Bachelorarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gang der Arbeit
2. Die alternative Anlageform Hedge Fonds
2.1. Begriff Hedge Fonds
2.2. Charakterisierung und Einordnung
2.2.1. Abgrenzung zu traditionellen Investments
2.2.2. Abgrenzung zu Private Equity
2.3. Entwicklung und Struktur des Hedge Fonds Marktes
2.4. Organisationsstruktur
2.5. Europäischer Regulierungsrahmen und investmentrechtliche Umsetzung
2.6. Trading-Strategien und deren Risiken
2.6.1. These der informationseffizienten Kapitalmärkte
2.6.2. Klassifizierung der Investmentstrategien
2.6.3. Marktneutrale Strategien
2.6.4. Ereignisgetriebene Strategien
2.6.5. Opportunistische Strategien
3. Bedürfnisse der Finanzmarktteilnehmer
3.1. Anleger
3.1.1. Profil
3.1.2. Anforderungen an den Anleger
3.1.3. Bedürfnisse
3.1.3.1. Angemessenes Risiko- Renditeverhältnis
3.1.3.2. Allgemeine Transparenzerhöhung
3.1.3.3. Operative Transparenz
3.1.3.4. Aufgabentrennung
3.1.3.5. Principal Agent Problematik
3.1.3.6. Managed Account Plattformen
3.2. Hedge Fonds Manager
3.2.1. Profil
3.2.2. Anforderungen an Hedge Fonds Manager
3.2.3. Eigene Interessen
3.2.3.1. Grundlegende Rahmenbedingungen
3.2.3.2. Operative Bedürfnisse
3.3. Staatliche Aufsicht
3.3.1. Überwachung von systemischen Risiken
3.3.2. Sicherung der Marktintegrität
3.3.3. Finanzmarkteffizienz
3.4. Zwischenfazit
4. Vorschlag für eine Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM)
4.1. Entstehung und Ziele
4.2. Wer wird reguliert?
4.3. Anwendungsbereich auf Hedge Fonds Verwalter
4.3.1. Zulassung und Verhaltensanforderungen
4.3.2. Informationspflichten gegenüber Anlegern und Aufsichtsbehörden
4.3.3. Sonderbestimmungen für die Nutzung von Hebeleffekten
4.3.4. Sonderbestimmungen für Hedge Fonds und Manager mit Sitz in Drittstaaten
4.3.5. Aufgabentrennung
4.3.6. Maßnahmen der Aufsichtsbehörden
4.3.7. Erlass von Durchführungsbestimmungen und Umsetzung
5. Fazit
5.1. Im Einklang stehende Bedürfnisse
5.2. Unbefriedigte Bedürfnisse
5.3. Die Hedge Fonds Branche nach der Regulierung
Das Hauptziel dieser Bachelor Thesis ist die kritische Prüfung des Richtlinienentwurfs der Europäischen Kommission zur Regulierung von Hedge Fonds-Verwaltern (AIFM-Richtlinie). Dabei werden insbesondere die Ansprüche der verschiedenen Stakeholder – Anleger, Manager und staatliche Aufsichtsbehörden – analysiert, um Kongruenzen sowie unbefriedigte Bedürfnisse im Kontext der vorgeschlagenen Regulierungsmaßnahmen zu identifizieren und zu bewerten.
2.6.3. Marktneutrale Strategien
Marktneutrale oder Relative Value Strategien verfolgen die Absicht, subjektiv festgestellte, temporäre Preisunterschiede zwischen verwandten Produkten gewinnorientiert auszunutzen. Dazu werden mit über- und unterbewerteten Wertpapieren gegenläufige Positionen aufgebaut. Dies erfolgt über den Kauf und Leerverkauf zweier Titel. Das Ziel ist die Annäherung ähnlicher Wertpapiere zum „echten“ Kurs, auch Konvergenzspekulation genannt. Idealerweise entsteht auf beiden Seiten, sowohl in der Long- als auch in der Shortposition, ein Nutzen.
Der Ursprungsgedanke der Absicherung, den Jones 1949 verfolgte, wird beibehalten, allerdings auf weitere Wertpapiere ausgedehnt.
