Bachelorarbeit, 2024
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Vertrautheit und Vertrauen nach Niklas Luhmann
2.2 Politisches Vertrauen nach David Easton
2.3 Vertrauen im Sinne dieser Bachelorarbeit
2.4 Die Pandemie und das Vertrauen in das deutsche Gesundheitswesen
3. Stand der Forschung & Hypothesen
3.1 Aktueller Forschungsstand und daraus abgeleitete Hypothesen
3.1.1 Hypothese 1
3.1.2 Hypothese 2
3.1.3 Hypothese 3
3.1.4 Hypothese 4
3.1.5 Hypothese 5a/5b
3.2 Wissenschaftliche Relevanz dieser Bachelorarbeit
3.3 Theoretische Einordnung sonstiger Variablen
3.3.1 Alter
3.3.2 Geschlecht
4. Daten und Methodik
4.1 Datengrundlage und -aufbereitung
4.2 Stichprobenbeschreibung
4.2.1 Stichprobenbeschreibung für das Jahr 2018
4.2.2 Stichprobenbeschreibung für das Jahr 2021
4.2.3 Stichprobenbeschreibung für die kombinierte Nettostichprobe (2018 und 2021)
4.3 Statistische Methodik
5. Ergebnisse
5.1 Verteilung des Vertrauens in das Gesundheitswesen
5.2 Regressionstabellen
5.3 Analyse der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
6.1 Limitationen dieser Bachelorarbeit
6.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Vertrauen der Bevölkerung in das deutsche Gesundheitswesen im Zeitvergleich zwischen 2018 und 2021 vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie unter Verwendung quantitativer ALLBUS-Daten.
2.1 Vertrautheit und Vertrauen nach Niklas Luhmann
„Vertrauen im weitesten Sinne eines Zutrauens zu eigenen Erwartungen ist ein elementarer Tatbestand des sozialen Lebens. Der Mensch hat zwar in vielen Situationen die Wahl, ob er in bestimmten Hinsichten Vertrauen schenken will oder nicht. Ohne jegliches Vertrauen aber könnte er morgens sein Bett nicht verlassen. Unbestimmte Angst, lähmendes Entsetzen befielen ihn. Nicht einmal ein bestimmtes Mißtrauen könnte er formulieren und zur Grundlage defensiver Vorkehrungen machen; denn das würde voraussetzen, daß er in anderen Hinsichten vertraut. Alles wäre möglich. Solch eine unvermittelte Konfrontierung mit der äußersten Komplexität der Welt hält kein Mensch aus.“ (Luhmann, 2014, S. 8)
Für Luhmann sind sowohl Vertrautheit als auch Vertrauen „komplementäre Mittel der Absorption von Komplexität“ (Luhmann, 2014, S. 26). In der Vertrautheit dominiert jedoch, im Unterschied zum Vertrauen, die Vergangenheit über Gegenwart und Zukunft. Auf Vergangenes läßt sich nicht mehr einwirken, es gibt keine anderen Ausgangsmöglichkeiten mehr. Die Vertrautheit bringt also eine Komplexitätsreduktion mit sich:
„Die Orientierung am Gewesenen kann daher die Welt vereinfachen und verharmlosen. Man unterstellt, daß das Vertraute bleiben, das Bewährte sich wiederholen, die bekannte Welt sich in die Zukunft hinein fortsetzen wird.“ (Luhmann, 2014, S. 26)
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Vertrauens in staatliche Institutionen für das Funktionieren demokratischer Systeme und führt in die spezifische Untersuchung des Gesundheitswesens während der COVID-19-Pandemie ein.
2. Theorie: Dieses Kapitel erarbeitet ein theoretisches Fundament durch die Konzepte von Niklas Luhmann und David Easton, um Vertrautheit, Systemvertrauen und politisches Vertrauen voneinander abzugrenzen und für die Arbeit nutzbar zu machen.
3. Stand der Forschung & Hypothesen: Basierend auf existierender Literatur werden spezifische Hypothesen regarding des Vertrauens in das Gesundheitswesen in Abhängigkeit von Gesundheitszustand, Wahlabsicht und sozioökonomischen Faktoren abgeleitet.
4. Daten und Methodik: Hier werden die verwendeten Sekundärdaten der ALLBUS-Umfragen (2018 und 2021), die Datenaufbereitung, die Stichprobenmerkmale sowie das statistische Verfahren der multiplen Regression beschrieben.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Verteilung des Vertrauens und die Ergebnisse der Regressionsanalysen, welche die Hypothesen empirisch prüfen und in Bezug zu den theoretischen Annahmen setzen.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Limitationen, einer zusammenfassenden Beantwortung der Forschungsfragen im Fazit sowie einem Ausblick auf gesellschaftspolitische Implikationen.
Vertrauen, Gesundheitswesen, COVID-19-Pandemie, ALLBUS, Politisches Vertrauen, Systemvertrauen, Regressionsanalyse, Luhmann, Easton, Gesundheitszustand, Sozioökonomischer Status, Bevölkerung, Pandemiemanagement, Gesellschaftliche Stabilität, Institutionenvertrauen.
Es geht um die Analyse des Vertrauens der Bevölkerung in das deutsche Gesundheitswesen und wie sich dieses im Zeitverlauf der COVID-19-Pandemie verändert hat.
Die zentralen Themenfelder sind die soziologische Vertrauenstheorie, das Vertrauen in staatliche und medizinische Institutionen sowie die Auswirkungen von individuellen Gesundheitszuständen und sozioökonomischen Faktoren auf dieses Vertrauen.
Die Untersuchung zielt auf die Frage ab, wie sich das Vertrauensniveau zwischen 2018 (vor der Pandemie) und 2021 (während der Pandemie) entwickelt hat und welche Bevölkerungsgruppen hier signifikante Unterschiede aufweisen.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Sekundärdatenanalyse der ALLBUS-Datensätze (2018 und 2021) unter Anwendung multipler linearer Regressionsanalysen (OLS).
Der Hauptteil deckt die theoretische Herleitung der Konzepte, die Ableitung empirisch prüfbarer Hypothesen, die Beschreibung der Datensätze sowie die detaillierte statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse ab.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Allgemeines Vertrauen, Gesundheitssystem, Pandemie, Systemvertrauen und soziale Polarisierung.
Luhmann betrachtet Vertrauen als Mechanismus der Komplexitätsreduktion (systemisch/persönlich), während Easton das politische Vertrauen im Kontext der Unterstützung politischer Systeme und Akteure (Legitimität) verortet.
Obwohl zunächst ein positiver Zusammenhang vermutet wurde, zeigt die Analyse, dass Personen mit gutem Gesundheitszustand während der Pandemie ein vergleichsweise geringeres Vertrauen aufwiesen, was als Wahrnehmung von Maßnahmen als Überreaktion interpretiert wird.
Es zeigt sich ein signifikant geringeres Vertrauen bei AfD-Wählern, was im Sinne einer fundamentalen Systemkritik oder Skepsis gegenüber etablierten Institutionen und wissenschaftlicher Expertise interpretiert wird.
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