein Kapitel zur Führungskräfteentwicklung sowie eine empirische Untersuchung, die den Status Quo und Unterstützungsbedarfe in der öffentlichen Verwaltung analysiert.
Die wesentlichen Begriffe sind Agile Führung, öffentliche Verwaltung, Selbstorganisation, Führungskompetenzen, Digitaler Wandel, Personalentwicklung und Fehlerkultur.
Die öffentliche Verwaltung unterliegt starren, bürokratischen Strukturen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen, die Agilität und einen schnellen Strategiewechsel erschweren, weshalb hier ein besonderer Fokus auf dem Rollenwechsel der Führungskraft liegt.
Die Wahl der Stadtverwaltung Dresden ermöglichte der Verfasserin, die als dortige Sachgebietsleiterin tätig ist, eine direkte Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und täglicher Praxis, um maßgeschneiderte Lösungsansätze zu entwickeln.
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