Masterarbeit, 2024
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Das System der weiterführenden Schulen in Hamburg
2.2 Personalgewinnung und Personalauswahl als Aufgabe von Schulleitungen
2.3 Aktuelle Herausforderungen der Personalgewinnung und Personalauswahl
3. Methodischer Teil – Forschungsdesign
3.1 Datenerhebung – Anlage der Studie und Ablauf
3.2 Ableitung von Forschungsfragen und Hypothesen
3.3 Operationalisierung und Konzeption des Fragebogens
4. Auswertung der Daten
4.1 Beschreibung der Ergebnisse - Stichprobe insgesamt
4.2 Hypothesen-Prüfung
4.2.1 Fragestellung Nr. 1 und Hypothesen H1/H0
4.2.2 Fragestellung Nr. 2 und Hypothesen H2/H0
4.2.3 Fragestellung Nr. 3 und Hypothesen H3/H0
5. Interpretation der Ergebnisse
6. Lösungsansätze und Ausblick
7. Kritische Würdigung
Anhang (A)
A1: Fragebogen
A2: Ergebnisse im Original
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Kriterien bei der Personalgewinnung und Personalauswahl von Lehrkräften an staatlichen Hamburger Stadtteilschulen und Gymnasien aus Sicht der Schulleitungen. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie Schulleitungen diese Aufgaben in einem selbstverantworteten Schulsystem wahrnehmen, welche Belastungen und Unterstützungsbedarfe hierbei bestehen und welche spezifischen Einstellungskriterien Anwendung finden.
2.2 Personalgewinnung und Personalauswahl als Aufgabe von Schulleitungen
Seit einer Änderung des Hamburger Schulgesetzes aus dem Jahr 2006, welche in Hamburg das Prinzip der Selbstverantworteten Schule (im Folgenden: SvS) eingeführt hat, sind Schulleitungen (im Folgenden: SL) in Hamburg als Dienstvorgesetzte aller an der Schule Beschäftigten vollumfänglich und eigenständig für die Personalgewinnung und -verwaltung an ihrer Schule zuständig. Die zentrale Zuweisung und Verwaltung von Bewerbenden an die Schulen durch die zuständige Behörde gilt seitdem als abgeschafft. Die Etablierung von regelmäßigen Lernstandserhebungen, die Entwicklung von individuellen Schul-Leitbildern und die Einführung der Schulinspektion sind ebenfalls Ergebnis dieser Gesetzesnovellierung aus dem Jahr 2006. Mit dem Ziel, den Schulen „mehr Selbstständigkeit” und „größeren Gestaltungsspielraum” zu gewähren, hat die, damals noch als Behörde für Bildung und Sport (BBS) bezeichnete, Bildungsbehörde es den SL zur Aufgabe gemacht, das jeweilige Schulprofil zu schärfen und umfängliche Managementaufgaben wahrzunehmen.
Auch der bis heute gültige Hamburger „Orientierungsrahmen Schulqualität“ aus dem Jahr 2019 definiert in Dimension 1 unter der Rubrik „Führung und Management“ und unter dem Kriterium 1.3.3 „Personalmanagement“, dass die SL „die Auswahl von Personal nach einem strukturierten Personalauswahlverfahren“ vorzunehmen habe. Außerdem soll die SL „über eine Strategie [verfügen, die] die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund [ermöglicht] und die Gleichstellung der Geschlechter [gewährleistet].“ Die Auswahl und Einstellung von Lehrkräften ist damit fest als Aufgabe von Hamburger SL festgeschrieben und die Relevanz bzw. die Notwendigkeit von Kenntnissen eines umfassenden Personalmanagements für SL ist seit Einführung des SvS im Jahr 2006 verstärkt in der Organisation Schule wahrzunehmen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den bundesweiten Lehrkräftemangel als drängende Herausforderung für Schulleitungen und stellt das Forschungsinteresse sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert das zweigliedrige Hamburger Schulsystem, die Rolle der selbstverantworteten Schule sowie theoretische Grundlagen des Personalmanagements.
3. Methodischer Teil – Forschungsdesign: Hier wird die Anlage der empirischen Querschnittsstudie, die Ableitung der Hypothesen sowie die Operationalisierung und Konzeption des Fragebogens dargelegt.
4. Auswertung der Daten: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Stichprobenbefragung dargestellt und die Hypothesen mittels statistischer Verfahren geprüft.
5. Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde werden diskutiert und im Kontext der forschungsleitenden Fragen sowie des Hamburger Schulsystems reflektiert.
6. Lösungsansätze und Ausblick: Auf Basis der Ergebnisse werden verschiedene Strategien diskutiert, um die Attraktivität des Lehrberufs und die Personalsituation an Schulen zu verbessern.
7. Kritische Würdigung: Das Abschluskapitel reflektiert die methodische Vorgehensweise und diskutiert Limitationen der durchgeführten Untersuchung.
Lehrkräftemangel, Personalgewinnung, Personalauswahl, Schulleitung, Hamburg, Stadtteilschule, Gymnasium, Selbstverantwortete Schule, Bildungsmanagement, Empirische Untersuchung, Einstellungskriterien, Unterrichtsverpflichtung, Lehrerarbeitszeit, Personalmanagement, Schulqualität
Das Hauptziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Hamburger Schulleitungen die aktuelle Personalsituation bewerten, welche Herausforderungen sie bei der Gewinnung und Auswahl von Lehrkräften erleben und welche Kriterien dabei für sie entscheidend sind.
Die Untersuchung konzentriert sich auf staatliche Stadtteilschulen und Gymnasien im Bundesland Hamburg.
Bei der Arbeit handelt es sich um eine nicht-experimentelle quantitative Querschnittsstudie, die mittels Online-Befragung durchgeführt wurde.
Die Zielgruppe sind die Schulleitungen bzw. stellvertretenden Schulleitungen der 122 staatlichen Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg.
Das SvS-Prinzip überträgt die Verantwortung für die Personalgewinnung und -auswahl direkt an die Schulen, was den Ausgangspunkt für die untersuchten Managementaufgaben der Schulleitungen darstellt.
Die Studie identifiziert die Motivation für den Lehrberuf als das wichtigste Einstellungskriterium, gefolgt von der Kompatibilität zum Kollegium und der fachlichen Qualifikation.
Der höchste Zeitaufwand bei der Personalsuche sowie der intensive Wettbewerb um geeignete Lehrkräfte an sozial schwierigen Standorten werden als Hauptbelastungen genannt.
Ja, die Studie zeigt, dass Schulleitungen von Stadtteilschulen die Gewinnung von Lehrkräften als schwieriger empfinden und einen höheren Unterstützungsbedarf äußern als Schulleitungen von Gymnasien.
Es werden verschiedene Ansätze diskutiert, etwa eine Anpassung der Besoldung, eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, die Verringerung von Klassengrößen sowie eine stärkere Entlastung von Verwaltungsaufgaben.
Die Bewertung institutioneller Unterstützungsangebote der Behörde fällt gemischt aus, wobei ein deutlicher Wunsch nach konkreteren und praxisnäheren Hilfestellungen bei der Personalauswahl erkennbar ist.
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