Bachelorarbeit, 2010
86 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2. Aktuelle Entwicklungen des Geschäftsmodells der Versicherungswirtschaft
2.1 Der Versicherungsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland (BRD)
2.2 Marktveränderungen und deren Einflüsse auf die Versicherungsbranche
2.3 Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungswirtschaft
3. Aufsichtsrechtliche Veränderungen des Versicherungsmarktes nach Solvency II
3.1 Solvency II als wichtiges EU-Projekt für die Versicherungswirtschaft
3.1.1 Das 3-Säulen-Konzept von Solvency II und die Auswirkungen auf die Unternehmen
3.1.2 Aufsichtsrechtliche Überprüfungen nach Säule 2
3.2 Grundlagen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk (VA)) und daraus resultierende Vorgaben für die Versicherungsunternehmen
3.2.1 MaRisk (VA) als Konsequenz der 9.VAG Novelle
3.2.2 Aufbau der MaRisk (VA)
3.2.3 Anforderungen aus dem Rundschreiben 3/2009 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
3.2.3.1 Risikokategorien und interne Risikoberichterstattung nach MaRisk (VA)
3.2.3.2 Aspekte eines angemessenen Risikomanagementprozesses
3.2.3.3 Organisationsstrukturen des Risikomanagements bei einem Versicherungsunternehmen
4. Aufbauorganisation des Risikomanagements bei einem Versicherungsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der internen Revision
4.1 Funktionstrennung der Risikomanagementsysteme
4.2 Interne Revision als Bestandteil der Aufbauorganisation
4.2.1 Grundsätze und Ziele der internen Revision
4.2.2 Aufgaben- und Prüfungsbereiche der internen Revision
4.2.3 Stellung der internen Revision im Corporate Governance System
4.3 Abgrenzung der internen Revision zum Risikomanagement und anderen Überwachungssystemen
4.4 Funktionsausgliederung nach MaRisk (VA)
5. Ablauforganisation des Risikomanagements bei einem Versicherungsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der internen Revision
5.1 Interne Revision als Bestandteil der Ablauforganisation
5.1.1 Prüfungsprozess der internen Revision
5.1.2 Interne Revision als Prüfungs- und Beratungsleistung
5.1.3 Beurteilung der Geschäfts- und Risikostrategie aus Sicht der Revision
5.2 Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit der internen Revision mit dem Risikomanagement und anderen Überwachungssystemen
5.2.1 Interne Revision als Überwachungssystem des Risikomanagements
5.2.2 Abgrenzung und Kooperationen der internen Revision mit dem Controlling
5.2.3 Zusammenhang zwischen interner Revision und dem internen Steuerungs- und Kontrollsystem
5.2.4 Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen interner Revision und dem Abschlussprüfer
6. Synoptische Betrachtung der internen Revision als Bestandteil des Risikomanagementsystems in der Aufbau-und Ablauforganisation eines Versicherungsunternehmens
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben und Anforderungen an die interne Revision innerhalb von Versicherungsunternehmen unter Berücksichtigung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk (VA)). Ziel ist es, die Rolle der internen Revision als unabhängiges Überwachungsorgan im Risikomanagementprozess zu definieren, ihre Aufbau- und Ablauforganisation zu analysieren sowie klare Abgrenzungen zu anderen Systemen wie Risikomanagement, Controlling und Abschlussprüfung vorzunehmen, um den gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II gerecht zu werden.
4.2.1 Grundsätze und Ziele der internen Revision
Die interne Revision muss einige Prinzipien erfüllen, damit ihre Funktion durchgeführt werden kann. Sie ist als unabhängiges Unternehmensorgan aus dem Tätigkeitsbereich des Tagesgeschäfts auszuschließen. Sie hat die Prüfungsergebnisse objektiv zu beurteilen und darf keinen Weisungen unterworfen sein. Grundsätzlich dürfen die beschäftigten Personen der internen Revision nicht mit revisionsfremden Tätigkeiten beschäftigt werden. Es soll somit verhindert werden, dass der Prüfer an dem Prüfungsobjekt aktiv beteiligt wird. Die interne Revision hat als Instrument der Geschäftsleitung ein uneingeschränktes Informationsrecht gegenüber sämtlichen Abteilungen, um sich somit laufend und problemlos über wichtige Änderungen in den Prozessen berichten zu lassen. Über wichtige Veränderungen im IKS oder über relevante Geschäftsentscheidungen der Unternehmensleitung ist sie rechtzeitig zu informieren. Sie hat das Recht in die Geschäfts- und Risikostrategie des Unternehmens Einsicht zu gewähren und besitzt ein uneingeschränktes Prüfungsrecht. Sie ist direkt der Geschäftsleitung oder einem ihrer Mitglieder unterstellt.