Eine Substrategie ist Equity Market Neutral, die sich auf Aktientitel beschränkt. Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit wird als Fixed Income Arbitrage bezeichnet. Hier werden Bewertungsunterschiede zweier festverzinslicher Wertpapiere hinsichtlich Bonität der Emittenten (Credit Spread), erwarteter Verschiebungen der Zinsstrukturkurve (Yield Curve Arbitrage) oder der Laufzeiten identischer Anleihen ausgeschöpft. Convertible Arbitrage als dritte Teilstrategie ist gekennzeichnet durch die Investition in Wandelanleihen. Sie bestehen aus einer Anleihenkomponente und dem Recht auf Aktienerwerb. Da der Kurs der Wandelanleihe eine geringere Sensitivität zu Veränderungen des Aktienkurses aufzeigt, besteht durch Kauf/Leerverkauf der Wandelanleihe/des zugrundeliegenden Aktienwertes und umgekehrt bei einer richtig antizipierten Änderung der Kurse ebenfalls Gewinnpotential.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Finanzkrise 2008 und die daraus resultierende Notwendigkeit ein, alternative Investmentfonds, insbesondere Hedge Fonds, stärker zu regulieren.
2. Die alternative Anlageform Hedge Fonds: Dieses Kapitel definiert Hedge Fonds, grenzt sie von anderen Investments ab, erläutert die Marktstruktur sowie die komplexen Trading-Strategien und deren spezifische Risiken.
3. Bedürfnisse der Finanzmarktteilnehmer: Hier werden die spezifischen Anforderungen und Interessen von Anlegern, Managern und staatlichen Aufsichtsbehörden detailliert herausgearbeitet, um Zielkonflikte zu verdeutlichen.
4. Vorschlag für eine Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM): Das Kapitel diskutiert den AIFM-Richtlinienentwurf der EU, analysiert dessen Ziele, den Adressatenkreis sowie zentrale Vorgaben wie Zulassung, Informationspflichten und Sonderbestimmungen.
5. Fazit: Das Fazit stellt die Bedürfnisse der Teilnehmer den Regulierungsvorschlägen gegenüber, bewertet deren Erfüllungsgrad und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Hedge Fonds-Branche nach der Neuregulierung.
Hedge Fonds, AIFM-Richtlinie, Regulierung, Finanzkrise, Anlegerschutz, Marktintegrität, Risikomanagement, Transparenz, Leverage, Relative Value, Ereignisgetriebene Strategien, Opportunistische Strategien, Finanzmarktstabilität, institutionelle Investoren, Aufsichtsbehörden.
Die Arbeit untersucht den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zur Regulierung von Managern alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie) und deren Auswirkungen auf die Hedge Fonds-Branche.
Die zentralen Themen sind die Regulierung alternativer Anlagen, die Bedürfnisse verschiedener Marktteilnehmer (Anleger, Manager, Aufsicht) und die Identifizierung von Zielkonflikten in diesem Regulierungsrahmen.
Das Ziel ist es, den Richtlinienentwurf im Hinblick auf die Ansprüche wichtiger Stakeholder zu prüfen, Kongruenzen sowie unbefriedigte Bedürfnisse aufzudecken und den Vorschlag abschließend zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Auswertung des AIFM-Richtlinienentwurfs und ergänzender Konsultationspapiere sowie Stellungnahmen aus der Finanzbranche.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Hedge Fonds, eine detaillierte Analyse der Akteursbedürfnisse und eine kritische Diskussion der einzelnen regulatorischen Anforderungen der AIFM-Richtlinie.
Wesentliche Begriffe sind Hedge Fonds, AIFM-Richtlinie, Risikomanagement, Anlegerschutz, Transparenz, Finanzmarktstabilität und Finanzmarkteffizienz.
Der Entwurf adressiert viele Anlegerwünsche, etwa durch erhöhte Transparenzpflichten und Anforderungen an das Risikomanagement, jedoch bleiben aufgrund der komplexen Strukturen gewisse bürokratische Kosten zu Lasten der Rendite bestehen.
Die Arbeit stellt fest, dass Manager im Rahmen der neuen Regulierung die größten Zugeständnisse machen müssen, insbesondere durch bürokratische Hürden und die eingeschränkte Flexibilität bei Strategieänderungen.
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