Ein weiterer Grundsatz besagt, dass das Personal über eine entsprechende Qualifikation verfügen muss, wobei risikopolitische Kenntnisse besonders gefordert sind. Die Mitarbeiter müssen mit den Prüfungsbereichen vertraut sein und ein spezielles und umfassendes Know-How für den Prüfungsprozess aufweisen, um die Revisionstätigkeit erfüllen zu können. Die interne Revision muss ihre Zielsetzungen nach den Prüfungsgesichtspunkten der Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Risikohaftigkeit und Sicherheit verfolgen.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung des Wandels in der Versicherungswirtschaft sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit im Kontext aktueller aufsichtsrechtlicher Anforderungen.
2. Aktuelle Entwicklungen des Geschäftsmodells der Versicherungswirtschaft: Erläutert die Lage des deutschen Versicherungsmarktes und die Einflüsse von Marktveränderungen sowie der Finanzkrise.
3. Aufsichtsrechtliche Veränderungen des Versicherungsmarktes nach Solvency II: Analysiert das Solvency II Projekt und die MaRisk (VA) als notwendige aufsichtsrechtliche Anpassungen für Versicherungsunternehmen.
4. Aufbauorganisation des Risikomanagements bei einem Versicherungsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der internen Revision: Detailliert die strukturellen Voraussetzungen, insbesondere die Funktionstrennung und die Einordnung der internen Revision in die Aufbauorganisation.
5. Ablauforganisation des Risikomanagements bei einem Versicherungsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der internen Revision: Behandelt den operativen Prüfungsprozess der Revision und ihre Schnittstellen zu anderen Systemen wie Controlling oder Abschlussprüfung.
6. Synoptische Betrachtung der internen Revision als Bestandteil des Risikomanagementsystems in der Aufbau-und Ablauforganisation eines Versicherungsunternehmens: Fasst die Rolle der internen Revision als zentrales Überwachungsorgan zusammen.
7. Fazit und Ausblick: Bewertet die Bedeutung der internen Revision im Hinblick auf die Anforderungen von Solvency II und zieht ein abschließendes Resümee.
Interne Revision, Risikomanagement, MaRisk (VA), Solvency II, Versicherungsunternehmen, Unternehmensüberwachung, Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Prüfungsprozess, Controlling, Corporate Governance, Risikokategorien, Aufsichtsrecht, Abschlussprüfung, Risikoberichterstattung
Die Arbeit analysiert die spezifischen Aufgaben und Anforderungen an die interne Revision bei Versicherungsunternehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der MaRisk (VA) und ihrer Rolle im Rahmen von Solvency II.
Zentrale Themen sind die organisatorische Einbettung der internen Revision, die Funktionstrennung innerhalb des Risikomanagements sowie die Abgrenzung der Revisionsaufgaben gegenüber Controlling, Compliance und externer Abschlussprüfung.
Die Arbeit untersucht, wie die interne Revision als unabhängiges Überwachungsorgan die Anforderungen an ein integriertes Risikomanagementsystem in Versicherungsunternehmen erfüllen kann, um die Unternehmensführung effektiv zu unterstützen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Konzepte aus Fachliteratur, Rundschreiben der BaFin und gesetzliche Vorgaben (VAG, AktG) systematisch zusammenführt und in einen praxisorientierten Kontext setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufbau- und Ablauforganisation. Es werden Anforderungskriterien und Prüfungsbereiche definiert sowie Schnittstellen und Kooperationsmöglichkeiten zu anderen Überwachungssystemen detailliert erarbeitet.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interne Revision, Risikomanagement, MaRisk (VA), Solvency II, Corporate Governance und Unternehmensüberwachung.
Das Rundschreiben bildet die regulatorische Basis der Untersuchung, da es die MaRisk (VA) konkretisiert und den Versicherungsunternehmen als verbindliche Richtlinie für die Ausgestaltung ihrer Geschäftsorganisation und des Risikomanagements dient.
Eine enge Kooperation erhöht die Wirtschaftlichkeit, da die Ergebnisse der internen Revision vom Abschlussprüfer in dessen Prüfungsprozess integriert werden können, was wiederum das Fehlerrisiko und die Prüfungsintensität beeinflusst.
Während das Controlling primär zukunfts- und erfolgsorientiert die Unternehmensführung unterstützt, agiert die interne Revision unabhängig, prozessunabhängig und legt den Fokus stärker auf die Prüfung der Richtigkeit und Ordnungsmäßigkeit.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Geschäftsleitung die Verantwortung für Risikomanagementaufgaben behält, auch wenn diese ausgelagert werden. Bei der Ausgliederung der Revisionsfunktion müssen dennoch Mechanismen zur Überwachung und Berichterstattung sichergestellt werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

